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	<title>3. Studentischer Soziologiekongress &#124; 06.-08.10.2011 Berlin &#124; KOMPLEXE NEUE WELT</title>
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	<category>Wissenschaft &#38; Bildung</category>
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		<title>3. Studentischer Soziologiekongress | 06.-08.10.2011 Berlin | KOMPLEXE NEUE WELT</title>
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	<itunes:subtitle>KOMPLEXE NEUE WELT - Mitschnitte des 3. Studentischen Soziologiekongress vom 6.-8. Oktober 2011 in Berlin</itunes:subtitle>
	<itunes:summary>Der 3. Studentische Soziologiekongress - KOMPLEXE NEUE WELT - fand vom 6.-8. Oktober 2011 in Berlin statt. Hier findest Du die Mitschnitte der Panels und der Sonderveranstaltungen des Kongresses, der von Studierenden der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet wurde und mit über 500 Besuchern aus dem deutschsprachigen Raum ein Forum für aktuelle Fragen und Themen rund um die Soziologie bot. 
Nähere Informationen zum Kongress auch unter http://www.soziologiekongress.de</itunes:summary>
	<itunes:keywords>Soziologie, Kongress, Gesellschaft, Studierende, Technische, Universität, Berlin, Humboldt-Universität, zu, Berlin, Philosophie, Wissenschaft</itunes:keywords>
	<itunes:category text="Science &#38; Medicine">
		<itunes:category text="Social Sciences" />
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	<itunes:author>Richard Bretzger für das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</itunes:author>
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		<title>Themenvorschläge für den nächsten Kongress gesucht!</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/themenvorschlage-fur-den-nachsten-kongress-gesucht/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/themenvorschlage-fur-den-nachsten-kongress-gesucht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon allgemein bekannt sein sollte, wird der 4. Studentische Soziologiekongress 2013 in Bamberg stattfinden. Im Moment ist das Orgateam mit der Themenfindung beschäftigt und genau hier braucht es eure Hilfe, denn es handelt sich um einen studentischen Soziologiekongress, darum sollt ihr bestimmen mit welchem (Ober-)Thema er sich beschäftigen wird. Jeder ist hiermit aufgerufen entsprechende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon allgemein bekannt sein sollte, wird der 4. Studentische Soziologiekongress 2013 in Bamberg stattfinden. Im Moment ist das Orgateam mit der Themenfindung beschäftigt und genau hier braucht es eure Hilfe, denn es handelt sich um einen studentischen Soziologiekongress, darum sollt ihr bestimmen mit welchem (Ober-)Thema er sich beschäftigen wird.</p>
<p>Jeder ist hiermit aufgerufen entsprechende Themenvorschläge für das Motto bis zum 31.05. an <a href="mailto:info@ak-soziologie.de">info@ak-soziologie.de</a> zu schicken oder hier einen Kommentar zu hinterlassen.</p>
<p>Wir sind gespannt auf viele interessante und kreative Ideen!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2Fthemenvorschlage-fur-den-nachsten-kongress-gesucht%2F&amp;title=Themenvorschl%C3%A4ge%20f%C3%BCr%20den%20n%C3%A4chsten%20Kongress%20gesucht%21" id="wpa2a_2"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Studentische Soziologiekongress 2013 gastiert in Bamberg</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 22:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(Pressemitteilung als PDF) Das Warten hat ein Ende &#8211; zumindest von unserer Seite aus. Endlich  können wir  es  offiziell und  stolz verkünden:  Der 4. Studentische Soziologiekongress wird  vom 04. bis zum 06. Oktober 2013 in Bamberg stattfinden. Nach Halle, München und Berlin jetzt Bamberg? Natürlich sind das große Fußstapfen, die zu füllen sind. Das Organisationsteam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2012/04/PM-SSK13.pdf">(Pressemitteilung als PDF)</a></p>
<p>Das Warten hat ein Ende &#8211; zumindest von unserer Seite aus. Endlich  können<br />
wir  es  offiziell und  stolz verkünden:  Der 4. Studentische<br />
Soziologiekongress wird  vom 04. bis zum 06. Oktober 2013 in Bamberg<br />
stattfinden.</p>
<p>Nach Halle, München und Berlin jetzt Bamberg? Natürlich sind das große<br />
Fußstapfen, die zu füllen sind. Das Organisationsteam des Arbeitskreis<br />
Soziologie ist bereits seit einigen Wochen aktiv und hat die grundlegenden<br />
Vorarbeiten bereits abgeschlossen.<br />
Wie bereits bei den vorigen Kongressen soll auch in Bamberg über drei Tage<br />
eine Diskussionsplattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs geboten und<br />
der Austausch und die Vernetzung zwischen Studierenden verschiedener<br />
Studienorte und -fächer gefördert werden. Der Kongress bietet so die<br />
Möglichkeit viel Neues zu lernen, an eigenes Wissen und Erfahrungen<br />
anzuknüpfen und im Austausch neue Perspektiven auf die Soziologie zu<br />
erhalten.<br />
Aber nicht nur das. Die Soziologie soll auch denen, die wenig damit zu tun<br />
haben, nahe gebracht werden. Deshalb wird neben dem inhaltlichen Programm<br />
ein Rahmen geplant, der sowohl den Teilnehmern einen Einblick in das Leben<br />
und Arbeiten in der Weltkulturerbestadt gewähren soll als auch die<br />
Öffentlichkeit über Soziologie informieren soll.<br />
Wir am eher kleinen Standort Bamberg freuen uns auf die weiteren<br />
Herausforderungen und darauf ein im ganzen deutschsprachigen Raum<br />
wahrgenommenes Projekt durchzuführen. Unser Organisationsteam hat bis zum<br />
Kongress noch viel zu tun. Deshalb freuen wir uns über jede Unterstützung im<br />
Vorfeld sowie beim Kongress selbst.</p>
<p><strong><em>Der Studentische Soziologiekongress</em></strong><br />
Der Studentische Soziologiekongress hat es sich zum Ziel gemacht, durch die<br />
Möglichkeit zum fachlichen und persönlichen Austausch, wissenschaftlichen<br />
Nachwuchs zu fördern. Dieser Fachkongress wird, als Ergänzung und im Wechsel<br />
zum alle zwei Jahre stattfindenden Kongress der Deutschen Gesellschaft für<br />
Soziologie, ehrenamtlich von Studierenden für Studierende organisiert. Er<br />
soll eine Plattform sein, auf der geistes- und sozialwissenschaftliche<br />
Arbeiten von Studierenden und jungen Absolventen präsentiert und diskutiert<br />
werden können.<br />
Die bisherigen Stationen waren Halle (2007), München (2009) und Berlin<br />
(2011) und konnten bis zu 500 Teilnehmer anlocken. 2013 wird der 4.<br />
Studentische Soziologiekongress in Bamberg stattfinden. Er wird von den<br />
Mitgliedern des Arbeitskreises Soziologie ehrenamtlich organisiert.</p>
<p><em><strong>Arbeitskreis Soziologie</strong></em><br />
Als unabhängige Hochschulgruppe hat sich der Arbeitskreis Soziologie  zu<br />
Ziel gesetzt, die Studierenden des Fachs stärker miteinander zu vernetzen,<br />
die Studienbedingungen zu verbessern und den Blick über den Tellerrand des<br />
Lehrangebots zu ermöglichen.<br />
Dazu wurden bisher Projekte wie Podiumsdiskussionen, Werkstatttreffen,<br />
Studienfahrten und Vorträge zu verschiedenen Themen durchgeführt, aber auch<br />
regelmäßige Veranstaltungen wie die S-Party und der Soziologenstammtisch<br />
organisiert. Abgerundet wird der Tätigkeitsbereich durch Beratung für die<br />
Mitglieder des Fachbereichs Soziologie und redaktionelle Arbeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2Fder-studentische-soziologiekongress-2013-gastiert-in-bamberg%2F&amp;title=Der%20Studentische%20Soziologiekongress%202013%20gastiert%20in%20Bamberg" id="wpa2a_4"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Video: PANEL Technik und Kommunikation</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 10:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitschnitte]]></category>
		<category><![CDATA[Technik und Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Panel: Technik und Kommunikation
Chair: Richard Bretzger
Von der Abwesenheit der Anwesenheit – das Gedächtnis des virtuellen Interaktionssystems
Jan Tobias Fuhrmann

Dein Avatar versteht mich nicht (Und Du?) – Das Problem der Qualifizierung von Sprechakten in digitalisierter Kommunikation
Hannes Rueskamp

„Couchsurfen“- Eine Innovation. Die Analyse einer Reisepraktik.
Carolin Thiem]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Panel: Technik und Kommunikation
Chair: Richard Bretzger
Von der Abwesenheit der Anwesenheit – das Gedächtnis des virtuellen Interaktionssystems
Jan Tobias Fuhrmann

Dein Avatar versteht mich nicht (Und Du?) – Das Problem der Qualifizierung von Sprechakten in digitalisierter Kommunikation
Hannes Rueskamp

„Couchsurfen“- Eine Innovation. Die Analyse einer Reisepraktik.
Carolin Thiem]]></content:encoded>
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Chair: Richard Bretzger
Von der Abwesenheit der Anwesenheit – das Gedächtnis des virtuellen Interaktionssystems
Jan Tobias Fuhrmann

Dein Avatar versteht mich nicht (Und Du?) – Das Problem der Qualifizierung von[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Panel: Technik und Kommunikation
Chair: Richard Bretzger
Von der Abwesenheit der Anwesenheit – das Gedächtnis des virtuellen Interaktionssystems
Jan Tobias Fuhrmann

Dein Avatar versteht mich nicht (Und Du?) – Das Problem der Qualifizierung von Sprechakten in digitalisierter Kommunikation
Hannes Rueskamp

„Couchsurfen“- Eine Innovation. Die Analyse einer Reisepraktik.
Carolin Thiem</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Soziologie, Kongress, Gesellschaft, Studierende, Technische, Universität, Berlin, Humboldt-Universität, zu, Berlin, Philosophie, Wissenschaft</itunes:keywords>
		<itunes:author>Richard Bretzger für das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</itunes:author>
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	</item>
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		<title>Video: Begrüßungsveranstaltung</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/rahmenprogramm/video-begrusung-beim-3-studentischen-soziologiekongress/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 00:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitschnitte]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[Eröffnungsveranstaltung des 3. Studentischen Soziologiekongress am 6.10.2011
Redner: Martin Sauer (Orgateam)
Team: Richard Bretzger, Hans-Heinrich Klauß, Sabine Kunze, Susanna Raab, Alex Hänel, Georg Krajewsky, Marc Schmieder, Georg Fischer, Mirka Brüggemann, Jonas Wiedner
Videonachricht von Martina Löw, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Grußworte von Karin Lohr, Humboldt-Universität zu Berlin
Grußworte von Werner Rammert, Technische Universität Berlin]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier findet ihr den Videomitschnitt der Eröffnungsveranstaltung des 3. Studentischen Soziologiekongress am 6.10.2011</p>
]]></content:encoded>
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		<itunes:subtitle>Eröffnungsveranstaltung des 3. Studentischen Soziologiekongress am 6.10.2011
Redner: Martin Sauer (Orgateam)
Team: Richard Bretzger, Hans-Heinrich Klauß, Sabine Kunze, Susanna Raab, Alex Hänel, Georg Krajewsky, Marc Schmieder, Georg Fischer, Mirka[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Eröffnungsveranstaltung des 3. Studentischen Soziologiekongress am 6.10.2011
Redner: Martin Sauer (Orgateam)
Team: Richard Bretzger, Hans-Heinrich Klauß, Sabine Kunze, Susanna Raab, Alex Hänel, Georg Krajewsky, Marc Schmieder, Georg Fischer, Mirka Brüggemann, Jonas Wiedner
Videonachricht von Martina Löw, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Grußworte von Karin Lohr, Humboldt-Universität zu Berlin
Grußworte von Werner Rammert, Technische Universität Berlin</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Soziologie, Kongress, Gesellschaft, Studierende, Technische, Universität, Berlin, Humboldt-Universität, zu, Berlin, Philosophie, Wissenschaft</itunes:keywords>
		<itunes:author>Richard Bretzger für das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</itunes:author>
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		<item>
		<title>Video: PANEL Geschlecht und Sexualität</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 00:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlecht und Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Mitschnitte]]></category>

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		<description><![CDATA[PANEL: Geschlecht und Sexualität
Chair: Laura Lambert


Prostitution im feministischen Diskurs
Sophie Maria Ruby


Theorie und Praxis: Flüchtige Bekannte? Eine Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis der Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik
Julia Wustmann


‚Obviously I’m not a dick, right?’ – Positionierungen von Männlichkeit auf der medialisierten Konversationsebene einer Datingshow
Linus Westheuser


Über das Sprechen der ‚Einen‘ und das Schweigen der ‚Anderen‘. Eine feministisch-postkoloniale Reflexion der „Frauenrecht ist Menschenrecht“-Bewegung.
Stefan Wedermann
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[PANEL: Geschlecht und Sexualität
Chair: Laura Lambert


Prostitution im feministischen Diskurs
Sophie Maria Ruby


Theorie und Praxis: Flüchtige Bekannte? Eine Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis der Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik
Julia Wustmann


‚Obviously I’m not a dick, right?’ – Positionierungen von Männlichkeit auf der medialisierten Konversationsebene einer Datingshow
Linus Westheuser


Über das Sprechen der ‚Einen‘ und das Schweigen der ‚Anderen‘. Eine feministisch-postkoloniale Reflexion der „Frauenrecht ist Menschenrecht“-Bewegung.
Stefan Wedermann
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Chair: Laura Lambert


Prostitution im feministischen Diskurs
Sophie Maria Ruby


Theorie und Praxis: Flüchtige Bekannte? Eine Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis der Frauen- und Geschlechterfor[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>PANEL: Geschlecht und Sexualität
Chair: Laura Lambert


Prostitution im feministischen Diskurs
Sophie Maria Ruby


Theorie und Praxis: Flüchtige Bekannte? Eine Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis der Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik
Julia Wustmann


‚Obviously I’m not a dick, right?’ – Positionierungen von Männlichkeit auf der medialisierten Konversationsebene einer Datingshow
Linus Westheuser


Über das Sprechen der ‚Einen‘ und das Schweigen der ‚Anderen‘. Eine feministisch-postkoloniale Reflexion der „Frauenrecht ist Menschenrecht“-Bewegung.
Stefan Wedermann</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Soziologie, Kongress, Gesellschaft, Studierende, Technische, Universität, Berlin, Humboldt-Universität, zu, Berlin, Philosophie, Wissenschaft</itunes:keywords>
		<itunes:author>Richard Bretzger für das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Video: PANEL Wissenschaft, Bildung und Professionalisierung</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/video-panel-wissenschaft-bildung-und-professionalisierung/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 23:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.soziologiekongress.de/?p=1312</guid>
		<description><![CDATA[PANEL: Wissenschaft, Bildung und Professionalisierung
Chair: Georg Fischer

Verursachen Funken ein Feuer? Eine qualitative organisationssoziologische Fallstudie an der Grenze von Bildung und Wissenschaft
Eva Wimmer und Georg Reischauer


Komplexe alte neue Bildungswelt – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zu Bildung und Studium in den Sozialwissenschaften
Jennifer Ch. Müller 

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[PANEL: Wissenschaft, Bildung und Professionalisierung
Chair: Georg Fischer

Verursachen Funken ein Feuer? Eine qualitative organisationssoziologische Fallstudie an der Grenze von Bildung und Wissenschaft
Eva Wimmer und Georg Reischauer


Komplexe alte neue Bildungswelt – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zu Bildung und Studium in den Sozialwissenschaften
Jennifer Ch. Müller 

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		<itunes:subtitle>PANEL: Wissenschaft, Bildung und Professionalisierung
Chair: Georg Fischer

Verursachen Funken ein Feuer? Eine qualitative organisationssoziologische Fallstudie an der Grenze von Bildung und Wissenschaft
Eva Wimmer und Georg Reischauer


Komp[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>PANEL: Wissenschaft, Bildung und Professionalisierung
Chair: Georg Fischer

Verursachen Funken ein Feuer? Eine qualitative organisationssoziologische Fallstudie an der Grenze von Bildung und Wissenschaft
Eva Wimmer und Georg Reischauer


Komplexe alte neue Bildungswelt – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zu Bildung und Studium in den Sozialwissenschaften
Jennifer Ch. Müller</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Soziologie, Kongress, Gesellschaft, Studierende, Technische, Universität, Berlin, Humboldt-Universität, zu, Berlin, Philosophie, Wissenschaft</itunes:keywords>
		<itunes:author>Richard Bretzger für das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Video: PANEL (digitale) soziale Bewegungen</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/video-panel-digitale-soziale-bewegungen/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 22:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[(digitale) soziale Bewegungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mitschnitte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.soziologiekongress.de/?p=1307</guid>
		<description><![CDATA[PANEL: (digitale) soziale Bewegungen 
Chair: Richard Bretzger 


Politische Partizipation in der Spätmoderne. Das Fallbeispiel ‚Mediaspree Versenken!’. Eine Analyse monothematischer Bürgerproteste anhand qualitativer Interviews.
Sebastian von Gumbert

Gesellschaft im Chaos – Eine Analyse der Proteste in den nordafrikanischen Ländern
David Horvath und Angelika Wienerroither


Soziale Initiativen 2.0 – Die nächste Generation der sozialen Initiativen in einer komplexen neuen Welt
Richard Bretzger, Julia von Buxhoeveden, Sebastian Gabbert, Martin Görendt, Alex Hänel, Marc Schmieder und Kai Theuer
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[PANEL: (digitale) soziale Bewegungen 
Chair: Richard Bretzger 


Politische Partizipation in der Spätmoderne. Das Fallbeispiel ‚Mediaspree Versenken!’. Eine Analyse monothematischer Bürgerproteste anhand qualitativer Interviews.
Sebastian von Gumbert

Gesellschaft im Chaos – Eine Analyse der Proteste in den nordafrikanischen Ländern
David Horvath und Angelika Wienerroither


Soziale Initiativen 2.0 – Die nächste Generation der sozialen Initiativen in einer komplexen neuen Welt
Richard Bretzger, Julia von Buxhoeveden, Sebastian Gabbert, Martin Görendt, Alex Hänel, Marc Schmieder und Kai Theuer
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		<itunes:subtitle>PANEL: (digitale) soziale Bewegungen 
Chair: Richard Bretzger 


Politische Partizipation in der Spätmoderne. Das Fallbeispiel ‚Mediaspree Versenken!’. Eine Analyse monothematischer Bürgerproteste anhand qualitativer Interviews.
Sebastian von G[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>PANEL: (digitale) soziale Bewegungen 
Chair: Richard Bretzger 


Politische Partizipation in der Spätmoderne. Das Fallbeispiel ‚Mediaspree Versenken!’. Eine Analyse monothematischer Bürgerproteste anhand qualitativer Interviews.
Sebastian von Gumbert

Gesellschaft im Chaos – Eine Analyse der Proteste in den nordafrikanischen Ländern
David Horvath und Angelika Wienerroither


Soziale Initiativen 2.0 – Die nächste Generation der sozialen Initiativen in einer komplexen neuen Welt
Richard Bretzger, Julia von Buxhoeveden, Sebastian Gabbert, Martin Görendt, Alex Hänel, Marc Schmieder und Kai Theuer</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Soziologie, Kongress, Gesellschaft, Studierende, Technische, Universität, Berlin, Humboldt-Universität, zu, Berlin, Philosophie, Wissenschaft</itunes:keywords>
		<itunes:author>Richard Bretzger für das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</itunes:author>
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		<title>Video: PANEL Stadt und Raum</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 22:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitschnitte]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt und Raum]]></category>

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		<description><![CDATA[PANEL: Stadt und Raum
Chair: Jonas Wiedner

Urbaner Revanchismus in Berlin(-Wedding)?! 
Moritz Wichmann

The Changing Barrio Brasil. Gentrification a la chilena? 
Camilo Betancourt

Multilokales Wohnen. Ein quantitativ erfassbares Phänomen der komplexen neuen Welt?
Mira Freiermuth 


