Ziel des Vortrags ist es, auf Basis problemzentrierter Interviews Erfahrungen junger türkischstämmiger Menschen mit Exklusion in verschiedenen Lebensbereichen darzustellen und die daraus folgenden sozialen Konsequenzen abzubilden. Spezielles Interesse gilt den entwickelten Strategien, wie mit Ausgrenzung umgegangen wird bzw. wie sich diese Strategien im Laufe der Zeit geändert haben. Inwiefern unterscheiden sich die Biographien der sozial Inkludierten von denen der sozial Exkludierten? Warum werden/sind Manche weniger ausgegrenzt als Andere? Die Analyse wird zeigen, dass selbst diejenigen jungen türkischstämmigen Erwachsenen, die erfolgreich in die gesellschaftliche Struktur eingebettet sind und sich mit der österreichischen Gesellschaft identifizieren, im alltäglichen Leben mit Ausgrenzungen und diskriminierenden Praktiken konfrontiert sind. Der Vortrag soll verdeutlichen, dass die sozialstrukturelle Zusammensetzung der MigrantInnen allein keine ausreichende Erklärungsinstanz für deren benachteiligte Stellung in der Gesellschaft ist.
Dieser Beitrag wurde eingereicht von LauraW.