Stop: No! Don’t! Eine soziologische Analyse von Verbots- und Hinweisschildern in Großbritannien und Österreich
Thomas Miemietz und Franziska Buttler
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[PANEL: Stadt und Raum
Chair: Jonas Wiedner

Urbaner Revanchismus in Berlin(-Wedding)?! 
Moritz Wichmann

The Changing Barrio Brasil. Gentrification a la chilena? 
Camilo Betancourt

Multilokales Wohnen. Ein quantitativ erfassbares Phänomen der komplexen neuen Welt?
Mira Freiermuth 


Stop: No! Don’t! Eine soziologische Analyse von Verbots- und Hinweisschildern in Großbritannien und Österreich
Thomas Miemietz und Franziska Buttler
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Chair: Jonas Wiedner

Urbaner Revanchismus in Berlin(-Wedding)?! 
Moritz Wichmann

The Changing Barrio Brasil. Gentrification a la chilena? 
Camilo Betancourt

Multilokales Wohnen. Ein quantitativ erfassbares Phänomen [...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>PANEL: Stadt und Raum
Chair: Jonas Wiedner

Urbaner Revanchismus in Berlin(-Wedding)?! 
Moritz Wichmann

The Changing Barrio Brasil. Gentrification a la chilena? 
Camilo Betancourt

Multilokales Wohnen. Ein quantitativ erfassbares Phänomen der komplexen neuen Welt?
Mira Freiermuth 


Stop: No! Don’t! Eine soziologische Analyse von Verbots- und Hinweisschildern in Großbritannien und Österreich
Thomas Miemietz und Franziska Buttler</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Soziologie, Kongress, Gesellschaft, Studierende, Technische, Universität, Berlin, Humboldt-Universität, zu, Berlin, Philosophie, Wissenschaft</itunes:keywords>
		<itunes:author>Richard Bretzger für das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</itunes:author>
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		<title>3. Studentischer Soziologiekongress &#8211; Kurzfazit und Ausblick</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/3-studentischer-soziologiekongress-kurzfazit-und-ausblick/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 3. Studentische Soziologiekongress ist passé. Um es auf den Punkt zu bringen: Das Wochenende übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Über 500 Studierende aus teilweise weit entfernten, sowie kulturell und sprachlich nicht homogenisierten Räumen kamen nach Berlin, um drei Tage soziologisch zuzuhören, zu verstehen und zu diskutieren. Natürlich lief nicht alles zu unserer Zufriedenheit und insbesondere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 3. Studentische Soziologiekongress ist passé. Um es auf den Punkt zu bringen:</p>
<p>Das Wochenende übertraf unsere kühnsten Erwartungen.</p>
<p>Über 500 Studierende aus teilweise weit entfernten, sowie kulturell und sprachlich nicht homogenisierten Räumen kamen nach Berlin, um drei Tage soziologisch zuzuhören, zu verstehen und zu diskutieren.</p>
<p>Natürlich lief nicht alles zu unserer Zufriedenheit und insbesondere an den Stellen, die sich aus den verschiedensten Gründen entweder unserer vorherigen Reflexion entzogen oder bei diesem Mal nicht anders umzusetzen waren, danken wir für die hilfreiche Kritik und prinzipiell für alle Rückmeldungen.</p>
<p>Die spannende Aufgabe besteht nun darin, alles inhaltlich Relevante aus der raumzeit-lichen Abgeschlossenheit des vergangenen Wochenendes herauszulösen und allen verfügbar zu machen. Daher arbeiten wir sowohl daran, die Aufzeichnungen der Veran-staltungen hier alsbald zu veröffentlichen, als auch an einer möglichen Herausgabe eines Kongressbandes. Auch seid ihr weiterhin herzlich eingeladen, diese Website als Vernet-zungsplattform zu nutzen, wozu wir uns geeignete Lösungen überlegen. Es ist unser aller Kongress.</p>
<p>Wir verstehen den Soziologiekongress als eine sich stetig durch den Einfluss aller Stu- dierender verändernder Institution und werden unsere Erfahrungen der letzten zwei Jah- re bestmöglich an die kommenden Organisator_Innen weitergeben.</p>
<p>Apropos: Wer Lust darauf hat, den 4. Studentischen Soziologiekongress im Jahr 2013 in die eigene Stadt zu holen, melde sich gern bei uns.</p>
<p>So schließen wir mit nochmals großem Dank an alle, die organisiert, geholfen, uns unter- stützt, vorgetragen, teilgenommen und gefeiert haben. Bis zum nächsten Mal.</p>
<p>Das Orgateam des 3. Studentischen Soziologiekongress</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2F3-studentischer-soziologiekongress-kurzfazit-und-ausblick%2F&amp;title=3.%20Studentischer%20Soziologiekongress%20%26%238211%3B%20Kurzfazit%20und%20Ausblick" id="wpa2a_6"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>WLAN am Kongress</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Power</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Veranstaltungsort bietet Zugang zum sog. Eduroam-Netz. Ihr könnt Euch dort mit den Zugangsdaten Euerer Uni einwählen und so während des Kongresses über WLAN im Netz surfen. Solltet Ihr noch keine Zugangsdaten dafür haben, kümmert Euch bitte darum, von Eurer eigenen Uni welche zu bekommen! Wer keinen Zugang zu Eduroam hat, weil er oder sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Veranstaltungsort bietet Zugang zum sog. <a href="http://www.eduroam.org/">Eduroam</a>-Netz. Ihr könnt Euch dort mit den Zugangsdaten Euerer Uni einwählen und so während des Kongresses über WLAN im Netz surfen. Solltet Ihr noch keine Zugangsdaten dafür haben, kümmert Euch bitte darum, von Eurer eigenen Uni welche zu bekommen! <b>Wer keinen Zugang zu Eduroam hat</b>, weil er oder sie z.B. nicht an einer Hoschule studiert, die da mitmacht, kann auch einen Gastzugang bekommen. Diesen müsst ihr aber vorher bei uns beantragen. Bitte melde dich dazu rechtzeitig bei helfen(at)soziologiekongress.de!</p>
<p><object width="640" height="360"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/TVCmcMZS3uA&#038;hl=en_GB&#038;feature=player_embedded&#038;version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/TVCmcMZS3uA&#038;hl=en_GB&#038;feature=player_embedded&#038;version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="640" height="360"></embed></object></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2Fwlan-am-kongress%2F&amp;title=WLAN%20am%20Kongress" id="wpa2a_8"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kongressparty im Subland</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/rahmenprogramm/kongressparty-im-subland/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/rahmenprogramm/kongressparty-im-subland/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 09:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[Party am Samstag, 08.10.11 ab 23 Uhr Berlin. Studis. Ohne Frage, dass unser Kongress auch mit der entsprechenden Feierei ausklingen soll. Mit dem Subland haben wir dafür eine optimale Location gefunden: Ein Keller im Friedrichshain mit entsprechend marodem Charme, Dunkelheit und Bassdröhnen. Mit zwei Floors lässt sich die Frage der Komplexitätsreduktion musikalischer Vielfalt leicht beantworten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Party am Samstag, 08.10.11 ab 23 Uhr</p>
<p>Berlin. Studis. Ohne Frage, dass unser Kongress auch mit der entsprechenden Feierei ausklingen soll.</p>
<p>Mit dem Subland haben wir dafür eine optimale Location gefunden:</p>
<p>Ein Keller im Friedrichshain mit entsprechend marodem Charme, Dunkelheit und Bassdröhnen. Mit zwei Floors lässt sich die Frage der Komplexitätsreduktion musikalischer Vielfalt leicht beantworten, Geschmäcker sind bekanntlich nicht erst seit Bourdieu verschieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So sind wir glücklich, etliche Soziologen als DJs präsentieren zu dürfen. Wären da zunächst Jonas Olson &amp; Fresh Meat, welche dem 4/4-Takt verhaftet mächtig Karacho geben werden. Dub Peteph und Ghost Notes fühlen sich anderen Entwicklungen elektronischer Musik verbunden: feel the deepest Massiveness. Den perfekten Balkan-Party-Sound gemischt mit Klassikern, auf die alle Lust haben, gibt es von Sauer macht lustig. Nicht zuletzt wird das Diktat der Konservenmusik vom sagenhaften und ausschließlich akustischem Neôfarius Orcheštra #249 und ihrer fidelen osteuropäischen Fakelore auf der Tanzfläche schwitzend zerschmettert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da der Laden weder von der Szene, noch von den Touris überlaufen ist, werden wir uns dort hoffentlich einfach wohlfühlen und dem Kongress ein gebührendes Ende bereiten. Ob dieses Vorhaben gelingt? Bilde Dir selbst ein Urteil &#8211; auf der Kongressparty!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Eintritt ist für die am 3. Studentischen Soziologiekongress Teilnehmenden selbstverständlich frei (Kongressausweis mitnehmen!), alle Anderen zahlen 5 €.</p>
<p>Die Facebook-Veranstaltung zur Party: <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=223054707748980" target="_blank">KOMPLEXE NEUE WELT &#8211; DIE PARTY</a></p>
<p><em>Subland: Wiesenweg 5, Friedrichshain, S-Bahn Ostkreuz/U-Bahn Frankfurter Allee</em></p>
<div><em><br />
</em></div>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Frahmenprogramm%2Fkongressparty-im-subland%2F&amp;title=Kongressparty%20im%20Subland" id="wpa2a_10"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Podiumsdiskussion: Internet &amp; Gesellschaft</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/podiumsdiskussion-internet-gesellschaft/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/podiumsdiskussion-internet-gesellschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 09:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.soziologiekongress.de/?p=1208</guid>
		<description><![CDATA[Samstag, 8.10.11 von 17-18 Uhr, Raum A 151 Selbstredend ist das Thema Internet und Gesellschaft nicht nur abendfüllend, doch gehört es zu einem Kongress mit dem Titel „Komplexe neue Welt“ auch dazu, das Große zu wagen und zuzulassen. Um dabei nicht völlig oberflächlich bleiben zu müssen, wird ein Teil des gesamten Samstagsprogramms auf eine Podiumsdiskussion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag, 8.10.11 von 17-18 Uhr, Raum A 151</p>
<p>Selbstredend ist das Thema Internet und Gesellschaft nicht nur abendfüllend, doch gehört es zu einem Kongress mit dem Titel „Komplexe neue Welt“ auch dazu, das Große zu wagen und zuzulassen. Um dabei nicht völlig oberflächlich bleiben zu müssen, wird ein Teil des gesamten Samstagsprogramms auf eine Podiumsdiskussion zum gleichen Thema zugespitzt.</p>
<p>Während der Panels zu „digitaler Kommunikation“ und „(digitalen) sozialen Bewegungen“ werden mögliche Fragen und Anknüpfungspunkte dokumentiert  und in den vorher stattfindenden Fokusgruppendiskussionen weiter diskutiert. Die in diesen Kleingruppendiskussionen sowie im Workshop „komplexe neue Online-Offline-Welt“ entstandenen Fragen werden neben aktuellen Fragen aus dem Hintergrund der Diskutierenden auf dem Podium behandelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf dem Podium werden Vertreter aus Wissenschaft, Netzpolitik und der Blogosphäre vertreten sein:</p>
<p><em>Dr. Stephan Humer (Internet- und Mediensoziologe, Berlin)</em></p>
<p><em>Christoph Hess (Soziologe, (Micro-)Blogger und ICT-Professioneller, Zürich und Nairobi)</em></p>
<p><em>Martin Delius (MdA, Piratenpartei, Admin des „Liquid Democracy“-Tools, Berlin)</em></p>
<p><em>Richard Bretzger (</em><em>forscht zu sozialen Initiativen im Social Web, </em>Verantwortlicher der Kongresspanels zu digitaler Kommunikation, Berlin)</p>
<p><em>Alex Hänel (Moderation)</em></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2Fpodiumsdiskussion-internet-gesellschaft%2F&amp;title=Podiumsdiskussion%3A%20Internet%20%26%23038%3B%20Gesellschaft" id="wpa2a_12"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Podiumsdiskussion: Stubjektivierung von Studierenden &#8211; zwischen Autonomieversprechen und Fremdbestimmung</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/podiumsdiskussion-stubjektivierung-von-studierenden-zwischen-autonomieversprechen-und-fremdbestimmung/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/podiumsdiskussion-stubjektivierung-von-studierenden-zwischen-autonomieversprechen-und-fremdbestimmung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 09:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.soziologiekongress.de/?p=1206</guid>
		<description><![CDATA[Am Freitag, 07.10.11 von 19-21 Uhr Raum A 151 Studentische Magazine, Tagungen und Forschungsgruppen – in den letzten Jahren scheinen (quasi) wissenschaftliche Vorhaben aus studentischer Initiative ein erstaunliches Ausmaß angenommen zu haben. Es wirkt, als wäre es heute wichtig, bereits während des Studiums die individuelle Profilbildung durch Projekte neben dem Studium voranzutreiben, um den späteren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, 07.10.11 von 19-21 Uhr Raum A 151</p>
<p>Studentische Magazine, Tagungen und Forschungsgruppen – in den letzten Jahren scheinen (quasi) wissenschaftliche Vorhaben aus studentischer Initiative ein erstaunliches Ausmaß angenommen zu haben. Es wirkt, als wäre es heute wichtig, bereits während des Studiums die individuelle Profilbildung durch Projekte neben dem Studium voranzutreiben, um den späteren (Wissenschafts-) Karriereweg entscheidend vorzustrukturieren. Ist die oder der Studierende von heute somit vor allem ein unternehmerisches Selbst? Inwiefern unterscheidet sich studentisches Engagement heute von früher?</p>
<p>Das Phänomen der Subjektivierung ist für das Feld der Wissenschaft gut erforscht. Doch wo sind die Studierenden in Anbetracht der ambivalenten Folgen von Subjektivierung zu verorten: Profitieren sie von einem „‚Mehr’ an Subjektivität“ im Studium für ihre persönliche Berufslaufbahn oder sind sie von grenzenloser Selbstausbeutung und Fremdbestimmung betroffen? Welche Rolle spielen „Klasse“, „race“ und „Geschlecht“ bei der Wissensproduktion und der Möglichkeit, ein studentischer „Projektmensch“ zu sein?</p>
<p>Und welche Effekte hat die Subjektivierung von Studierenden auf die Herstellung von Wissen: Kommt es jenseits der hegemonialen institutionellen Wissensproduktion an den Hochschulen zu einer Pluralisierung von Wissensformen oder wird die bestehende Wissenshierarchie reproduziert und gefestigt?</p>
<p>Auf dem Podium werden vertreten sein:</p>
<p><em>Prof. Karin Lohr (HU Berlin)</em></p>
<p><em>Dr. Roland Bloch (MLU Halle)</em></p>
<p><em>Dr. Christiane Schnell (Goethe-Universität Frankfurt, angefragt)</em></p>
<p><em>N.N.</em></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2Fpodiumsdiskussion-stubjektivierung-von-studierenden-zwischen-autonomieversprechen-und-fremdbestimmung%2F&amp;title=Podiumsdiskussion%3A%20Stubjektivierung%20von%20Studierenden%20%26%238211%3B%20zwischen%20Autonomieversprechen%20und%20Fremdbestimmung" id="wpa2a_14"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BERLIN SUBVERSIV Stadtführungen</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/rahmenprogramm/berlin-subversiv-stadtfuehrungen/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/rahmenprogramm/berlin-subversiv-stadtfuehrungen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 22:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.soziologiekongress.de/?p=1174</guid>
		<description><![CDATA[Mitte –Brennpunkt der Geschichte Sonntag, 12.30-14.30 Die Stadtführung begibt sich auf die Spuren von Protest und Widerstand im Zentrum Berlins. Sie beginnt am S-Bahnhof Friedrichstraße wo der „Tränenpalast“, an die ehemaligen Grenzeinrichtungen zwischen Ost und West erinnert. Es geht weiter zur Humboldt Universität, wo einst schon Karl Marx und Heinrich Heine studierten und vor deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mitte –Brennpunkt der Geschichte</h4>
<p><strong>Sonntag, 12.30-14.30</strong></p>
<p>Die Stadtführung begibt sich auf die Spuren von Protest und Widerstand im Zentrum Berlins. Sie beginnt am S-Bahnhof Friedrichstraße wo der „Tränenpalast“, an die ehemaligen Grenzeinrichtungen zwischen Ost und West erinnert. Es geht weiter zur Humboldt Universität, wo einst schon Karl Marx und Heinrich Heine studierten und vor deren Haustür sich einige der tragischsten und erhebendsten Momente der deutschen Geschichte abspielten, von der Revolution 1918, über die Bücherverbrennung der Nazis bis zur Revolution 1989 in der DDR.  Endpunkt sind der Fernsehturm (der nicht Alex heißt) und der Alexanderplatz (der Alex heißt).</p>
<p><em>Treffpunkt: S-Bahnhof Friedrichstraße, Platz nördlicher Ausgang, Treppen vor dem Jeansgeschäft</em></p>
<p><em>Gebühr: 3€ p.P.</em></p>
<p><em>Bitte vorher am Info-Point anmelden!</em></p>
<h4>Prenzlauer Berg – Vom Dissidentenhügel zu “Pregnancy Hill”</h4>
<p><strong>Sonntag, 15.30-17.30</strong></p>
<p>Was als Arbeiterstadtteil mit dunklen Hinterhöfen begann, wurde zu DDR Zeiten ein nie ganz zu kontrollierender Dissidentenbezirk. 1989 war er eines der Zentren der Demokratie-Bewegung. Weltberühmt wurde er in den 90er Jahren, weil er die Freiheit des “wilden Ostens” verkörperte. Heute ist er eine der besten Adressen der Stadt und gilt als Hochburg von Schwaben und “Latte-Macchiato-Muttis”. Was bleibt übrig vom Mythos Prenzlauer Berg? Die Stadttour bietet einen Gang durch die Epochen -von Käthe Kollwitz´ engagierter Kunst zum kreativen Prekariat, von Kindersterblichkeit zu Kinderyoga, von Mietskasernen zu Townhouses.</p>
<p><em>Treff- und Endpunkt: Senefelder Platz, U2 Ausgang Saarbrücker Straße</em></p>
<p><em>Gebühr: 3€ p.P.</em></p>
<p><em>Bitte vorher am Info-Point anmelden!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Win Windisch</em></strong>, Berliner Student der Philosophie, Politik und Soziologie, bietet seit 3 Jahren alternative Stadtführungen vornehmlich für Studierende. Dabei bietet er einen Einblick in Spuren von Protest und Widerstand in der Stadt Berlin. Nähere Infos zu BERLIN SUBVERSIV gibt es <a href="http://www.berlin-subversiv.de/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><a href="http://www.berlin-subversiv.de/start.jpg"><img class="alignleft" title="BERLIN SUBVERSIV" src="http://www.berlin-subversiv.de/start.jpg" alt="" width="420" height="360" /></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Frahmenprogramm%2Fberlin-subversiv-stadtfuehrungen%2F&amp;title=BERLIN%20SUBVERSIV%20Stadtf%C3%BChrungen" id="wpa2a_16"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Fokusgruppendiskussionen: Komplexe neue digitale Welt</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/rahmenprogramm/fokusgruppendiskussionen-komplexe-neue-digitale-welt/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 09:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstagnachmittag stehen viele Veranstaltungen unter dem Motto &#8221;Komplexe neue digitale Welt&#8221;. Von 15:30 &#8211; 17:00 Uhr findet eine Fokusgruppen-Phase statt, in der es gilt, sich mit anderen TeilnehmerInnen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen zu vernetzen und auszutauschen, sowie Kontakte für eine weitere Zusammenarbeit und fortdauernden Erfahrungsaustausch zu sammeln. Dabei werden verschiedene sozialwissenschaftliche Interessenlagen als thematische [...]]]></description>
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<p id="internal-source-marker_0.6219632583670318" dir="ltr">Am Samstagnachmittag stehen viele Veranstaltungen unter dem Motto &#8221;Komplexe neue digitale Welt&#8221;. Von 15:30 &#8211; 17:00 Uhr findet eine Fokusgruppen-Phase statt, in der es gilt, sich mit anderen TeilnehmerInnen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen zu vernetzen und auszutauschen, sowie Kontakte für eine weitere Zusammenarbeit und fortdauernden Erfahrungsaustausch zu sammeln.</p>
<p dir="ltr">Dabei werden verschiedene sozialwissenschaftliche Interessenlagen als thematische Gruppen abgebildet und räumlich aufgeteilt. Ein (meta-)thematischer Roter Faden wird sich dabei durch die Diskussionen ziehen: Zeitdiagnostischer Ausgangspunkt ist die zunehmende Komplexität der Welt durch einen grundlegenden Wandel der Medien und deren Nutzungspraktiken (Stichwort: Digitale Gesellschaft, Soziale Medien und Web 2.0). Die jeweiligen individuellen Interessenlagen sollen aus der Perspektive dieser Zeitdiagnose moderiert vorgestellt und anschließend diskutiert werden. Mögliche Anknüpfungspunkte für weitere gemeinsame Forschungsgruppen werden dabei offengelegt und so ein Grundstein für überregional vernetzte (studentische) Forschung gesetzt. Ergebnisse, Fragen und Kritik aus dieser leitfaden-geführten Gruppendiskussionsphase werden anschließend von einem vorher festgelegten “Experten” auf einer Podiumsdiskussion zum Thema “Komplexe neue digitale Welt” vorgestellt und Standpunkte aus den jeweiligen Gruppen vertreten. Die Podiumsdiskussion findet von 17-18 Uhr im großen Hörsaal statt.</p>
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<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Frahmenprogramm%2Ffokusgruppendiskussionen-komplexe-neue-digitale-welt%2F&amp;title=Fokusgruppendiskussionen%3A%20Komplexe%20neue%20digitale%20Welt" id="wpa2a_18"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Onlinejournalismus @ e-politik.de &#8211; die Redaktion informiert</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 08:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag 7. Oktober, 16-18 Uhr Mit Redaktionen in ganz Deutschland bietet e-politik.de journalistisch ambitionierten und gesellschaftlich interessierten Studierenden die Gelegenheit, online-tauglich schreiben zu lernen und selbstgewählte Inhalte zu publizieren. Im Rahmen des studentischen Soziologiekongresses geben Mitglieder der Berliner Redaktion Einblick in die Arbeit des Onlinemagazins für Politik und Gesellschaft. Wer erfahren möchte, wie man Inhalte via soziale [...]]]></description>
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<div dir="ltr">Freitag 7. Oktober, 16-18 Uhr</div>
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<div dir="ltr"><a href="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2011/04/e-politik_logo_de.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1136" title="e-politik_logo_de" src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2011/04/e-politik_logo_de-300x81.jpg" alt="E-Politik Logo" width="300" height="81" /></a>Mit Redaktionen in ganz Deutschland bietet <a href="http://e-politik.de/" target="_blank">e-politik.de</a> journalistisch ambitionierten und gesellschaftlich interessierten Studierenden die Gelegenheit, online-tauglich schreiben zu lernen und selbstgewählte Inhalte zu publizieren. Im Rahmen des studentischen Soziologiekongresses geben Mitglieder der Berliner Redaktion Einblick in die Arbeit des Onlinemagazins für Politik und Gesellschaft. Wer erfahren möchte, wie man Inhalte via soziale Netzwerke publik macht oder mit Online-Medien politische Bildung betreibt, ist hier gut aufgehoben. Angehende Online-Journalisten oder Buch-Rezensenten sind nicht nur zur Diskussion, sondern auch als künftige Autorinnen herzlich willkommen.</div>
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<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Frahmenprogramm%2Fonlinejournalismus-e-politik-de-die-redaktion-informiert%2F&amp;title=Onlinejournalismus%20%40%20e-politik.de%20%26%238211%3B%20die%20Redaktion%20informiert" id="wpa2a_20"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Forumtheater rabenschwarz: Gesellschaftswandel durch Theater</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/allgemein/forumtheater-rabenschwarz-gesellschaftswandel-durch-theater/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 08:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag von 15:30-18:00 Uhr, Treffpunkt Infostand Forumtheater ist eine alternative, praktische Möglichkeit, gesellschaftliche Konflikte gewaltfrei und kreativ zu bearbeiten. Es handelt sich um eine partizipatorische Theaterform, die ursprünglich in Lateinamerika entwickelt wurde und in allen Teilen der Welt Anwendung findet. Das Grundprinzip von Forumtheater ist die Auflösung der Trennung zwischen Zuschauer und Schauspieler in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag von 15:30-18:00 Uhr, Treffpunkt Infostand</p>
<p>Forumtheater ist eine alternative, praktische Möglichkeit, gesellschaftliche Konflikte gewaltfrei und kreativ zu bearbeiten. Es handelt sich um eine partizipatorische Theaterform, die ursprünglich in Lateinamerika entwickelt wurde und in allen Teilen der Welt Anwendung findet. Das Grundprinzip von Forumtheater ist die Auflösung der Trennung zwischen Zuschauer und Schauspieler in der Entwicklung eines sog. &#8220;Zuschauspielers&#8221; (spect-actor). Das Publikum wird aufgefordert, in eine bis zum Krisenpunkt dargestellte Szene zu intervenieren und mit Hilfe einer Improvisation einen alternativen Konfliktverlauf zu entwickeln. Die dargestellte Szene zeigt einen Ausschnitt aus dem akademischen Alltag und greift gleichzeitig einen politischen Schwerpunkt von<br />
rabenschwarz auf.<br />
Die Berliner Forumtheatergruppe rabenschwarz besteht seit 2001 und beschäftigt sich mit den Problemen der gesellschaftlichen Diskriminierung und Rassismus, ausgehend von Erfahrungen hier lebender Flüchtlinge. Mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten versuchen wir, Handlungsspielräume im täglichen Leben zu erweitern und Impulse für eine konstruktive Konfliktbearbeitung zu finden. Theater ist für uns gleichzeitig eine kulturelle und politische Arbeit.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2Fforumtheater-rabenschwarz-gesellschaftswandel-durch-theater%2F&amp;title=Forumtheater%20rabenschwarz%3A%20Gesellschaftswandel%20durch%20Theater" id="wpa2a_22"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Kongress hat begonnen!</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/infos/anmeldung-und-unkostenbeitrag/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/infos/anmeldung-und-unkostenbeitrag/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 12:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Kongress]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Der Kongress hat begonnen! Bei der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag sprachen: Martina Löw (DGS), Karin Lohr (HU Berlin), Werner Rammert (TU Berlin). Manfred Füllsack (Uni Wien) hielt den Eröffnungsvortrag. Das Programmheft gibt es hier zum Download: Programmheft_SSK Der Twitter Hashtag für den Kongress lautet #sozkong. Die online Anmeldung zum 3. Studentischen Soziologiekongress ist abgeschlossen. Registrierungen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2011/07/jetztanmelden.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1163" title="jetztanmelden" src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2011/07/jetztanmelden.png" alt="" width="300" height="182" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Kongress hat begonnen! Bei der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag sprachen: Martina Löw (DGS), Karin Lohr (HU Berlin), Werner Rammert (TU Berlin). Manfred Füllsack (Uni Wien) hielt den Eröffnungsvortrag.</p>
<p>Das Programmheft gibt es hier zum Download: <a href="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2011/10/Programmheft_SSK.pdf">Programmheft_SSK</a></p>
<p>Der Twitter Hashtag für den Kongress lautet #sozkong.</p>
<p>Die online Anmeldung zum 3. Studentischen Soziologiekongress ist abgeschlossen. Registrierungen sind nun nur noch vor Ort beim Check-In Schalter für Barzahlungen möglich.</p>
<p>In Zweifelsfällen beantwortet dir das Kongressteam unter 0177-6202521 alle möglichen Fragen!</p>
<p>Der Check-In ist täglich ab 09:00 Uhr möglich. Angemeldete und registrierte TeilnehmerInnen melden sich bitte bei den alphabetisch sortierten Schaltern, ReferentInnen, AusstellerInnen und Barzahler melden sich bitte beim extra Check-In.</p>
<p>Nähere Infos zum Kongressablauf findest Du im <a title="Gesamtprogramm" href="http://www.soziologiekongress.de/gesamtprogramm/">Kongressprogramm</a> und unter <a title="Kongressinfos" href="http://www.soziologiekongress.de/kongressinfos/">Kongressinfos</a>, einige häufig gestellte Fragen beantworten wir Dir auch unter <a href="/faq/">FAQ</a>.</p>
<p>Die Teilnahme am Soziologiekongress soll für alle möglich und bezahlbar sein, daher halten wir die Kosten so gering wie möglich und erheben lediglich einen kleinen Unkostenbeitrag in Höhe von 10 Euro.<br />
Natürlich dürfen auch Nicht-Soziologinnen und Soziologen am Kongress teilnehmen. Unabhängig ob Student/in, Professor/in, WiMi, Dr&#8230; der Status ist uns völlig egal, uns geht es um einen schönen Kongress, der inspiriert, interessiert und austauschende Kommunikation schafft! Da ist jede/r herzlich Willkommen!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Finfos%2Fanmeldung-und-unkostenbeitrag%2F&amp;title=Der%20Kongress%20hat%20begonnen%21" id="wpa2a_24"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ehrenamtliches Engagement unter Studierenden. Ein spieltheoretischer Versuch.</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/jugend-panels/ehrenamtliches-engagement-unter-studierenden-ein-spieltheoretischer-versuch-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 13:21:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Power</dc:creator>
				<category><![CDATA[Szene, Kunst und ehrenamtliches Engagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Freiwilliges Engagement ist ein wichtiges und vielbeachtetes Thema, sowohl aus Sicht der Politik, als auch aus Sicht der Sozialwissenschaften. Vorherrschende Erklärungsversuche im deutschsprachigen Raum kommen aus der Forschung zum Dritten Sektor und aus der Theorie reflexiver Modernisierung. Ein alternativer, ein wenig in den Hintergrund gerückter Ansatz soll in diesem Beitrag vorgestellt und anhand empirischer Beispiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiwilliges Engagement ist ein wichtiges und vielbeachtetes Thema, sowohl aus Sicht der Politik, als auch aus Sicht der Sozialwissenschaften. Vorherrschende Erklärungsversuche im deutschsprachigen Raum kommen aus der Forschung zum Dritten Sektor und aus der Theorie reflexiver Modernisierung. Ein alternativer, ein wenig in den Hintergrund gerückter Ansatz soll in diesem Beitrag vorgestellt und anhand empirischer Beispiele diskutiert werden: das spieltheoretische Modell des sozialen Dilemmas, speziell das „Freiwilligendilemma“ nach Andreas Diekmann (1985).</p>
<p><strong>von Maxime Pedrotti</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-1139"></span><br />
<strong>Aktualität und Bedeutung der Freiwilligenarbeit</strong><br />
Freiwilliges Engagement ist ein wichtiges und vielbeachtetes Thema, sowohl aus Sicht der Politik, als auch aus Sicht der Sozialwissenschaften. Städte, Kommunen, Bundesländer schreiben Wettbewerbe und Fördermittel aus und feiern in Pressekonferenzen ehrenamtlich engagierte in ihren Regierungsbereichen – die Aktion „München dankt!“ der bayerischen Landeshauptstadt, der landesweite Wettbewerb „Echt gut!“ in Baden-Württemberg und die sächsische „Ehrenamtskarte“ sind nur drei Beispiele, die sich in allen Bundesländern auf allen politischen Ebenen vielfach wiederfinden. Die Europäische Union hat das Jahr 2011 zum „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ erklärt und will mit europaweiten Aktionen und Medienkampagnen einerseits engagierte Bürger für ihre Tätigkeiten würdigen, andererseits für mehr Engagement unter EU-Bürgern werben. Parallel zur politischen Aufmerksamkeit (keineswegs jedoch unabhängig davon) ist auch im Bereich der Sozialwissenschaften das Interesse an ehrenamtlichem/freiwilligem/bürgerschaftlichem Engagement in den letzten 20-30 Jahren deutlich angestiegen. Seit 1999 erhebt das Forschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag der Bundesregierung freiwilliges Engagement in Deutschland im Rahmen der „Freiwilligensurveys“. Fragen zu unbezahlten Aktivitäten auf freiwilliger Basis sind bereits seit Jahren Teil der größeren Bevölkerungsstudien ALLBUS und SOEP, sozialwissenschaftliche (insbesondere soziologische) Studien zu den Themen Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, bürgerschaftliches Engagement finden sich viele – eines der größten Projekte stellt das „Johns Hopkins Cooperative Nonprofit Sector Project“ dar, das als internationales, interkulturelles und interdisziplinäres Forschungsprojekt zu Non-Profit-Organisationen angelegt ist.<br />
<br />
<strong>Vorherrschende Perspektiven: Zweite Moderne und Dritter Sektor</strong><br />
Ein Blick in die Vielfalt wissenschaftlicher Publikationen liefert zwei vorherrschende theoretische Perspektiven, die im Großen ähnliche Ansätze vertreten, sich im Detail jedoch an der einen oder anderen Stelle unterscheiden: Die eine – wahrscheinlich bekannteste – geht auf Ulrich Becks Modernisierungstheorie zurück, die andere entstammt der neo-institutionalistischen Tradition und lässt sich zusammenfassen als Forschung zum „Dritten Sektor“. Nach Beck befinden wir uns in einer Weiterführung der klassischen Moderne – in einer Zeit der „Zweiten Moderne“, die gekennzeichnet ist durch einen Prozess reflexiver Modernisierung (vgl. Beck et al., 2001). Im Zuge dieses Prozesses stehen traditionelle Institutionen gesellschaftlichen Zusammenhalts vor der Herausforderung, dass sie den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Problemen in ihrer bisherigen Form nicht mehr vollständig gewachsen sind, was eine Weiterentwicklung und das Hervorbringen neuer Formen und Mittel gesellschaftlichen Zusammenhalts erfordert. Dies drückt sich z.B. in Analysen aus, die bürgerschaftlichem Engagement, „Bürgerarbeit“ oder „Eigenarbeit“ eine Einordnung neben der klassischen Erwerbsarbeit im Rahmen einer „Krise der Arbeitsgesellschaft“ zuschreiben (vgl. Mutz und Kühnlein, 2001). Eine ähnliche Perspektive bietet die Idee des „Dritten Sektors“ als mögliche Beschreibung aktueller Entwicklungen (vgl. z.B. Salamon und Anheier, 1997). Dieses Konzept verankert (vereinfacht ausgedrückt) Non-Profit-Organisationen als eine Art Meso-Ebene zwischen den Makro-Institutionen Staatsapparat und Wirtschaftsunternehmen und den Mikro-Institutionen private Haushalte und Individuen. NPOs erfüllen hierbei insbesondere durch freiwillige Mitarbeit ehrenamtlich Engagierter gesellschaftliche Funktionen, die vom Staat und der Wirtschaft nicht bewerkstelligt werden können.<br />
<br />
<strong>Die Alternative: Spieltheorie, Freiwilligendilemma</strong><br />
Die beiden oben aufgeführten theoretischen „Frameworks“ eignen sich zwar, aus Makroperspektive gesellschaftliche Entwicklungen zu beschreiben (oder der politisch motivierten Forschung zumindest den Anschein zu geben, auf Basis eines theoretischen Konzepts zu stehen), tragen meiner Ansicht nach jedoch nicht ausreichend zur wissenschaftlichen Erklärung des Phänomens Freiwilligenarbeit bei. Aus diesem Grund möchte ich einen alternativen, leicht in den Hintergrund getretenen Ansatz zur Diskussion stellen: das spieltheoretische Modell des sozialen Dilemmas. Mit Hilfe eines Modells rationaler Wahl lassen sich meiner Ansicht nach Theorien im Sinne sozialwissenschaftlicher Erklärungen formulieren, die ein besseres Verständnis der Freiwilligentätigkeiten ermöglichen. Im Rahmen des 3. Studentischen Soziologiekongresses würde ich gerne zwei Spielvarianten vorstellen und diese Forschungsperspektive mit den Besuchern diskutieren. Zentraler theoretischer Hintergrund ist neben allgemeiner Rational-Choice- und Spieltheorie das Konzept des „Freiwilligendilemmas“ (bzw. „Volunteer&#8217;s Dilemma“), das Andreas Diekmann bereits 1985 erstmals formal beschreibt (Diekmann, 1985). Seine Bezugspunkte sind zum einen soziale Dilemmata im Sinne der Spieltheorie nach Robyn M. Dawes (Dawes, 1980), zum anderen die sozialpsychologischen Experimente John M. Darley und Bibb Latané aus den 1960er Jahren (vgl. Darley und Latané, 1968a und Darley und Latané, 1968b).<br />
<br />
<strong>Der Vortrag: sozialwissenschaftliche Erklärung ehrenamtlichen Engagements anhand empirischer Beispiele</strong><br />
Das Freiwilligendilemma soll anhand zweier empirischer Beispiele diskutiert werden: Zunächst untersuche ich die Boykott-Aktionen im Rahmen studentischer Proteste gegen Studiengebühren aus spieltheoretischer Perspektive. Anschließend will ich der Frage nachgehen, wie Studentinnen und Studenten bei der Entscheidung für oder gegen ehrenamtliches Engagement beeinflusst werden, und berichte von den Ergebnissen meiner Diplomarbeit zum Thema „Ehrenamt im Studium“, die aktuell noch in Bearbeitung ist und bis Juli 2011 fertiggestellt sein wird. Mein Beitrag soll sich grob wie folgt gliedern: Nach einer kurzen Einführung in den theoretischen Hintergrund der Spieltheorie, des sozialen Dilemmas und des Freiwilligendilemmas sollen die Beispiele mithilfe des theoretischen Modells anhand empirischer Daten analysiert werden. Im Anschluss an den Vortrag möchte ich die theoretische Perspektive und die genannten Beispiele mit dem Plenum diskutieren und insbesondere der Frage nachgehen, inwieweit sich Konzepte der Spieltheorie als Instrumente zur sozialwissenschaftlichen Erklärung freiwilligen Engagements eignen – um insgesamt hoffentlich einen weiteren Zugang zum Forschungsfeld des freiwilligen Engagements zu eröffnen.</p>
<p>
<small>Maxime Pedrotti, geboren 1984 in München, studiert seit 2004 Soziologie, Sozialpsychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Diplomarbeit zum Thema „Ehrenamt im Studium“ hat er im August 2011 fertiggestellt.</small><br />
<br />
<strong>Literatur</strong></p>
<p>Beck, Ulrich, Wolfgang Bonÿ und Christoph Lau, 2001: Theorie reexiver Modernisierung &#8211; Fragestellungen, Hypothesen, Forschungsprogramme. S. 11-59 in: Ulrich Beck und Wolfgang Bonß (Hg.), Die Modernisierung der Moderne. Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft. Bd. 1508. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<br />
<br />
Darley, John M., und Bibb Latané, 1968a: Bystander Intervention in Emergencies: Diffusion of Responsibility. Journal of Personality &#038; Social Psychology 8 (4): 377-383.<br />
<br />
Darley, John M., und Bibb Latané, 1968b: Group Inhibition of Bystander Intervention in Emergencies. Journal of Personality &#038; Social Psychology 10 (3): 215-221.<br />
<br />
Dawes, Robyn M., 1980: Social Dilemmas. Annual Review of Psychology 31: 169-193.<br />
<br />
Diekmann, Andreas, 1985: Volunteer&#8217;s Dilemma. Journal of Conict Resolution 29 (4): 605-610.<br />
<br />
Mutz, Gerd, und Irene Kühnlein, 2001: Erwerbsarbeit, bürgerschaftliches Engagement und Eigenarbeit &#8211; Auf dem Weg in eine neue Arbeitsgesellschaft? S. 191-202 in: Ulrich Beck und Wolfgang Bonÿ (Hg.), Die Modernisierung der Moderne. Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft. Bd. 1508. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<br />
<br />
Salamon, Lester M., und Helmut K. Anheier, 1997: Der Nonprot-Sektor: Ein theoretischer Versuch. S. 211-246 in: Helmut K. Anheier, Eckhard Priller, Wolfgang Seibel und Annette Zimmer (Hg.), Der dritte Sektor in Deutschland. Berlin: Ed. Sigma.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fjugend-panels%2Fehrenamtliches-engagement-unter-studierenden-ein-spieltheoretischer-versuch-2%2F&amp;title=Ehrenamtliches%20Engagement%20unter%20Studierenden.%20Ein%20spieltheoretischer%20Versuch." id="wpa2a_26"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ModeratorInnen und PodiumsdiskussionsteilnehmerInnen gesucht</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/moderatorinnen-und-podiumsdiskussionsteilnehmerinnen-gesucht/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 14:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Team]]></category>
		<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Soziologiekongress-Teilnehmende und -freunde, liebe Community, wir suchen suchen für den Veranstaltungsblock &#8220;Komplexe neue digitale Welt&#8221; am Kongress-Samstag (von 15:30-17:00 Uhr) noch ModeratorInnen für Gruppendiskussionen und Expert/innen für eine Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Internet und Gesellschaft&#8221;. Am Samstagnachmittag stehen viele Veranstaltungen unter dem Motto &#8220;Komplexe neue digitale Welt&#8221;. Darin findet eine Fokusgruppen-Phase statt, in der es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Soziologiekongress-Teilnehmende und -freunde, liebe Community,<br />
wir suchen suchen für den Veranstaltungsblock &#8220;Komplexe neue digitale Welt&#8221; am Kongress-Samstag (von 15:30-17:00 Uhr) noch ModeratorInnen für Gruppendiskussionen und Expert/innen für eine Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Internet und Gesellschaft&#8221;.<br />
<span id="more-1131"></span><br />
Am Samstagnachmittag stehen viele Veranstaltungen unter dem Motto &#8220;Komplexe neue digitale Welt&#8221;. Darin findet eine Fokusgruppen-Phase statt, in der es gilt, sich mit anderen TeilnehmerInnen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen zu vernetzen und auszutauschen, sowie Kontakte für eine weitere Zusammenarbeit und fortdauernden Erfahrungsaustausch zu sammeln.<br />
Dabei werden verschiedene sozialwissenschaftliche Interessenlagen als thematische Gruppen abgebildet und räumlich aufgeteilt.<br />
Ein (meta-)thematischer Roter Faden wird sich dabei durch die Diskussionen ziehen: Zeitdiagnostischer Ausgangspunkt ist die zunehmende Komplexität der Welt durch einen grundlegenden Wandel der Medien und deren Nutzungspraktiken (Stichwort: Digitale Gesellschaft, Soziale Medien und Web 2.0). Die jeweiligen individuellen Interessenlagen sollen aus der Perspektive dieser Zeitdiagnose moderiert vorgestellt und anschließend diskutiert werden. Mögliche Anknüpfungspunkte für weitere gemeinsame Forschungsgruppen werden dabei offengelegt und so ein Grundstein für überregional vernetzte (studentische) Forschung gesetzt.<br />
Wir schlagen für die einzelnen Gruppen folgende Themenfelder mit jeweils einigen Diskussionsansätzen vor:<br />
<strong>Politik</strong><br />
Wie beeinflussen neue technische Möglichkeiten Entscheidungsfindungsprozesse in Demokratien? Welche Rolle spielen soziale Medien im sogenannten Arabischen Frühling?<br />
Welche Formen der Partizipation am politischen Prozess ist durch digitale Medien denkbar?<br />
Verändern die sich wandelnden Medienrezeptions- und -produktionsformen gar das Verständnis von Politik? Wie reagieren die herrschenden Eliten auf Demokratisierungstendenzen durch digitale Medien?<br />
<strong>Alltag</strong><br />
Welche Rolle nehmen technische Geräte in unser aller täglichem Leben ein, wie verändert sich das Soziale durch die Omnipräsenz von Smartphones und Internet? Welche Implikationen hat verstärkte Digitalität für die Gesundheit? Wie sind digitale Medien in den realen Raum einer Stadt eingebunden? Lassen sich anhand von Mediennutzung Subjektivierungstendenzen in der Gesellschaft ausmachen?<br />
<strong>Ökonomie</strong><br />
Sorgt die digitale Wende eher für eine De- oder eine Zentralisierung wichtiger wirtschaftlicher Akteure? Welches sind die ökonomischen Bedingungen des digitalen Zeitalters? Was bedeuten neue Medien unter den Vorzeichen der Globalisierung für Unternehmen und Verbraucher? Wie vollzieht sich die Wertschöpfung in digitalen Welten? Wird das Geld als Tauschmittel im Internet einen Bedeutungswandel erfahren, zum Beispiel durch Bitcoins?<br />
<strong>Wissenschaft</strong><br />
Welche Bedeutung haben soziale Netzwerke für die Verbreitung und Rezeption von Wissen? Wird sich der Zugang zur Bildung durch das Internet wandeln? Kommt es zu  (De-)Professionalisierungstendenzen in der Wissenschaft durch digitale Medien und wie sind Phänomene wie das Guttenplagwiki für die Wissenschaft zu bewerten?<br />
Als ModeratorIn einer dieser Gruppen nimmst du an einem kurzen Briefing teil und bekommst einen Leitfaden zur Moderation der Gruppe mit an die Hand.<br />
Ergebnisse, Fragen und Kritik aus dieser leitfadengeführten Gruppendiskussionsphase sollen anschließend auf einer Podiumsdiskussion zum Thema “Komplexe neue digitale Welt” vorgestellt und Standpunkte aus den jeweiligen Gruppen vertreten werden.<br />
Die Podiumsdiskussion findet von 17-18 Uhr statt. Idealerweise nimmst du als ModeratorIn der Gruppe im Anschluss auch an der Podiumsdiskussion teil. Wenn du dies nicht möchtest, kannst du natürlich auch jemand anderes für die Gruppe vorschlagen.<br />
Wenn du also Interesse hast, eine dieser Gruppen zu moderieren und/oder an der Podiumsdiskussion teilzunehmen, oder wenn du jemanden kennst, der sich als Teilnehmer/in für die Podiumsdiskussion eigenen würde, melde dich bitte einfach bei <a href="mailto:richy.bretzger@soziologiekongress.de">richy.bretzger@soziologiekongress.de</a>.</p>
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		<title>Analoges Auflegen im digitalen Zeitalter</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 12:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Power</dc:creator>
				<category><![CDATA[Szene, Kunst und ehrenamtliches Engagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Innerhalb der Berliner Technoszene wird gelegentlich über Partys mit Aussagen wie „ein ausgewiesener Liebhaber der analogen Technik“ (Suicide Berlin 05.08.2011) oder gar „Vinyl März 2011“ (Berghain) informiert. Die Frage, die sich daran anschließt ist: Warum legen DJs überhaupt noch analog auf? Ist Techno nicht dadurch bekannt geworden, dass elektronisch erzeugte Klänge zu Musik gemacht wurden? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Innerhalb der Berliner Technoszene wird gelegentlich über Partys mit Aussagen wie „ein ausgewiesener Liebhaber der analogen Technik“ (Suicide Berlin 05.08.2011) oder gar „Vinyl März 2011“ (Berghain) informiert. Die Frage, die sich daran anschließt ist: Warum legen DJs überhaupt noch analog auf? Ist Techno nicht dadurch bekannt geworden, dass elektronisch erzeugte Klänge zu Musik gemacht wurden? Und ist es nicht der PC, der dies alles noch besser möglich macht?<br />
Innherhalb dieses Beitrags werden qualitative Interviews mit DJs, die sich für analoges Auflegen entschieden haben, vorgestellt. Diese Interviews werden dabei zum einen mit Hilfe des Konzepts der Technikgenerationen und zum anderen mit dem der Sozialisation  ausgewertet. </p>
<p><strong>von Maria Badke</strong></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fjugend-panels%2Fanaloges-auflegen-im-digitalen-zeitalter%2F&amp;title=Analoges%20Auflegen%20im%20digitalen%20Zeitalter" id="wpa2a_30"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Schwarze Szene wird belichtet</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 11:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Power</dc:creator>
				<category><![CDATA[Szene, Kunst und ehrenamtliches Engagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Grundlage von teilnehmenden Beobachtungen während des Musikfestivals „Wave-Gotik-Treffen“ (WGT) in Leipzig wurden öffentliche Interaktionen zwischen kostümierten Festivalteilnehmer_innen und Passant_innen untersucht, in denen diese aufeinander wechselseitig als Fotomotive und Fotografierende Bezug nahmen. In methodologischer Anlehnung an die von Barney Glaser und Anselm Strauss entwickelte Grounded Theory versuchen die Forscher_innen, beide Seiten der gegenseitigen Bezugnahme der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Grundlage von teilnehmenden Beobachtungen während des Musikfestivals „Wave-Gotik-Treffen“ (WGT) in Leipzig wurden öffentliche Interaktionen zwischen kostümierten Festivalteilnehmer_innen und Passant_innen untersucht, in denen diese aufeinander wechselseitig als Fotomotive und Fotografierende Bezug nahmen. In methodologischer Anlehnung an die von Barney Glaser und Anselm Strauss entwickelte Grounded Theory versuchen die Forscher_innen, beide Seiten der gegenseitigen Bezugnahme der Handelnden in den Blick zu bekommen: Die öffentliche Präsentation und Selbstinszenierung der großteils aufwendig kostümierten Festivalteilnehmenden für die Kamera ebenso wie das Handeln der Fotografierenden, die mit ihrer Kamera in den Händen eine ungewöhnlich direkte Form der öffentlichen Interaktion mit Fremden initiieren.<br />
<strong>von Ronja Trischler, Silvan Pollozek und Marcus Heinz</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-1109"></span><br />
Im Rahmen eines kultursoziologischen Methodenmoduls haben wir auf Grundlage von teilnehmenden Beobachtungen während des Musikfestivals „Wave-Gotik-Treffen“ (WGT) in Leipzig öffentliche Interaktionen zwischen kostümierten Festivalteilnehmern (‚Gothics’) und Nicht-Festival­teilnehmern untersucht, bei denen diese aufeinander wechselseitig als Fotomotive und Fotografierende Bezug nahmen. In methodologischer Anlehnung an die von Barney Glaser und Anselm Strauss entwickelte Grounded Theory wurden die erhobenen Daten in mehreren Schritten systematisch kodiert und die Ergebnisse in Form einer umfangreichen Hausarbeit zusammengetragen. Thesen wurden aus den Protokollen heraus hergeleitet und an eben diesen wieder geprüft; sie  stellten somit keine vorstrukturierten Annahmen dar.<br />
Die Arbeit versucht, beide Seiten der gegenseitigen Bezugnahme der Akteure in den Blick zu bekommen: Die öffentliche Präsentation und Selbstinszenierung der großteils aufwendig kostümierten Festivalteilnehmer für die Kamera ebenso wie das Handeln der Akteure, die mit ihrer Fotokamera in den Händen eine ungewöhnlich direkte Form der öffentlichen Interaktion mit Fremden initiieren. Anhand dieser Verhaltensweisen kann der spezielle Deutungsrahmen des Festivals verstanden werden, ebenso wie die ihm inhärenten dynamischen Aushandlungsprozesse aufgezeigt werden können. Sie lassen darüber hinaus auch weitere Rückschlüsse zu: zum einen auf eine alltägliche Praxis des Fotografierens mit omnipräsenten Digital- und Handy-Kameras oder auch mit für eine breitere Masse an Hobby-Fotografen erschwinglichem semiprofessionellen Equipment (z.B. digitale Spiegelreflexkameras). Zum anderen können Formen der öffentlichen Selbstinszenierung nachvollzogen werden, in deren Zuge Individuen zum Bild werden – z.B. auch in einer breiten medialen Öffentlichkeit online auf ihren Profilbildern. </p>
<p>Der konzipierte Vortrag stützt sich auf die im Rahmen des Methoden-Moduls verfasste Hausarbeit (die in Zusammenarbeit der drei Autoren entstand) und hat das Ziel, die soziale Praxis des Fotografierens auf dem WGT zu rekonstruieren. Um dies nachvollziehbar zu gestalten, sollen erstens die Rahmenbedingungen des Festivals aufgezeigt werden, die für die zu beobachtenden Interaktionen relevant sind.  Sodann werden zweitens die durch Fotokameras vermittelten Interaktionen zwischen Festivalteilnehmern und Nicht-Festivalteilnehmern untersucht: Dabei typisieren sich eben jene reziprok als Fotoobjekte und Fotografen, wodurch spezifische Handlungsmodi und Interaktionsfolgen entstehen. In diesem Zusammenhang sollen die unterschiedlichen Typen des Fotografen vorgestellt werden, ihre Zielsetzungen und Strategien, sowie ihre Probleme – etwa hinsichtlich der Initiation von Interaktion mit einem Fotoobjekt. Die Handlungsfolgen konstituieren drittens soziale Räume und Deutungsrahmen, welche auf die Definition von Situationen und weiteres Handeln wirken.</p>
<p><small>Ronja Trischler, Silvan Pollozek und Marcus Heinz studieren seit mehreren Jahren Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Hierbei liegt ein methodologischer Schwerpunkt auf den Erhebungs- und Auswertungsverfahren der qualitativen Sozialforschung. Neben mehreren empirischen Einzelprojekten  stellt der vorliegende Beitrag eine gemeinschaftliche Arbeit dar. Die Teamarbeit ist dabei eine besondere Herausforderung und ist für den gesamten Forschungsprozess und die hiermit verbundenen Ideen der Interpretationsvielfalt qualitativer Analysen konstitutiv.<br />
</small></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fjugend-panels%2Fdie-schwarze-szene-wird-belichtet%2F&amp;title=Die%20Schwarze%20Szene%20wird%20belichtet" id="wpa2a_32"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Prostitution im feministischen Diskurs</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/gender/prostitution-im-feministischen-diskurs-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 11:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlecht und Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Prostitution]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frauenbewegung ist eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen. Dass der Feminismus – im Unterschied zu vielen Darstellungen – vielschichtig, komplex und heterogen ist, zeigt Sophie Maria Ruby am Thema Prostitution. Wie wird Prostitution als soziales Phänomen im feministischen Diskurs verhandelt? Welche Interpretationen desselben werden in diesem Diskurs gegeben? Wie stehen Feminist_innen beispielsweise zu der – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frauenbewegung ist eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen. Dass der Feminismus – im Unterschied zu vielen Darstellungen – vielschichtig, komplex und heterogen ist, zeigt Sophie Maria Ruby am Thema Prostitution. Wie wird Prostitution als soziales Phänomen im feministischen Diskurs verhandelt? Welche Interpretationen desselben werden in diesem Diskurs gegeben? Wie stehen Feminist_innen beispielsweise zu der – mittlerweile in den Medien hegemonialen – Sichtweise auf Prostitution als „normaler Beruf“? Bricht Prostitution das Patriarchat auf oder perpetuiert sie es? Wie soll aus Sicht von Feminist_innen die Gesetzgebung zu Prostitution gestaltet werden? Im Vortrag werden Deutungsangebote des Diskurses zu diesen Fragen vorgestellt. Die Autorin und Vortragende freut sich auf eine lebhafte Diskussion im Anschluss.<br />
<span id="more-1114"></span></p>
<p><strong>von Sophie Maria Ruby</strong></p>
<p>Die Frauenbewegung ist eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen, insbesondere der letzten vier Jahrzehnte. Im öffentlichen und auch im wissenschaftlichen Diskurs wird Feminismus meist als etwas homogenes dargestellt. Dass der Feminismus jedoch vielschichtig, komplex und heterogen ist, zeigt diese Arbeit am Thema Prostitution. Wie wird Prostitution als soziales Phänomen im feministischen Diskurs verhandelt? Welche Interpretationen desselben werden in diesem Diskurs gegeben? Diesen Fragen geht die Bachelorarbeit in der Perspektive der Diskursanalyse nach. Zunächst wird dazu die Pluralität des Feminismus überblicksartig dargestellt, wobei in der Beschreibung der Heterogenität des feministischen Diskurses in der Thematik, den Perspektiven, Herangehensweisen und Positionierungen auch das den Feminismen „gemeinsame Band“ (Becker-Schmidt/Knapp 2007:7) im Blick behalten wird. Anschließend daran erfolgt die methodische Grundlegung. Zurückgegriffen wird hierbei auf den Diskursbegriff Foucaults. Mittels der Verknüpfung des Foucault‘schen Diskursbegriffs mit dem Konzept Rahmen von Gerhards sowie demjenigen der Trennung von Deutungsangeboten und Deutungsvorgaben von Schwab-Trapp wird das begriffliche Instrumentarium aufgebaut. Mit diesem wird in den folgenden Kapiteln der feministische Diskurs zu Prostitution betrachtet, wobei eine umfangreiche Literaturbasis bearbeitet wird. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, auf welche Art und Weise die AkteurInnen im Diskurs miteinander verhandeln. Wie wird der Diskurs verknappt, wie werden Deutungsangebote zu Deutungsvorgaben institutionalisiert, welche Strategien werden in den diskursiven Verhandlungen von den AkteurInnen eingesetzt? Die Kapitel zwei, drei und vier stellen die Inhalte der diskursiven Verhandlungen dar. Dabei werden mittels der Methodik, die zuvor aufgebaut wurde, induktiv drei Rahmen identifiziert: Beruf, Patriarchat und Gesetzgebung. Innerhalb dieser Rahmen geben die AkteurInnen des Diskurses unterschiedliche Deutungsangebote; diese werden induktiv identifiziert und in idealtypischer Form dargestellt. Im Rahmen Beruf werden getrennt zwei Felder von Deutungsangeboten betrachtet: Vier Deutungsangebote zur Normalisierung der Prostitution als Beruf beziehungsweise Abgrenzung hiervon und drei Deutungsangebote zur Prostitution als Verdienstmöglichkeit. Im Rahmen Patriarchat werden in einem Feld Deutungsangebote zur Frage gegeben, inwieweit die Prostitution das Patriarchat perpetuiert oder aufbricht. Identifiziert werden hierzu im Diskurs vier Deutungsangebote. In einem zweiten finden sich vier Deutungsangebote zu Freiwilligkeit versus Zwang. Die Darstellung der diskursiven Verhandlungen in diesen Rahmen ist der Schwerpunkt der Arbeit. Gefolgt wird sie von der Betrachtung des kollektiven Sprechens im Rahmen Gesetzgebung. Es zeigt sich eine starke und tiefgehende Heterogenität der Interpretationen des sozialen Phänomens Prostitution im feministischen Diskurs. Abschließend werden im Fazit, nach einer zusammenfassenden Darstellung der Ergebnisse, diese rückbezogen auf die zu Anfang dargestellte Heterogenität des feministischen Diskurses. Geschlossen wird die Bachelorarbeit mit Fragen zur ‚Wurzel‘ der Heterogenität, der je zugrunde liegenden Definition von ‚feministisch‘, die mit ihren politischen Implikationen die Ebene der Diskursanalyse verlassen und auf die Position der Autorin verweisen.</p>
<p><strong>Sophie Maria Ruby</strong>,studiert seit 2007 Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung. Ihre Bachelorarbeit „Prostitution im feministischen Diskurs“ wurde mit dem Marianne-Menzzer-Preis ausgezeichnet. Neben ihrem Masterstudium ist sie derzeit als SHK am SFB 804 tätig sowie außeruniversitär feministisch engagiert.</p>
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		<title>Kunst, Transformation und Handlungspotential in der Theorie Pierre Bourdieus &#8211; Möglichkeiten der Veränderung am Beispiel des künstlerischen Feldes</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 10:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Power</dc:creator>
				<category><![CDATA[Szene, Kunst und ehrenamtliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Kultursoziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgehend von Bourdieus Gesellschaftskonzept soll der Frage nachgegangen werden, wie der Zusammenhang zwischen Handlung und Struktur in Bezug auf die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse gedacht werden kann. Wesentlich ist hierbei die Ebene der Bedeutung. Betrachtet wird das künstlerische Feld. Dieses ist insofern beachtenswert, als es nicht nur seine feldinterne Logik aufweist, sondern die (zumindest zeitweise) Ablehnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgehend von Bourdieus Gesellschaftskonzept soll der Frage nachgegangen werden, wie der Zusammenhang zwischen Handlung und Struktur in Bezug auf die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse gedacht werden kann. Wesentlich ist hierbei die Ebene der Bedeutung. Betrachtet wird das künstlerische Feld. Dieses ist insofern beachtenswert, als es nicht nur seine feldinterne Logik aufweist, sondern die (zumindest zeitweise) Ablehnung der Logiken anderer Felder, konkret jener des ökonomischen Feldes, konstituierender Bestandteil ist. Gleichzeitig hat das (eigenständige) Subjekt eine große Bedeutung. Wie funktioniert unter diesen Voraussetzungen – nämlich unter der Erwartungshaltung unabhängiger Handlung – Veränderung. Was bedeuten Kämpfe um Legitimation im künstlerischen Feld, welchen Handlungsspielraum eröffnet der Raum der Möglichkeiten, und wie können Wahrnehmungs-, Interpretations-, und Bedeutungsstrukturen gedacht werden? „Exit through the Giftshop“ (Banksy, 2010) zeigt den Aufstieg einer Figur im künstlerischen Feld.</p>
<p><strong>von Alice Neusiedler</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-1075"></span>Die Frage nach Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse ist zentral in der Auseinandersetzung mit Gesellschaften. In diesem Zusammenhang ist die Verknüpfung von struktureller Ebene und Handlung wesentlich. Gleichzeitig stellt die Ebene der Bedeutung(sstrukturen) ein wesentliches Merkmal dar in Bezug auf das Begreifen von Gesellschaft. Ausgehend von diesen beiden Überlegungen sollen anhand der Theorie Bourdieus Prozesse gesellschaftlicher Veränderung analysiert werden.</p>
<p>Bourdieu wird in der Kritik oftmals mit dem Vorwurf einer deterministisch-strukturalistischen Gesellschaftskonzeption bedacht. Diese Interpretation trifft allerdings das Potential seines Verständnisses von Struktur nur bedingt und übersieht dabei einen wesentlichen Aspekt seiner Theorie: die Möglichkeiten von Transfomation. Bourdieus Fokus liegt auf stabilisierenden Faktoren, wodurch es möglich wird die Trägheit gesellschaftlicher Strukturen zu erfassen, dennoch gibt es Veränderung. Zum einen ist Transformation als grundlegende Eigenschaft von Struktur immer vorhanden, zum anderen öffnet es Handlungspotential für agents.</p>
<p>Darüber hinaus bringt Bourdieu Handeln und Struktur zusammen, und zwar in einer Weise, die über eine strukturalistische Perspektive hinausgeht, welche Handeln als der Struktur untergeordnetes, unmittelbar aus dieser erklärbares Moment begreift. Gleichzeitig werden auch Theorien als zu kurz greifend enttarnt, die eine freie Wahl des Handelns unterstellen, und Strukturen im besten Fall als potentielle Einflussfaktoren für rationale, zielgerichtete Entscheidungen mitdenken, ebenso wie Rational-Choice-Theorien, die bewusste Entscheidungen von Individuen als Grundlage des Handelns annehmen.</p>
<p>Diese Verschränktkeit des Handelns mit der Stuktur führt zur Frage, die hier im Zenrum stehen soll, nämlich wo und wie Veränderung passieren kann und damit auch nach seinen Voraussetzungen. Damit befinden wir uns im Spannungsfeld zwischen Veränderung im Sinne von Wandel auf der einen Seite und Verschieben als aktiver Prozess auf der anderen Seite.</p>
<p>Meine Argumentation soll anhand des künstlerischen Feldes geschehen, als greifbares (und beobachtbares) Phänomen, anhand dessen die konkrete Form von Veränderung sichtbar wird und damit als Verbildlichung der theoretichen Diskussion fungieren soll.</p>
<p>Das künstlerische Feld ist insofern beachtenswert, als es nicht nur seine feldinterne Logik aufweist, sondern die (zumindest zeitweise) Ablehnung der Logiken anderer Felder, konkret jener des ökonomischen Feldes, konstitutiver Bestandteil ist. Gleichzeitig gibt es einen großen Anspruch nach Individualität. Dadurch äußert sich die Frage nach der Verbindung zwischen Subjekt und Struktur (und deren scheinbarer Widerspruch) hier besonders deutlich. Gerade die Eigenheit, dass die künstlerische Disposition im Alltagsverständnis mit Schlagworten wie Geschmack als natürlich angenommen wird, macht dieses Feld darüber hinaus besonders interessant. Exemplarisch für mögliche Veränderungsprozesse wird also untersucht, wie Veränderung in der Kunst selbst möglich ist, wobei insbesondere die Idee des Raumes der Möglichkeiten sowie die Kämpfe um Legitimation wesentlich sein werden (mit Exit through the Giftshop als jüngstem Beispiel).</p>
<p><small>Alice Neusiedler studiert Soziologie sowie Theater-, Film-, und Medienwissenschaft in Wien und Paris. Initiierung interdisziplinärer Projekte (Versuchsanordnung:Liebesgeschichten, 2010; Protest und Stillstand, 2011) in Kooperation der Universität für angewandte Kunst. Schwerpunkte: Kunst- und Kultursoziologie, Gender Studies.</small></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fjugend-panels%2Fkunst-transformation-und-handlungspotential-in-der-theorie-pierre-bourdieus-moglichkeiten-der-veranderung-am-beispiel-des-kunstlerischen-feldes%2F&amp;title=Kunst%2C%20Transformation%20und%20Handlungspotential%20in%20der%20Theorie%20Pierre%20Bourdieus%20%26%238211%3B%20M%C3%B6glichkeiten%20der%20Ver%C3%A4nderung%20am%20Beispiel%20des%20k%C3%BCnstlerischen%20Feldes" id="wpa2a_36"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Neoliberalismus als hegemoniale Diskursformation? Eine Untersuchung anhand der Entwicklung des Einflusses der Mont Pèlerin Society.</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 10:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer Hagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen, Gedächtnis, Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Diskursanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerktheorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist „Neoliberalismus“? Eine Ideologie, eine wirtschaftswissenschaftliche Schule, eine Regierungspraxis, eine Gesellschaftsphilosophie oder alles in einem? In der soziologischen Fachdisziplin gibt es viele Kontroversen über die theoretisch angemessene Definition von Neoliberalismus und dessen praktischen Einfluss. Aber kann man diesen Einfluss mittlerweile als „hegemonial“ bezeichnen? Nach der Definition Antonio Gramscis, kann die Durchsetzung eines sozialen Paradigmas oder einer sozialen Gruppe nur in einem fragilen Verhältnis von Konsens und Zwang bestehen. Da sich Neoliberalismus als Diskursmacht in den „normalen Menschenverstand“ einschleicht, sprich, dazu imstande ist, allgemeinverbindliche Ziele unter Integration von Widersprüchen zu formulieren, führt kein Weg daran vorbei die Sprachstrukturen neoliberaler Institutionen und Denkfabriken zu untersuchen. Allen voran wird deren bedeutsamste Gesellschaft, die Mont Pèlerin Society, unter die Lupe genommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist „Neoliberalismus“? Eine Ideologie, eine wirtschaftswissenschaftliche Schule, eine Regierungspraxis, eine Gesellschaftsphilosophie oder alles in einem? In der soziologischen Fachdisziplin gibt es viele Kontroversen über die theoretisch angemessene Definition von Neoliberalismus und dessen praktischen Einfluss. Aber kann man diesen Einfluss mittlerweile als „hegemonial“ bezeichnen? Nach der Definition Antonio Gramscis, kann die Durchsetzung eines sozialen Paradigmas oder einer sozialen Gruppe nur in einem fragilen Verhältnis von Konsens und Zwang bestehen. Da sich Neoliberalismus als Diskursmacht in den „normalen Menschenverstand“ einschleicht, sprich, dazu imstande ist, allgemeinverbindliche Ziele unter Integration von Widersprüchen zu formulieren, führt kein Weg daran vorbei die Sprachstrukturen neoliberaler Institutionen und Denkfabriken zu untersuchen. Allen voran wird deren bedeutsamste Gesellschaft, die Mont Pèlerin Society, unter die Lupe genommen.<br />
<span id="more-281"></span></p>
<p><strong>von Jennifer Hagen</strong></p>
<p>Die wissenschaftliche Auseinandersetzung über Für und Wider einer möglichen neoliberalen Hegemonie wird hauptsächlich durch Kritiker des Neoliberalismus geführt, dabei ist die Anzahl der soziologischen Begriffsver(w)irrungen kaum noch zu überblicken. Je nachdem, welche Definition man verwendet, wird Neoliberalismus von den einen als „Ideologie der herrschenden Klasse“ (Harvey), als „Form der Irrationalität und Gefährdung des Projekts der Moderne“ (Schui) oder als schädliche „Religion“ (Bourdieu) bezeichnet. Einigkeit herrscht jedoch weitgehend in der Ansicht, dass Neoliberalismus auch als Diskursmacht verstanden werden muss, die sich „in den normalen Menschenverstand“ einschleicht (Harvey). Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen hierbei insbesondere die hoch verflochtenen personellen, wie institutionellen Intellektuellennetzwerke neoliberaler Wissenschaftler, deren beispielhafte Schaltzentrale die Mont Pèlerin Society (MPS) darstellt. Diese wurde 1947 auf Anregung Friedrich August von Hayek’s mit dem Ziel gegründet, wirtschaftsliberales Gedankengut weltweit zu verbreiten. Hayek und andere Wissenschaftler hielten sich dabei geschickt die Wirkmächtigkeit der damals dominanten Ideen des Sozialismus und Keynesianismus vor Augen und arbeiteten an einer stärkeren ideologischen Ausrichtung des neuen Liberalismus („What we lack is a liberal utopia.“, Hayek: 1949). Bis heute bündelt die Gesellschaft in einem globalen Netzwerk neoliberale Interessen durch eine Vielzahl an Instituten und Denkfabriken. Der Gesellschaft gehören Intellektuelle unterschiedlicher liberaler Provenienz an, wobei sich im Laufe der Zeit marktradikale Ansichten gegenüber sozial- und ordoliberalen Strömungen behauptet haben. Die Mitglieder der MPS setzen sich nicht nur in der akademischen Lehre und Forschung, sondern auch in wissenschaftlichen Beiräten, Regierungsämtern, sowie überregionalen Zeitungen für neoliberale Denkweisen ein und sind somit zu einem nicht unerheblichen Anteil an der Produktion und Stabilisierung relevanter gesellschaftspolitischer Diskurse beteiligt. Die Sunday Times betitelte die MPS einst als: „…most influential, but little-known think tank of the second half of the 20th century“. Dabei agieren sie weitgehend im Hintergrund als Dachverband verschiedenster Denkfabriken, in Deutschland wirken sie in direkter Beziehung unter anderem durch diverse Einrichtungen wie der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft, dem Walter Eucken Institut oder der Friedrich-Naumann-Stiftung.<br />
Durch netzwerktheoretische Fallstudien und Untersuchungen von Sekundärdaten zur Mont Pèlerin Society (Mirowski, Plehwe, Walpen), sowie poststrukturalistische Diskursanalysen zur Gouvernementalität der neoliberalen Positionen (in Anlehnung an Michel Foucault), soll versucht werden, sich der Frage zu nähern, ob Neoliberalismus als hegemoniale Diskursformation bezeichnet werden kann oder nicht. Auch soll ein wenig Licht ins Dunkel der komplexen, unübersichtlichen und häufig polemischen Neoliberalismus-Forschung gebracht werden.</p>
<p><small><strong>Jennifer Hagen</strong>, ist Studentin der Soziologie und Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Studienschwerpunkte sind Soziologische Theorie, Wirtschafts- und Arbeitsmarktsoziologie, Politische Soziologie, Kritische Neoliberalismusforschung.</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Jennifer Hagen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Theorie und Praxis: Flüchtige Bekannte? Eine Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis der Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 10:49:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlecht und Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleichstellung ist kein abgeschlossenes Thema, sondern ein laufender Prozess. Mit der Strategie des Gender Mainstreaming wurde ein politisches Leitprinzip zur Gleichstellung auf EU-Ebene eingeführt. Doch das Konzept wird u.a. in Hinsicht auf seinen Theoriehintergrund stark kritisiert. Warum sich der Dialog zwischen Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik so schwierig gestaltet, welches Potenzial im Theoriediskurs steckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleichstellung ist kein abgeschlossenes Thema, sondern ein laufender Prozess. Mit der Strategie des Gender Mainstreaming wurde ein politisches Leitprinzip zur Gleichstellung auf EU-Ebene eingeführt. Doch das Konzept wird u.a. in Hinsicht auf seinen Theoriehintergrund stark kritisiert. Warum sich der Dialog zwischen Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik so schwierig gestaltet, welches Potenzial im Theoriediskurs steckt und ob es eine Gleichstellungspolitik geben kann, die die Theorie und die Praxis gleichermaßen miteinbezieht, soll in diesem Beitrag diskutiert werden.<br />
<span id="more-1058"></span></p>
<p><strong>von Julia Wustmann</strong></p>
<p>Gender Maintreaming, das verbindliche Leitprinzip der europäischen Gleichstellungspolitik, verweist schon im Namen auf die Theoriediskussion um die Unterscheidung zwischen „Sex“ und „Gender“. Dass der Ursprung des Sex-Gender-Modells in den 1960er Jahren in der medizinisch-psychiatrischen Hermaphroditen- und Transsexuellenforschung liegt und dass die Theoriedebatte der Frauen- und Geschlechterforschung diese Unterscheidung seit Jahr(zehnt)en kritisch diskutiert und widerlegt, bleibt dabei allerdings unreflektiert.<br />
So stellt sich die Frage, warum die neuen Erkenntnisse der Frauen- und Geschlechterforschung scheinbar keinen Einzug in die politische Praxis finden? Dafür soll in einem ersten Schritt die Entwicklung des Verhältnisses der Frauen- und Geschlechterforschung und der Geschlechterpolitik näher beleuchtet werden. Es soll näher darauf eingegangen werden, auf welche Art und Weise sozialwissenschaftliche Konzepte und Erkenntnisse von der politischen Praxis rezipiert werden und welche Kriterien bei der Auswahl eine Rolle spielen. In einem zweiten Schritt soll dargestellt werden, inwieweit die „unterschiedlichen Spielarten von Geschlechterwissen“ (Wetterer 2009) Einfluss auf die Übertragbarkeit geschlechtertheoretischer Konzepte in die Gleichstellungspolitik haben.<br />
Im Weiteren ergibt sich die Frage, ob zukünftig eine Gleichstellungspolitik gestaltet werden kann, ohne dass dabei weder die Rahmenbedingungen der politischen Praxis noch die Rezeptionen des Theoriediskurses vernachlässigt würden. Hierfür soll aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten und Konsequenzen sich ergeben würden, wenn man die in der Frauen- und Geschlechterforschung entstandenen Perspektiven der Gleichheit, der Differenz und vor allem der Dekonstruktion jeweils zum politischen Leitsatz erklären würde. Dabei sollen neue politische Maßnahmen, wie die anonymisierte Bewerbung, kritisch in die Überlegungen miteinbezogen und diskutiert werden.</p>
<p><strong>Quellen: </strong><br />
Wetterer, Angelika (2009): Gleichstellungspolitik im Spannungsfeld unterschiedlicher Spielarten von Geschlechterwissen. Eine wissenssoziologische Rekonstruktion, in: Gender. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Heft 2/2009, S. 45-60.</p>
<p><small><strong>Julia Wustmann</strong>, ist seit 2010 Studentin im Masterstudiengang Soziologie an der Technischen Universität Dresden. Ihre Themenschwerpunkte sind Soziologie der Geschlechter, Soziologische Theorien und Familiensoziologie.</small></p>
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		<title>‘Obviously I’m not a dick, right?’ – Positionierungen von Männlichkeit auf der medialisierten Konversationsebene einer Datingshow</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 10:36:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Westheuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlecht und Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistik]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>

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		<description><![CDATA[Die soziolinguistische Studie, die ich auf dem Kongress vorstellen möchte, befasst sich mit der Konstruktion von Männlichkeiten auf der Mikro-Ebene ‘natürlich auftretender’ Unterhaltung in einer rein männlichen peer group. Gesondert hinzu tritt der Faktor, dass die Teilnehmer während der analysierten Aufnahme die britische Dating– und Game Show ‘Take Me Out’ ansahen. Die Betrachtung der spezifischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die soziolinguistische Studie, die ich auf dem Kongress vorstellen möchte, befasst sich mit der Konstruktion von Männlichkeiten auf der Mikro-Ebene ‘natürlich auftretender’ Unterhaltung in einer rein männlichen peer group. Gesondert hinzu tritt der Faktor, dass die Teilnehmer während der analysierten Aufnahme die britische Dating– und Game Show ‘Take Me Out’ ansahen. Die Betrachtung der spezifischen Techniken, die die Teilnehmer zur Positionierung variabler ‘männlicher’ Identitäten einsetzen, ist somit gepaart einer Analyse der Gesprächsebene, wie sie durch die TV-Sendung bereitgestellt wird. Die Arbeit ist in einem Bachelor-Level Soziolinguistikkurs am King’s College London entstanden und bezieht sich (neben einer generellen Einordnung in die Forschungsrichtung der kritischen Männlichkeitsstudien) auf zwei theoretische Grundlagen: einerseits den ‘Positioning Approach’ zur Identitätsbildung aus dem Bereich der diskursiven Psychologie (Korobov/Bamberg 2007) und der Analyse Helen Woods, die Medienkonsum als Interaktion auf einer ‘medialisierten Konversationssebene’ (mediated conversational floor) versteht (Wood 2007). Nach einer kurzen Einführung in diese Ansätze und ihre jeweilige Verortung möchte ich anhand ausgewählter Beispiele aus den transkribierten Unterhaltungen einige Techniken herausstellen, die die Teilnehmer zur Positionierung von gegenderten Identitäten einsetzen. Der Fokus der Präsentation soll somit auf den generell unbemerkten, kreativen Verhandlungen liegen, in denen Gender in alltäglichen Situationen und unter Einbezug von Medien reproduziert wird. Eine strukturelle Einbettung dieser Funde ist daher nicht vorgesehen. Die Textsamples und die ursprüngliche Arbeit liegen in englischer Sprache vor, der Vortrag selbst wird jedoch auf Deutsch gehalten.<br />
<span id="more-1045"></span></p>
<p><strong>von Linus Westheuser</strong></p>
<p><small><strong>Linus Westheuser</strong>, </small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Linus Westheuser.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fgender%2F%25e2%2580%2598obviously-i%25e2%2580%2599m-not-a-dick-right%25e2%2580%2599-%25e2%2580%2593-positionierungen-von-mannlichkeit-auf-der-medialisierten-konversationsebene-einer-datingshow%2F&amp;title=%E2%80%98Obviously%20I%E2%80%99m%20not%20a%20dick%2C%20right%3F%E2%80%99%20%E2%80%93%20Positionierungen%20von%20M%C3%A4nnlichkeit%20auf%20der%20medialisierten%20Konversationsebene%20einer%20Datingshow" id="wpa2a_40"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Über das Sprechen der ‚Einen‘ und das Schweigen der ‚Anderen‘. Eine feministisch-postkoloniale Reflexion der „Frauenrecht ist Menschenrecht“ Bewegung.</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 10:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wedermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlecht und Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hierarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Intersektionalität]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Postkolonialismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ‚Frauen‘ den ‚Männern‘ gleichgestellt sind, ist immer noch ein gesellschaftspolitisches Ziel. Zweifelsohne lässt sich aus einer historischen Perspektive eine deutliche Verbesserung und Angleichung von Rechten von Frauen nachzeichnen, doch ist die Verwirklichung des Egalitarismusansatzes noch in weiter Ferne. Es stellt sich die Frage, wie Emanzipation erreicht werden kann. Wie sollen feministische Bewegungen und deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ‚Frauen‘ den ‚Männern‘ gleichgestellt sind, ist immer noch ein gesellschaftspolitisches Ziel. Zweifelsohne lässt sich aus einer historischen Perspektive eine deutliche Verbesserung und Angleichung von Rechten von Frauen nachzeichnen, doch ist die Verwirklichung des Egalitarismusansatzes noch in weiter Ferne. Es stellt sich die Frage, wie Emanzipation erreicht werden kann. Wie sollen feministische Bewegungen und deren Forderungen gestaltet werden, um eine Befreiung von diversen Unterdrückungsstrukturen zu erreichen? In meinem Vortrag möchte ich die Bewegung „Frauenrecht ist Menschenrecht“ auf ihren emanzipatorischen Gehalt hin diskutieren und auf die Ambivalenzen von Verrechtlichungsprozessen eingehen. Im Zuge dessen möchte ich die Identitätspolitiken in der feministischen Bewegung herausstellen und die Exklusion von z.B. Transgender problematisieren.<br />
<span id="more-1033"></span></p>
<p><strong>von Stefan Wedermann</strong></p>
<p>Das ‚Frauen‘ den ‚Männern‘ gleichgestellt sind, ist immer noch ein gesellschaftspolitisches Ziel. Zweifelsohne lässt sich aus einer historischen Perspektive eine deutliche Verbesserung und Angleichung von Rechten von Frauen nachzeichnen. Das Jahr 1975 ist entscheidend für die Bemühungen den Egalitarismusansatz zu verwirklichen, wonach alle Menschen weiblich, wie männlich, gleich sind. Die 1991 vom „Centre for Women’s Global Leadership“ auf den Weg gebrachte weltweite Kampagne „Women’s Rights are Human Rights“ läutete die Mobilisierung zur Weltmenschenrechtskonferenz 1993 in Wien ein. Zentrales Anliegen sollte hierbei „die explizite Anerkennung der weltweit an Frauen begangene Gewalt als Menschenrechtsverletzung“ sein (Schmidt-Häuser 1998: 146). Die Mobilisierung im Vorfeld und die Aktionen von Frauenrechtler_innen während der Konferenz bewirkten, dass das herkömmliche Menschenrechtsparadigma in der Abschlusserklärung der Konferenz in zweierlei Hinsicht erweitert wurde: Zum einen galt Gewalt gegen Frauen in der öffentlichen und privaten Sphäre erstmalig als Menschenrechtsverletzung, zum anderen wurde die Universalität der Frauenrechte als „integraler Bestandteil der internationalen Menschenrechte erneut bekräftigt“ (ebd.). In meinem Vortrag möchte ich eine andere Lesart der vorgestellten und progressiven Bewegung anbieten und fragen, wie emanzipatorisch jene war bzw. ist, ohne eine genaue Verortung vorzunehmen. Dabei werde ich die Ambivalenzen von Verrechtlichungsprozessen aus einer feministisch-postkolonialen und queer-feministischen Perspektive thematisieren. Zentral ist hierbei ein radikaler Begriff von Emanzipation. Ernesto Laclau folgend erfordert Emanzipation „einen wirklichen „anderen“ – das heißt einen „anderen“, der auf keinen der Figuren des „selbst“ reduziert werden kann“ (kursiv i. O. Laclau 2002: 25). In Ergänzung dazu weist Judith Butler auf die Identitätsproduktion in sozialen Bewegungen hin und plädiert für eine Emanzipation jenseits heterosexueller Identitätspolitiken (Bulter 1991: 21f.). Die Ambivalenzen, die bei der Einforderung von Rechten bzw. Verrechtlichungen entstehen, auf die ich mich beziehen werde, umfassen zwei Dimensionen: a) Entpolitisierung: Die Einforderung Rechte sind zuweilen emanzipatorisch, im Verlauf der Zeit verlieren diese aber ihre emanzipatorische Durchschlagskraft und werden zu einem allgemeinen Diskurs, wodurch ihnen eine Entpolitisierung droht und sie so häufig zu „empty promises“ werden (vgl. Brown 1995: 98); b) Exklusion und die Produktion von Identitäten: Die Exklusion durch Verrechtlichungsprozessen wirkt auf wenigstens zwei Ebenen, zum einen entsteht die Exklusion wie Hauke Brunkhorst bemerkt, durch eine „Kolonialisierung des Rechts durch Macht und Geld“ (zit. nach Kreide 2009: 168). Diese Einschätzung zielt auf die immer stärkere Verzahnung von Kapital, politischer Macht und internationalem Recht. Zum anderen tritt eine Exklusion in Verrechtlichungsprozessen auf, indem Rechtssubjekte konstituiert werden, die einen Anspruch auf Rechte haben. Diese Konstituierung von Rechtssubjekten produziert (Geschlechts-) Identitäten, die sich an einer „heterosexuellen Matrix“ (Bulter 1991: 17ff.) verorten lassen. Hieran anschließend ergänzt das Konzept der Subalternen der postkolonialen Feminist_innen diese Ambivalenzen. Im Anschluss an Antonio Gramsci werden diejenigen als subaltern verstanden, „die keiner hegemonialen Klasse angehören, die politisch unorganisiert sind und über kein allgemeines Klassenbewusstsein verfügen“ (Castro Varela und Dhawan 2005: 69). Bezieht man die Situation der Subalternen auch auf die Frauenbewegung Frauenrecht ist Menschenrecht, die als globale Frauenbewegung bezeichnet wird, erkennt man, dass subalterne Frauen aufgrund ihrer Situation nicht an der Bewegung „Frauenrecht ist Menschenrecht“ partizipieren konnten bzw. können. Vielmehr sind es häufig transnationale Eliten, die diese Diskurse bestimmen und Subalterne durch ihre Repräsentation in ihrem Status fest-schreiben und fest-sprechen (vgl. Spivak 2008: 74ff.). Darüber hinaus warnt die postkoloniale Feministin Chandra T. Mohanty warnt in ihren Schriften in Ergänzung dazu, vor unkritischer transnationaler Solidarität, denn die westlichen Feministinnen haben sich durch die Produktion/Repräsentation des Dritte-Welt-Frau-Subjekts in ihren Forschungen, selbst als emanzipiert und frei konstruiert (vgl. Mohanty 1984: 337). Als Negativfolie ihrer selbst, konstruierten sie die Durchschnitts-Dritte-Welt-Frau als „ignorant, poor, uneducated, tradition-bound, domestic, family-oriented, victimized“ (ebd.) Dies „habe […] dazu geführt, Frauen aus dem globalen Süden diskursiv zu kolonisieren, zu homogenisieren und zu instrumentalisieren“ (Fink und Ruppert 2009: 66). Ich möchte zeigen, welche Probleme sich bei einer zunächst progressiven Bewegung bilden können bzw. welche ihnen zum Teil immanent sind. Eine kritische Reflexion aus der Perspektive der feministisch-postkolonialen Theorie kann Hinweise bzw. Ansätze für eine emanzipatorische Frauenbewegung, aufzeigen bzw. Problemstellen lokalisieren und thematisieren. Gerade im Hinblick auf die sich immer stärker globalisierenden sozialen Bewegungen und Solidarisierungen, scheint mir diese kritische Lesart zentral und notwendig zu sein.</p>
<p><strong>Literaturverzeichnis </strong><br />
Brown, Wendy (1995): States of injury. Power and freedom in late modernity. Princeton, N.J: Princeton Book.<br />
Butler, Judith (1991): Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<br />
Castro Varela, María do Mar; Dhawan, Nikita (2005): Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung. Bielefeld: transcript.<br />
Fink, Elisabeth; Ruppert, Uta (2009): Postkoloniale Differenzen über transnationale Feminismen. Eine Debatte zu den transnationalen Perspektiven von Chandra T. Mohanty und Gayatri C. Spivak. In: Femina Politica (2), S. 64–74.<br />
Finke, Barbara (2005): Legitimation globaler Politik durch NGOs. Frauenrechte, Deliberation und Öffentlichkeit in der UNO. Wiesbaden: VS Verlag.<br />
Kreide, Regina (2009): Globale Gerechtigkeit und transnationales Regieren. Habilitationsschrift. Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt am Main. Politikwissenschaften.<br />
Laclau, Ernesto (2002): Jenseits von Emnazipation. In: ders.: Emanzipation und Differenz, Wien: Turia + Kant, S. 23–44.<br />
Mohanty, Chandra Talpade (1984): Under Western Eyes: Feminist Scholarship and Colonial Discourses. In: boundary 2 12 (3), S. 333–358.<br />
Schmidt-Häuser, Julia (1998): Feministische Herausforderungen an das herkömmliche Menschenrechtsparadigma. In: Uta Ruppert (Hg.): Lokal bewegen &#8211; global verhandeln. Internationale Politik und Geschlecht. Frankfurt/Main: Campus, S. 130–155. Spivak, Gayatri Chakravorty (2008): Can the subaltern speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation. Wien: Turia + Kant.</p>
<p><strong>Stefan Wedermann</strong>, studiert Politikwissenschaft, Sozialpsychologie, Soziologie und Philosophie an der Goethe-Universität sowie Gender Studies am Cornelia-Goethe-Centrum in Frankfurt am Main. Seine Schwerpunkte sind Postkoloniale Theorie, Feministische Theorie, Politische Theorie sowie poststrukturalistische/postmarxistische und postmoderne Ansätze.</p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Wedermann.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fgender%2Fuber-das-sprechen-der-%25e2%2580%259aeinen%25e2%2580%2598-und-das-schweigen-der-%25e2%2580%259aanderen%25e2%2580%2598-eine-feministisch-postkoloniale-reflexion-der-%25e2%2580%259efrauenrecht-ist-menschenrecht%25e2%2580%259c-bewegung%2F&amp;title=%C3%9Cber%20das%20Sprechen%20der%20%E2%80%9AEinen%E2%80%98%20und%20das%20Schweigen%20der%20%E2%80%9AAnderen%E2%80%98.%20Eine%20feministisch-postkoloniale%20Reflexion%20der%20%E2%80%9EFrauenrecht%20ist%20Menschenrecht%E2%80%9C%20Bewegung." id="wpa2a_42"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Soziologiestudium im Spannungsfeld von (Selbst-)Bildung und Arbeitsmarktorientierung</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/workshops/das-soziologiestudium-im-spannungsfeld-von-selbst-bildung-und-arbeitsmarktorientierung/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 09:29:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer Ch. Müller und Isabella A. Enzler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Workshops]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bolognaprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[In dem Workshop soll der im Soziologiestudium aufscheinende Widerspruch zwischen „dem Bildungsbedürfnis und den Bildungsansprüchen [der Studierenden] auf der einen Seite und der Möglichkeiten des beruflichen Unterkommens auf der anderen“ (Adorno 2003: 11) thematisiert werden. Darin spiegelt sich letztendlich auch der zentrale Widerspruch zwischen der Gesellschaft und einer kritischen Soziologie wider. (vgl. Adorno 2006: 12) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem Workshop soll der im Soziologiestudium aufscheinende Widerspruch zwischen „dem Bildungsbedürfnis und den Bildungsansprüchen [der Studierenden] auf der einen Seite und der Möglichkeiten des beruflichen Unterkommens auf der anderen“ (Adorno 2003: 11) thematisiert werden. Darin spiegelt sich letztendlich auch der zentrale Widerspruch zwischen der Gesellschaft und einer kritischen Soziologie wider. (vgl. Adorno 2006: 12) In der alten kritischen Theorie wird die Soziologie als das geistige Mittel angesehen, mit dessen Hilfe man mit der gesellschaftlichen Entfremdung fertig zu werden versucht. (Adorno 2003: 12) Unter dem Spannungsverhältnis zwischen dem Sich-Zurechtfinden in der Gesellschaft und der Verpflichtung auf gesellschaftlich nützliche Arbeit (vgl. Adorno 1982: 13) leiden regelmäßig die reflektierten unter den Soziologiestudierenden.</p>
<p><span id="more-984"></span></p>
<p><strong>von Isabella A. Enzler und Jennifer Ch. Müller</strong></p>
<p>In dem Workshop soll der im Soziologiestudium aufscheinende Widerspruch zwischen „dem Bildungsbedürfnis und den Bildungsansprüchen [der Studierenden] auf der einen Seite und der Möglichkeiten des beruflichen Unterkommens auf der anderen“ (Adorno 2003: 11) thematisiert werden. Darin spiegelt sich letztendlich auch der zentrale Widerspruch zwischen der Gesellschaft und einer kritischen Soziologie wider. (vgl. Adorno 2006: 12) In der alten kritischen Theorie wird die Soziologie als das geistige Mittel angesehen, mit dessen Hilfe man mit der gesellschaftlichen Entfremdung fertig zu werden versucht. (Adorno 2003.: 12) Unter dem Spannungsverhältnis zwischen dem Sich-Zurechtfinden in der Gesellschaft und<br />
der Verpflichtung auf gesellschaftlich nützliche Arbeit (vgl. Adorno 1982: 13) leiden regelmäßig die reflektierten unter den Soziologiestudierenden. „[J]e mehr man von der Gesellschaft versteht, […] um so schwerer wird [es für einen], in dieser Gesellschaft sich nützlich zu machen […].“ (Adorno 2003: 13) Der widerspruchsvolle Charakter des Soziologiestudiums hängt nicht zuletzt mit dem Erkenntnisgegenstand der Soziologie – der Gesellschaft selbst – zusammen. Da in der Gesellschaft keine Kontinuität auszumachen ist, könne dies in der Soziologie und dem Studium derselben ebenso nicht der Fall sein. (vgl. ebd.) Doch spätestens mit dem Beginn des Bologna-Prozesses und der Modularisierung der Studiengänge im Sinne der Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraumes soll diese Kontinuität und eine zielgerichtete Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt nun möglich gemacht werden. (vgl. Sorbonne-Declaration1998, Bologna-Deklaration 1999, Prag-Kommunikee 2001, Göteborg-Deklaration 2001, Berlin-Kommunikee 2003, Bergen-Kommunikee 2005, London-Kommunikee 2005, Leuven-Kommunikee 2009, Budapest-Wien-Erklärung 2010) In den zentralen Papieren zum Bologna-Prozess ist eine Auffassung von (Hochschul-)Bildung enthalten, die den Perspektiven der Initiatoren und Reformern der Universitas litterarum (vgl. Kant 1992, Kant in Vorländer 2004, Humboldt 1964, Humboldt in Müller 1990, Fichte 1919, Schleiermacher 1998, Hegel in Müller 1990, Assmann 1993) sowie der kritischen Auseinandersetzung im Bereich von Bildung und Hochschulbildung gegenübergestellt wird (vgl. Adorno 1982, Adorno 2006, Horkheimer 1985). Unter der Leitfrage „Was ist Bildung? sollen folgende Teilaspekte kritisch diskutiert werden: Wie sieht Hochschulbildung heute aus? Wie kann kritische Bildung in den Sozialwissenschaften noch ermöglicht werden? Welche Rolle spielen die an der Hochschulbildung beteiligten Akteure?</p>
<p><strong>Literatur</strong><br />
Adorno, Theodor W. (2006): Theorie der Halbbildung. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<br />
Adorno, Theodor W. (1982): Erziehung zur Mündigkeit. Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 &#8211; 1969. 8.Aufl. Frankfurt: Suhrkamp.<br />
Assmann, Aleida (1993): Arbeit am nationalen Gedächtnis. Eine kurze Geschichte der deutschen Bildungsidee. Frankfurt, New York: Campus Verlag.<br />
Bergen-Kommunikee (2005): http://www.bmbf.de/pub/bergen_kommunique_dt.pdf (31.03.2010)<br />
Berlin-Kommunikee (2003): http://www.bmbf.de/pub/berlin_communique.pdf (31.03.2010)<br />
Bologna-Deklaration (1999): http://www.bmbf.de/pub/bologna_deu.pdf (31.03.2010)<br />
Budapest-Wien-Deklaration (2010): http://www.bmbf.de/pub/erklaerung_budapest_wien. pdf (31.03.2010)<br />
Fichte, Johann Gottlieb (1919): Deducirter Plan einer zu Berlin zu errichtenden höhern Lehranstalt, in:<br />
Spranger, Eduard (Hg.): Über das Wesen der Universität. Neue Ausgabe. Leipzig: Verlag von Felix Meiner. S. 1-104.<br />
Göteborg-Deklaration (2001): http://www.esib.org/index.php/issues/Mobility/396-studentgoeteborg-declaration?format=pdf (31.03.2010)<br />
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich (1990): Über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin, in: Müller, Ernst (Hg.): Gelegentliche Gedanken über Universitäten. 1. Aufl. Leipzig: Reclam. S. 284-290.<br />
Horkheimer, Max (1985): Begriff der Bildung. Soziologisches, Universität und Studium, in ders.: Gesammelte Schriften, Vorträge und Aufzeichnungen. Frankfurt am Main: Fischer. S. 409-419.<br />
Humboldt, Wilhelm von (1964): Bildung des Menschen in Schule und Universität. Heidelberg: Quelle &#038; Meyer.<br />
Humboldt, Wilhelm von (1990): Über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin, in: Müller, Ernst (Hg.): Gelegentliche Gedanken über Universitäten. 1. Aufl. Leipzig: Reclam. S. 273-283.<br />
Kant, Immanuel (1992): Der Streit der Fakultäten. 2., veränd. Aufl. Leipzig: Reclam.<br />
Kant, Immanuel (2004): Was ist Aufklärung?, in Vorländer, Karl (2004): Immanuel Kant. Der Mann und das Werk. Sonderausg. nach der 3. erw. Ausg. von 1992. Wiesbaden: Marix-Verl. S. 326-328.<br />
Leuven-Kommunikee (2009): http://www.bmbf.de/pub/leuvener_communique.pdf (31.03.2010)<br />
London-Kommunikee (2007): http://www.bmbf.de/pub/Londoner_Kommunique_Bologna_d.pdf (31.03.2010)<br />
Prag-Kommunikee (2001): http://www.bmbf.de/pub/prager_kommunique.pdf (31.03.2010)<br />
Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst (1998): Universitätsschriften. Herakleitos. Kurze Darstellung des theologischen Studiums. Sorbonne-Declaration</p>
<p><small><strong>Isabella A. Enzler</strong>, studiert im 6. Semester den BA Social Sciences an der JLU Gießen und arbeitet am Institut für Soziologie als studentische Hilfskraft und Tutorin. Sie sammelte hochschulpolitische Erfahrungen im AStA, dem Senat, dem FBR und der Fachschaft. Zu ihren Studien- und Arbeitsschwerpunkten gehören Bildungssoziologie, die Kritische Theorie und die Qualitative und Quantitative Sozialforschung.</small></p>
<p><small><strong>Jennifer Ch. Müller</strong>, arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin/LfbA am Institut für Soziologie der JLU Gießen und promoviert dort und am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) zum Thema &#8220;Bildung in Transformation &#8211; Kämpfe um den Bildungsbegriff im Hochschulwesen&#8221;. Sie studierte an der JLU Gießen und der PU Marburg Soziologie, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaften, dt. Philologie und die Lehrämter an Sonderschulen, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Bildungssoziologie, die Sozialstrukturanalyse, die Kritische Theorie und die Qualitative Sozialforschung.</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Jennifer Ch. Müller und Isabella A. Enzler.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fworkshops%2Fdas-soziologiestudium-im-spannungsfeld-von-selbst-bildung-und-arbeitsmarktorientierung%2F&amp;title=Das%20Soziologiestudium%20im%20Spannungsfeld%20von%20%28Selbst-%29Bildung%20und%20Arbeitsmarktorientierung" id="wpa2a_44"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Komplexe neue Online-Offline-Welt: Theoretische, empirische und methodologische Herausforderungen für die Soziologie</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 09:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Hess</dc:creator>
				<category><![CDATA[Workshops]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstruktur]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil das Internet mobil geworden ist, sind wir an immer mehr Orten gleichzeitig online und offline. Der Workshop thematisiert die soziologische Bedeutung dieser komplexen neuen Online-Offline-Welt, die man auch als Augmented Reality bezeichnen kann. Die Teilnehmenden sollten Smartphones und Tablets dabei haben mit Apps, die sie häufig nutzen. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil das Internet mobil geworden ist, sind wir an immer mehr Orten gleichzeitig online und offline. Der Workshop thematisiert die soziologische Bedeutung dieser komplexen neuen Online-Offline-Welt, die man auch als Augmented Reality bezeichnen kann. Die Teilnehmenden sollten Smartphones und Tablets dabei haben mit Apps, die sie häufig nutzen. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn sie eigene Erfahrungen mit Plattformen wie Twitter, Facebook, LinkedIn, Xing, Foursquare oder Gowalla haben. Mithilfe der Gruppendiskussionen sollen diese Erfahrungen geteilt und mit soziologischen Theorien verknüpft werden.<br />
<span id="more-981"></span></p>
<p><strong>von Christoph Hess</strong></p>
<p>Twitter, Facebook, Xing, LinkedIn, Foursquare, Gowalla – diese und andere Webseiten oder Applikationen nehmen immer mehr Einfluss auf die Kommunikation und die Interaktionen zwischen Menschen. Nicht nur in einzelnen Gesellschaften, sondern auf der ganzen Welt ist das Internet für immer mehr Menschen eine wichtige Informationsquelle, ein unverzichtbares Instrument im Arbeitsalltag oder einfach ein interessanter Zeitvertrieb. Deshalb verbringen wir immer mehr Zeit online: Über Xing oder LinkedIn macht man sich auf die Suche nach potentiellen Kunden, auf Facebook zeigen die Nachbarn die ersten Fotos ihres Neugeborenen, und über Twitter erfährt man vom Erdbeben in Japan. Die Proteste im Nahen Osten haben gezeigt, dass die Bedeutung von Twitter und Facebook über den Alltag einzelner Menschen hinausgeht und die Zukunft ganzer Länder betreffen kann.</p>
<p>Diese Proteste waren aber nur deshalb wirksam, weil die Leute nicht nur online aktiv gewesen sind, sondern ihre Forderungen auch offline auf der Strasse geäussert haben. Anhand dieses Beispiels wird ersichtlich, dass wir in einer komplexen neuen Online-Offline-Welt leben. Face-to-Interface-Situationen, in denen man sein Gegenüber nicht zu Gesicht bekommt, sind alltäglich. Wir haben uns auch schon daran gewöhnt, online und offline nicht dieselbe Identität zu haben. Kommunikation ist schneller, kürzer und findet sowohl zeitgleich als auch zeitversetzt statt. Aber obschon wir der Online-Welt immer mehr Aufmerksamkeit schenken, ist die Offline-Welt nicht bedeutungsloser geworden: Potentielle Kunden wünschen noch immer ein persönliches Gespräch, man möchte dem Neugeborenen irgendwann nicht nur auf einem Foto in die Augen schauen, und die atomare Verschmutzung in Japan könnte vor unserer Haustüre Folgen haben. Foursquare und Gowalla funktionieren gar nur durch die Online-Offline-Verknüpfung: Mit seinen Check-ins verbreitet man online Informationen darüber, wo man sich offline gerade aufhält.</p>
<p>Die komplexe neue Online-Offline-Welt konfrontiert die Soziologie mit theoretischen, empirischen und methodologischen Herausforderungen: Was lässt sich aus Sicht des symbolischen Interaktionismus über Menschen sagen, die gleichzeitig online und offline interagieren und kommunizieren? Haben soziale, kulturelle und ökonomische Ressourcen online dieselbe Bedeutung wie offline? Wie können im Online-Offline-Kontext Daten gesammelt werden? Und gibt es die Online-Offline-Welt empirisch, oder haben wir es vielmehr mit parallelen Welten zu tun?</p>
<p><small><strong>Christoph Hess</strong>, studierte Soziologie, Ökonomie und Politikwissenschaft an der Universität Zürich. Daneben arbeitete er in der ICT-Branche und tritt als Mitgründer von der Kuble AG auf, einer Web-Agentur in Zürich. Arbeitet zurzeit teilweise in Nairobi und betreut dort ICT-Projekte der Stiftung Biovision, einer in Ostafrika tätigen Schweizer NGO.</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Christoph Hess.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fworkshops%2Fkomplexe-neue-online-offline-welt-theoretische-empirische-und-methodologische-herausforderungen-fur-die-soziologie%2F&amp;title=Komplexe%20neue%20Online-Offline-Welt%3A%20Theoretische%2C%20empirische%20und%20methodologische%20Herausforderungen%20f%C3%BCr%20die%20Soziologie" id="wpa2a_46"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Globalisierung als hegemoniales Projekt? Antonio Gramsci und die Internationale Politische Ökonomie</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 09:13:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dalilah Reuben-Shemia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Workshops]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gramsci]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Postkolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neokoloniale Ausbeutung der Menschen und Ressourcen des globalen Südens oder die Verschärfung des Klimawandels durch den Anstieg exportbedingter Produktion sind neben der Internationalisierung wirtschaftspolitischer Beziehungen zentrale Aspekte der Globalisierung. In dieser Veranstaltungen soll untersucht werden, wie die neogramscianisch inspirierte Internationale Politische Ökonomie (IPÖ) diese Prozesse erklärt. Antonio Gramsci berücksichtigte in seinen Überlegungen zur gesellschaftlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neokoloniale Ausbeutung der Menschen und Ressourcen des globalen Südens oder die Verschärfung des Klimawandels durch den Anstieg exportbedingter Produktion sind neben der Internationalisierung wirtschaftspolitischer Beziehungen zentrale Aspekte der Globalisierung. In dieser Veranstaltungen soll untersucht werden, wie die neogramscianisch inspirierte Internationale Politische Ökonomie (IPÖ) diese Prozesse erklärt. Antonio Gramsci berücksichtigte in seinen Überlegungen zur gesellschaftlichen Hegemonie die Dialektik zwischen Staat und Wirtschaft und verbindet darin Analyse, Kritik und Emanzipationsperspektiven. Seine Konzeptionen wurden von VertreterInnen der IPÖ aufgegriffen, um u.a. die Dichotomie eines &#8216;entfesselten Marktes&#8217; gegenüber dadurch handlungsunfähig werdender Nationalstaaten zu dekonstruieren, da sonst die dahinter stehenden sozialen Gefüge ignoriert werden, obwohl sie ein zentraler Strukturierungsfaktor sind.<br />
<span id="more-978"></span></p>
<p><strong>von Dalilah Reuben-Shemia</strong></p>
<p>Ist es intellektuell verantwortbar beim heutigen Kenntnisstand über die Komplexität der Welt, die klassenspezifische Machtverteilung innerhalb einer Gesellschaft auf zwischenstaatlicher Ebene auszublenden? Wie beeinflussen wirtschaftliche Strukturen Armut auf globaler Ebene und was hat das mit politischen Prozessen zu tun? Kann man Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wirklich unabhängig voneinander analysieren oder ist die Disziplinierung der Wissenschaft nicht viel mehr eine politisch gewollte Isolierung stark miteinander interagierender Bereiche? All diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die sozialwissenschaftliche Disziplin der Globalen oder Internationalen Politische Ökonomie (GPE/IPÖ). Sie verbindet die Analyse internationaler Beziehungen mit Politischer Ökonomie und versucht sowohl Politikwissenschaften, Wirtschaftstheorien, als auch Soziologie und Cultural Studies miteinander zu vereinen. Während in den Internationalen Beziehungen verzweifelt nach einer Supermacht unter den Staaten gesucht wird, die Soziologie durch die Zersplitterung verschiedenster Kategorisierungen der Gesellschaft den Überblick verliert und in den Politikwissenschaften die aus der Gesellschaft hervorgegangenen Institutionen und Strukturen unabhängig von dieser betrachtet werden, versucht die GPE das alles zusammenzudenken. Auch internationale Wirtschafts- und Politikstrukturen sind eng mit Klassenverhältnissen und verbunden.</p>
<p>Die neokoloniale Ausbeutung der Menschen und Ressourcen des globalen Südens oder die Verschärfung des Klimawandels durch den Anstieg exportbedingter Produktion sind neben der Internationalisierung wirtschaftspolitischer Beziehungen zentrale Aspekte der Globalisierung. In dieser Veranstaltungen soll untersucht werden, wie die neogramscianisch inspiriert IPÖ diese Prozesse erklärt. Antonio Gramsci berücksichtigte in seinen Überlegungen zur gesellschaftlichen Hegemonie die Dialektik zwischen Staat und Wirtschaft und verbindet darin Analyse, Kritik und Emanzipationsperspektiven. Hegemonie ist für Gramsci die Fähigkeit einer gesellschaftlichen Gruppe oder eines Bündnisses, die Gesellschaft zum eigenen Vorteil zu verändern und für dieses Projekt von der Mehreit der Bevölkerung sogar moralische sowie praktische Unterstützung zu erfahren. Der hierfür notwendige gesellschaftliche Konsens wird zum einen in sozialen Auseinanderstzungen in öffentlichen Diskursen gestiftet, zum anderen jedoch auch durch materielle Einbindung (Lohnerhöhung, Konsummöglichkeiten) als Teil einer &#8216;passiven Revolution&#8217;. Diese &#8216;Revolution ohne Revolution&#8217; transformiert die Gesellschaft nicht plötzlich, wie es bei aktiven, subversiven Revolten der Fall ist, sondern durch allmähliche, subtile Prozesse und Strukturwandel. Auch der globalisierte Kapitalismus ermöglicht dem Nordwesten enorme Konsummöglichkeiten und einen hohen Lebensstandard. Durch die Erschließung neuer regionaler Märkte, das wachsende Angebot neuer Produkte und die Reduktion der Kosten aufgrund biller Arbeitskräfte wird die Wirtschaft am Laufen gehalten. Dies geschieht jedoch nicht nur zu Lasten der Menschen im globalen Süden, sondern &#8211; aufgrund des dafür notwendigen wachsenden Bedarfs an Ressourcen &#8211; auch auf Kosten der Natur. Seine Konzeptionen wurden von VertreterInnen der IPÖ auch aufgegriffen, um die Dichotomie eines &#8216;entfesselten Marktes&#8217; gegenüber dadurch handlungsunfähig werdender Nationalstaaten zu dekonstruieren, da sonst die dahinter stehenden sozialen Gefüge, ignoriert werden, obwohl sie ein zentraler Strukturierungsfaktor sind. Denn die Liberalisierung der Märkte und die Möglichkeiten der Privatisierung vormals öffentlicher Güter sind politische Entscheidungen. Die Freihandelsbewegung ist ein politisches Projekt, das auch durch Staaten vorangetrieben wurde.</p>
<p><strong>Ablauf der Veranstaltung</strong></p>
<p>Nach einer Einführung in die Internationale Politische Ökonomie, ihrer Forschungsgegenstände und wissenschaftlichen, gesellschaftlichen sowie politischen Bedeutung, können die TeilnehmerInnen Teile von Antonio Gramscis Konzeptionen kennenlernen, um ihre Verwendung für die Erklärung von Globalisierungsprozessen nachvollziehen zu können. Anhand konkreter Beispiele sollen die wichtigsten Erkenntnisse des Neogramscianismus, aber auch seine Grenzen und Schwierigkeiten vorgestellt werden. In der daran anschließenden Diskussionen soll auch herausgearbeitet werden, inwiefern Gramscis Konzepte eine gegenhegemoniale Perspektive &#8216;von unten&#8217; ermöglichen könnten. Denn ein Hauptkritikpunkt an der neogramscianischen IPÖ ist die Überbetonung der Handlungs- und gesellschaftlichen Gestaltungsfähigkeit wirtschaftlicher Eliten. Es gibt jedoch nur wenig Ansätze einer emanzipatorischen IPÖ. Wie das aussehen könnte und ob das möglich und sinnvoll ist, soll daher auch gemeinsam diskutiert werden.</p>
<p>(I.) Input: (45 Minuten)<br />
Einführung in die Internationale Politische Ökonomie &#8211; Schwerpunkte und Bedeutung<br />
Antonio Gramsci &#8211; Kurzbiographie und zentrale Konzepte<br />
Neogramscianismus &#8211; Erklärung von Globalisierungsprozessen</p>
<p>(II.) Moderierte Diskussion (45 Minuten)<br />
z.T. vorbereitete Fragen, teils Fragen der TeilnehmerInnen &#8211; Gegen-Hegemonie in der Globalisierung/ Emanzipative IPÖ/Sozialwissenschaften</p>
<p><small><strong>Dalilah Reuben-Shemia</strong>, hat Sozialwissenschaften an der HU studiert und ihre BA-Arbeit zur Internationalen Politischen Ökonomie geschrieben. Sie war lange beim globalisierungskritischen Netzwerk Attac aktiv und wird nun den Master Global Political Economy in Kassel beginnen.</small><small></small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Dalilah Reuben-Shemia.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fworkshops%2Fglobalisierung-als-hegemoniales-projekt-antonio-gramsci-und-die-internationale-politische-okonomie%2F&amp;title=Globalisierung%20als%20hegemoniales%20Projekt%3F%20Antonio%20Gramsci%20und%20die%20Internationale%20Politische%20%C3%96konomie" id="wpa2a_48"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Migration und Exklusion &#8211; Zur sozialen Ausgrenzung von jungen türkischstämmigen Erwachsenen in Wien</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/migration/migration-und-exklusion-zur-sozialen-ausgrenzung-von-jungen-turkischstammigen-erwachsenen-in-wien/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 11:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LauraW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozesse der Ausgrenzung in Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslauffroschung]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
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		<description><![CDATA[Ziel des Vortrags ist es, auf Basis problemzentrierter Interviews Erfahrungen junger türkischstämmiger Menschen mit Exklusion in verschiedenen Lebensbereichen darzustellen und die daraus folgenden sozialen Konsequenzen abzubilden. Spezielles Interesse gilt den entwickelten Strategien, wie mit Ausgrenzung umgegangen wird bzw. wie sich diese Strategien im Laufe der Zeit geändert haben. Inwiefern unterscheiden sich die Biographien der sozial [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ziel des Vortrags ist es, auf Basis problemzentrierter Interviews Erfahrungen junger türkischstämmiger Menschen mit Exklusion in verschiedenen Lebensbereichen darzustellen und die daraus folgenden sozialen Konsequenzen abzubilden. Spezielles Interesse gilt den entwickelten Strategien, wie mit Ausgrenzung umgegangen wird bzw. wie sich diese Strategien im Laufe der Zeit geändert haben. Inwiefern unterscheiden sich die Biographien der sozial Inkludierten von denen der sozial Exkludierten? Warum werden/sind Manche weniger ausgegrenzt als Andere? Die Analyse wird zeigen, dass selbst diejenigen jungen türkischstämmigen Erwachsenen, die erfolgreich in die gesellschaftliche Struktur eingebettet sind und sich mit der österreichischen Gesellschaft identifizieren, im alltäglichen Leben mit Ausgrenzungen und diskriminierenden Praktiken konfrontiert sind. Der Vortrag soll verdeutlichen, dass die sozialstrukturelle Zusammensetzung der MigrantInnen allein <em>keine</em> ausreichende Erklärungsinstanz für deren benachteiligte Stellung in der Gesellschaft ist. </p>
<p><span id="more-971"></span></p>
<p><strong>von Laura Wiesböck</strong></p>
<p>In der aktuellen Integrationsdebatte werden von Seiten der Politik immer wieder einseitige Verantwortlichkeitszuweisungen getätigt. „Migranten müssen sich integrieren“, doch viele „Muslime sind integrationsunwillig“ , so der Konsens rechtspopulistischer Parteien im europäischen Raum. Doch wie sieht es eigentlich mit den Bedingungen und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe und Zugehörigkeit für Personen mit türkischem Migrationshintergrund aus? Und: Inwiefern verändert sich der gesellschaftliche Status bzw. die Anerkennung in der „Aufnahmegesellschaft“ für junge Menschen mit türkischen Wurzeln, wenn die geforderten Kriterien (z.B. Sprache, Bildung, Aufstiegsaspiration) erfüllt werden?</p>
<p>Ziel des Vortrags ist es, Erfahrungen junger türkischstämmiger Menschen mit Exklusion in verschiedenen Lebensbereichen (Schule und Bildungssystem, Arbeitsplatz und Arbeitsmarkt,  Nachbarschaft und Wohnungsmarkt, Netzwerke und soziale Beziehungen) darzustellen und die daraus folgenden sozialen Konsequenzen abzubilden. Spezielles Interesse gilt den entwickelten Strategien, wie mit Ausgrenzung umgegangen wird bzw. wie sich diese Strategien im Laufe der Zeit geändert haben. Inwiefern unterscheiden sich die Biographien der sozial Inkludierten von denen der sozial Exkludierten? Warum werden/sind Manche weniger ausgegrenzt als Andere? Die Analyse wird zeigen, dass selbst diejenigen jungen türkischstämmigen Erwachsenen, die erfolgreich in die gesellschaftliche Struktur eingebettet sind und sich mit der österreichischen Gesellschaft identifizieren, im alltäglichen Leben mit Ausgrenzungen und diskriminierenden Praktiken konfrontiert sind. Der Vortrag soll verdeutlichen, dass die sozialstrukturelle Zusammensetzung der MigrantInnen allein keine ausreichende Erklärungsinstanz für deren benachteiligte Stellung in der Gesellschaft ist. </p>
<p>Die Studie basiert auf problemzentrierten Interviews, die im Zeitraum von September 2010 bis Juni 2011 in Wien geführt worden sind. Das Sample umfasst junge Personen mit türkischem Migrationshintergrund im Alter von 18-29 Jahren. </p>
<p><strong>Laura Wiesböck</strong>, bakk.phil., geb. 1987, Studium der Soziologie an der Universität Wien und der Université Catholique de Louvain La Neuve. Arbeitsschwerpunkte Migration und Exklusion, Armut und soziale Ungleichheit, Kultur und Gesellschaft. Jüngste Publikation: Wiesböck, Laura (2011): Migration – Exklusion – Armut. Trend- und Strukturanalysen zur Ausgrenzung von MigrantInnen in Österreich. In: Verwiebe, Roland (Hg.) Armut in Österreich. Wien: Braumüller Verlag. </p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von LauraW.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fmigration%2Fmigration-und-exklusion-zur-sozialen-ausgrenzung-von-jungen-turkischstammigen-erwachsenen-in-wien%2F&amp;title=Migration%20und%20Exklusion%20%26%238211%3B%20Zur%20sozialen%20Ausgrenzung%20von%20jungen%20t%C3%BCrkischst%C3%A4mmigen%20Erwachsenen%20in%20Wien" id="wpa2a_50"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Muslimisch? Deutsch? Oder deutsch-muslimisch? Religiöse Identitätskonstruktionen junger Frauen im Kontext widersprüchlicher Zugehörigkeiten</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/migration/muslimisch-deutsch-oder-deutsch-muslimisch-religiose-identitatskonstruktionen-junger-frauen-im-kontext-widerspruchlicher-zugehorigkeiten/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/migration/muslimisch-deutsch-oder-deutsch-muslimisch-religiose-identitatskonstruktionen-junger-frauen-im-kontext-widerspruchlicher-zugehorigkeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 11:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alettad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozesse der Ausgrenzung in Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Religionssoziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Für heranwachsende Muslime in Deutschland wird vielfach argumentiert, dass für sie die Identifikation mit der deutschen Gesellschaft aufgrund der gesellschaftlichen Konzeption des „Ausländers“ und des deutschen, nach Logik der Abstammung definierten Nationalverständnisses, verwehrt bleibt (vgl. Amir-Moazami 2007: 228). In den letzten Jahren hat sich jedoch entgegen dieser Diagnose eine muslimische Jugendszene entwickelt, die sich explizit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für heranwachsende Muslime in Deutschland wird vielfach argumentiert, dass für sie die Identifikation mit der deutschen Gesellschaft aufgrund der gesellschaftlichen Konzeption des „Ausländers“ und des deutschen, nach Logik der Abstammung definierten Nationalverständnisses, verwehrt bleibt (vgl. Amir-Moazami 2007: 228). In den letzten Jahren hat sich jedoch entgegen dieser Diagnose eine muslimische Jugendszene entwickelt, die sich explizit innerhalb der deutschen Gesellschaft verortet. Die sich darin bewegenden Identitäten versuchen in ihren Selbstbildern die Dichotomisierung zwischen deutsch und muslimisch aufzubrechen und durch eine wechselseitige Aushandlung beider Identifikationen traditionelle Zugehörigkeitskontexte in Frage zu stellen.<br />
<span id="more-967"></span></p>
<p><strong>von Aletta Diefenbach</strong></p>
<p>Mit der zunehmenden Sichtbarwerdung des Islam werden nicht nur unter integrationstheoretischen Fragestellungen die daraus resultierenden Folgen für die europäischen Gesellschaften diskutiert, sondern auch jene für den Islam als Religion. In diesem Zusammenhang ist nach dem Wandel des Islam zu fragen, der sich zunehmend als „Euro-Islam“ im europäischen Kontext beheimatet. Studien nehmen hier aus religionssoziologischer Perspektive die Argumentation von Religion in der Moderne auf und beschreiben für den zeitgenössischen Islam dieselben Prozessen der Deinstitutionalisierung wie sie auch für andere Religionen in Europa gelten (Hervieu-Léger 1998).. Durch religiöse Individualisierung verlieren Bindungen an traditionelle Institutionen wie Moscheen und Imame ihren Einfluss und in dessen Konsequenz pluralisiert sich das muslimische Feld zunehmend aus.<br />
Dieser Trend findet sich vor allem in den Lebensformen von jungen Muslimen der zweiten und dritten Einwanderergenerationen wider, für die der Islam weiterhin ein wesentlicher Identitätsfaktor bleibt. Unter den pluralisierten Verhältnissen entstehen hier islamische Identitäten mit neuen Lebensstilen, eigenen Jugendkulturen und neuen Interpretationsleistungen des Islam, die sich in Auseinandersetzung mit den Mehrheitsgesellschaften vollziehen (Göle 2004).<br />
Mit Blick auf Deutschland wird dann vielfach argumentiert, dass jungen Muslimen die Identifikation mit der deutschen Gesellschaft aufgrund der gesellschaftlichen Konzeption des „Ausländers“ und des deutschen, nach Logik der Abstammung definierten Nationalverständnisses, verwehrt bleibt (vgl. Amir-Moazami 2007: 228). Die muslimische Identität kann dann vor allem als Herkunftsoption und als Resultat einer verweigerten Anerkennung ihrer deutschen Zugehörigkeit betrachtet werden.<br />
In den letzten Jahren hat sich jedoch entgegen dieser Diagnose eine muslimische Jugendszene entwickelt, die sich explizit innerhalb der deutschen Gesellschaft verortet. Die sich darin bewegenden Identitäten versuchen in ihren Selbstbildern die Dichotomisierung zwischen deutsch und muslimisch aufzubrechen und durch eine wechselseitige Aushandlung beider Identifikationen traditionelle Zugehörigkeitskontexte in Frage zu stellen.<br />
Ausgehend von Ergebnisse aus Feldbeobachtungen sowie Einzel- und Gruppeninterviews mit heranwachsenden jungen Frauen zeichnet der Beitrag diese Identitätsbildungsprozesse anhand religions- und identitätstheoretischer Konzepte nach. Aus den von den Musliminnen selbst vorgenommen Definitionen von Glaube und Zugehörigkeit werde ich aufzeigen, wie die Frauen die subjektiv gegensätzlich wahrgenommenen Identifikationen zwischen Deutsch und Muslimisch sinnhaft integrieren und welche Form von Islamität daraus hervorgeht.</p>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
Amir-Moazami, S. (2007): Politisierte Religion. Der Kopftuchstreit in Deutschland und Frankreich. Transcript.<br />
Göle, N. (2003): Die sichtbare Präsenz des Islam und die Grenzen der Öffentlichkeit. In: N. Göle und L. Ammann: Islam in Sicht. Der neue Auftritt der Muslime im öffentlichen Raum. Transkript, 11-44.<br />
Hervieu-Léger, D. (2000): Religion as a Chain of Memory. Polity Press.<br />
Spielhaas, R. (2006): Religion and Identity. How Germany&#8217;s foreigners have become Muslims. In: Internationale Politik. Transatlantic Edition, 17-23.</p>
<p><strong>Aletta Diefenbach</strong>, hat Soziologie an der Freien Universität Berlin studiert. Sie interessiert sich für soziale Ungleichheitsforschung, Islam in Europa und Sozialtheorie.</p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von alettad.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fmigration%2Fmuslimisch-deutsch-oder-deutsch-muslimisch-religiose-identitatskonstruktionen-junger-frauen-im-kontext-widerspruchlicher-zugehorigkeiten%2F&amp;title=Muslimisch%3F%20Deutsch%3F%20Oder%20deutsch-muslimisch%3F%20Religi%C3%B6se%20Identit%C3%A4tskonstruktionen%20junger%20Frauen%20im%20Kontext%20widerspr%C3%BCchlicher%20Zugeh%C3%B6rigkeiten" id="wpa2a_52"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Everyday life in a refugee camp: socio-spatial practices and interaction dynamics in a case study carried out in Turin, Italy.</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 10:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giulia Borri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozesse der Ausgrenzung in Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Abstr]]></category>
		<category><![CDATA[Bildanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>

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		<description><![CDATA[A relevant authority is put to use on the life of asylum seekers by national immigration policies, both in terms of displacement and conferment of a nationality status. In what ways does this affect everyday life in a refugee camp? How do displaced persons, such as asylum seekers, redefine their daily life in a new [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A relevant authority is put to use on the life of asylum seekers by national immigration policies, both in terms of displacement and conferment of a nationality status.<br />
In what ways does this affect everyday life in a refugee camp? How do displaced persons, such as asylum seekers, redefine their daily life in a new place and how do they recreate social spaces? In what ways are spaces and their definition influencing everyday life? How do Italian authorities managing the camp, deal with asylum seekers?<br />
This paper is an account of a field study which was based on a two- month long participant observation  (complemented with semi- structured interviews) in a refugee camp nearby Turin, in northern Italy.<br />
<span id="more-963"></span></p>
<p><strong>von Giulia Borri</strong></p>
<p>The growing complexity of contemporary societies is linked to many matters. Migrations nowadays are one of the challenging issues for countries on a social, economical and political point of view. In particular forced migrations, as defined by the international law system and as a concept created by western societies, are now becoming a major political and social matter that European countries, as well as others, have to deal with. In a sociological viewpoint much has been written about migration phenomena, however Italian literature is lacking of contributions in this sense, especially as far as literature on forced migrations and asylum right is concerned. Current literature related to this topic is often focusing on legal aspects and how these are conflicting with the actual situation in Italy. This lecture however means to focus on the impact that the Italian National Asylum Policies have on the everyday life of asylum seekers putting  into evidence particular aspects such as socio-spatial related practices and interaction dynamics.<br />
To open the debate a case study carried out in Turin is proposed. Turin is a city in northern Italy that has been dealing in emergency conditions with forced migration since 2007. The purpose of this study is to analyze some of the social practices that a group of asylum seekers living in a refugee camp nearby Turin have adopted in the shaping of social spaces inside the camp, and to show interaction dynamics occurring between them and the camp managing team.<br />
Hence, the literature this work is basing on concerns much of E. Goffman’s work on interaction , nevertheless many other theories and writings have been taken into account: theories regarding urban marginality in migration phenomena, L. Malkki’s studies on refugee camps, as well as interpretations of space and place such as the TPSN theory  . Since the subject of this work is concerning social practices the most adequate research method was considered to be participant observation complemented with semi- structured interviews conducted in English or French.<br />
What this lecture wants to put in evidence is how displaced persons, such as asylum seekers, redefine their everyday life in a new place and recreate social spaces through practices that shape a “grammar of space” : a code to get acquainted with the places they live in according to the precarious situation they are experiencing.<br />
How much are spaces and their definition influencing everyday life? The relevance of this question becomes evident if we consider the power that both international and national immigration policies put to use in terms of displacement and conferment of a nationality status on asylum seekers and refugees.</p>
<p><small><strong>Giulia Borri</strong>, Laurea Magistrale in Sociologia, Università degli Studi di Torino, Italy. I am currently working on my Master’s degree in Sociology at the “Università degli Studi di Torino”. My areas of interest are concerning migration studies and urban sociology (gentrification processes and means of participatory democracy in urban planning activities). I have been working in freelance research projects using both qualitative (interviews, ethnography) and quantitative research methods (questionnaires and little SPSS data analysis).</small><small></small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Giulia Borri.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fmigration%2Feveryday-life-in-a-refugee-camp-socio-spatial-practices-and-interaction-dynamics-in-a-case-study-carried-out-in-turin-italy%2F&amp;title=Everyday%20life%20in%20a%20refugee%20camp%3A%20socio-spatial%20practices%20and%20interaction%20dynamics%20in%20a%20case%20study%20carried%20out%20in%20Turin%2C%20Italy." id="wpa2a_54"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Verursachen  Funken  ein  Feuer?  Eine  qualitative  organisationssoziologische  Fallstudie  an  der  Grenze  von  Bildung  und  Wissenschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 10:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft, Bildung, Professionalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
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		<category><![CDATA[Organisationssoziologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Seien  es  Lissabon  und  dessen  angestrebte  Wissensgesellschaft  oder  Bologna  und  sein  dreigliedriges  Studiensystem:  Wissen  ist  ein  fester  Bestandteil  des  politischen  Diskurses  der  EU‐Staaten.  Ein  zentraler  Schauplatz  dieses  Feldes  sind  die  Institutionen  der  Wissensvermittlung  Schule  und  Universität.  Die  durch  sie  repräsentierten  gesellschaftlichen  Funktionssysteme,  Bildung  und  Wissenschaft,  werden  dabei  vermehrt  mit  dem  Fokus  auf  die  „Transformation“  der  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seien  es  Lissabon  und  dessen  angestrebte  Wissensgesellschaft  oder  Bologna  und  sein  dreigliedriges  Studiensystem:  Wissen  ist  ein  fester  Bestandteil  des  politischen  Diskurses  der  EU‐Staaten.  Ein  zentraler  Schauplatz  dieses  Feldes  sind  die  Institutionen  der  Wissensvermittlung  Schule  und  Universität.  Die  durch  sie  repräsentierten  gesellschaftlichen  Funktionssysteme,  Bildung  und  Wissenschaft,  werden  dabei  vermehrt  mit  dem  Fokus  auf  die  „Transformation“  der  SchülerInnen  zu  Studierenden  betrachtet.  Ob  ein  sorgsamer  Blick  auf  die  niedrige  Zahl  der  Studienabschlüsse  in  den  MINT‐Fächern  (Mathematik,  Informatik,  Naturwissenschaft,  Technik)  oder  die  Kritik  einer  zu  langen  Studiendauer:  eine  gemeinsame  Lösung  ist  die,  dass  die  einzelnen  SchülerInnen  auf  Basis  des  „richtigen“  Wissens  StudentInnen  werden  sollen  und  dadurch  den  Wechsel  zwischen  den  Systemen  möglichst  reibungslos  vollziehen  sollen.  <br />
<span id="more-956"></span></p>
<p><strong>von Leopold Ringel und Georg Reischauer</strong></p>
<p>Um  dieses  in  der  soziologischen  Literatur  als  Statuspassage   bezeichnetes  Problemfeld  zu  entschärfen,  wurde  in  Österreich  das  Bundesministerium  für  Wissenschaft  und  Forschung  aktiv.  Es  rief  2008  das  Rahmenprogramm  „Sparkling  Science“  ins  Leben,  welches  Projekte  fördert,  in  denen  SchülerInnen  Seite  an  Seite  mit  WissenschafterInnen  aus  universitären  und  außeruniversitären  Einrichtungen  forschen.  Ziel  dieser  temporären  Vereinigungen  ist  die  gemeinsame  Produktion  von  wissenschaftlich  relevanten  Erkenntnissen,  die  Etablierung  langfristiger  institutioneller  Kooperationen und eine Stimulation der wissenschaftlichen Neugier der SchülerInnen.  <br />
Die  vorliegende  im  Paradigma  der  interpretativen  Sozialforschung  verortete  Fallstudie  untersucht  eines  der  geförderten  Projekte  unter  einer  organisationssoziologischen  Perspektive. <br />
Neben  einer  dynamischen,  durch  Interesse  angeleiteten  Wirklichkeitskonstruktion  seitens  der  SchülerInnenschaft  zeigt  sich  in  dem  durch  die  drei  Akteursgruppen  LehrerInnen,  SchülerInnen  und  ForscherInnen  konstituierten  Projekt  eine  Emergenz  von  organisationsaffinen  Strukturen,  deren  Legitimität  jedoch  nicht  auf  einer  formalen  Grundlage  beruht.  Wissensasymmetrie,  der  symbolische  Wert  von  Wissenschaft  sowie  die  Moralität  des  Forschungsthemas  ermöglichen  die  Konstitution  einer  Quasi‐ Organisation,  deren  ständige  Reproduktion  keines falls  selbstverständlich  ist. <br />
Mit  diesem  Beitrag  soll  gezeigt  werden,  welche  Auswirkungen  Programme  der  Konfiguration  „Sparkling  Science“  auf  die  soziale  Realität  der  beteiligten  Akteursgruppen  haben.  Und,  auf  abstrahierter  Ebene,  ob  mit  diesem  gezielten  Funkenschlag  der  gewünschte  wissenstechnische  Flächenbrand verursacht werden kann. </p>
<p><strong>Leopold Ringel und Georg Reischau</strong>, </p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von daniela.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fwissenschaft-bildung-professionalisierung%2Fverursachen%25e2%2580%25a9-funken%25e2%2580%25a9-ein-%25e2%2580%25a9feuer-%25e2%2580%25a9eine%25e2%2580%25a9-qualitative-%25e2%2580%25a9organisationssoziologische-%25e2%2580%25a9fallstudie%25e2%2580%25a9-an%25e2%2580%25a9-der%25e2%2580%25a9-grenze%25e2%2580%25a9-vo%2F&amp;title=Verursachen%E2%80%A9%20Funken%E2%80%A9%20ein%20%E2%80%A9Feuer%3F%20%E2%80%A9Eine%E2%80%A9%20qualitative%20%E2%80%A9organisationssoziologische%20%E2%80%A9Fallstudie%E2%80%A9%20an%E2%80%A9%20der%E2%80%A9%20Grenze%E2%80%A9%20von%E2%80%A9%20Bildung%20%E2%80%A9und%E2%80%A9%20Wissenschaft" id="wpa2a_56"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Komplexe alte neue Bildungswelt – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zu Bildung und Studium in den Sozialwissenschaften</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 10:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft, Bildung, Professionalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Herrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<description><![CDATA[Es sollen hier die empirischen Ergebnisse einer kritischen Studie zur studentischen Lebensweltforschung aus dem Jahr 2009/2010 vorgestellt werden. Der Vortrag zielt auf die sich im Wandel befindende Bildungskultur und soll die Transformationen innerhalb des Hochschulwesens aus zeitdiagnostischer Perspektive und auf empirischer Grundlage diskutieren. von Jennifer Ch. Müller Dabei weist die Situation der Studierenden eine gesellschaftliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sollen hier die empirischen Ergebnisse einer kritischen Studie zur studentischen Lebensweltforschung aus dem Jahr 2009/2010 vorgestellt werden. Der Vortrag  zielt auf die sich im Wandel befindende Bildungskultur und soll die Transformationen innerhalb des Hochschulwesens aus zeitdiagnostischer Perspektive und auf empirischer Grundlage diskutieren.<br />
<span id="more-953"></span></p>
<p><strong>von Jennifer Ch. Müller</strong></p>
<p>Dabei weist die Situation der Studierenden eine gesellschaftliche Signifikanz auf, da das Studium eine Lebensphase darstellt, welche durch sehr hohe Kontingenz und äußerst große Folgenreichheit sowie nur eingeschränkte Selbstorganisationsmöglichkeit gekennzeichnet ist. Es werden in dieser Lebensphase Entscheidungen notwendig, die systematisch immer zu früh sind, ähnlich wie dies im mehrgliedrigen Schulsystem nach der Grundschule der Fall ist. Gerade seit der Umstrukturierung und der geplanten Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraums im Zuge des Bologna-Prozesses müssen die Angehörigen der Hochschulen zudem mit Entgrenzung und sachlicher, sowie räumlicher Rekonfiguration ihres Lebens-, Bildungs- und Arbeitsraumes umgehen. (vgl. Sorbonne-Declaration1998, Bologna-Deklaration 1999, Prag-Kommunikee 2001, Göteborg-Deklaration 2001, Berlin-Kommunikee 2003, Bergen-Kommunikee 2005, London-Kommunikee 2005, Leuven-Kommunikee 2009, Budapest-Wien-Erklärung 2010) Die Ausgestaltung solcherlei Prozesse und deren Folgen für soziales Handeln in sich neu konstituierenden Raumbezügen wurde durch eine qualitative empirische Erhebung zur Situation der Studierenden alter und neuer Studienordnung erfasst. Die Vorstellungen der Studierenden von Bildung wurden im sozialwissenschaftlichen Feld untersucht und vor der heuristischen Kontrastfolie der historisch-theoretischen Entwürfe  (vgl. Kant 1992, Kant in Vorländer 2004, Humboldt 1964, Humboldt in Müller 1990, Fichte 1919, Schleiermacher 1998, Hegel in Müller 1990, Assmann 1993, Adorno 1982, Adorno 2006, Horkheimer 1985) zur Spezifikation der studentischen Einstellungen und Auffassungen, betrachtet. Zur Ermittlung und Sichtbarmachung von Verständigungsprozessen über Bildung und daraus resultierenden Vorstellungen von einem guten Studium und angemessenen Studienstrategien wird in dem Vortrag die angewandte Methode des Gruppendiskussionsverfahrens kurz vorgestellt und die Ergebnisse der Untersuchung dargelegt. Da die sozialwissenschaftlich-studentische Bildungskultur schließlich mehr als die bloße Agglomeration der Vorstellungen von Fakultätsmitgliedern darstellt und die Einzelbefragung in diesem Themenbereich keine umfassende Erkenntnis bieten kann, musste hier auf das Gruppendiskussionsverfahren zurückgegriffen werden. Gerade in Zeiten von Bologna muss die Transformation von Bildungsprozessen als „Symptom eines umfassenden Strukturwandels der Gesellschaft“ (Oelze 2010: 179) gesehen werden und damit ist schließlich nicht zuletzt eine neue Herausforderung an die kritische soziologische Reflexion von Bruchzonen des gesellschaftlichen Wandels gesetzt.</p>
<p><strong>LITERATUR</strong><br />
Adorno, Theodor W. (2006): Theorie der Halbbildung. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<br />
Adorno, Theodor W. (1982): Erziehung zur Mündigkeit. Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 &#8211; 1969. 8.Aufl. Frankfurt: Suhrkamp.<br />
Assmann, Aleida (1993): Arbeit am nationalen Gedächtnis. Eine kurze Geschichte der deutschen Bildungsidee. Frankfurt, New York: Campus Verlag.<br />
Bergen-Kommunikee (2005): http://www.bmbf.de/pub/bergen_kommunique_dt.pdf (31.03.2010)<br />
Berlin-Kommunikee (2003): http://www.bmbf.de/pub/berlin_communique.pdf (31.03.2010)<br />
Bologna-Deklaration (1999): http://www.bmbf.de/pub/bologna_deu.pdf (31.03.2010)<br />
Budapest-Wien-Deklaration (2010): http://www.bmbf.de/pub/erklaerung_budapest_wien. pdf (31.03.2010)<br />
Fichte, Johann Gottlieb (1919): Deducirter Plan einer zu Berlin zu errichtenden höhern Lehranstalt, in: Spranger, Eduard (Hg.): Über das Wesen der Universität. Neue Ausgabe. Leipzig: Verlag von Felix Meiner. S. 1-104.<br />
Göteborg-Deklaration (2001): http://www.esib.org/index.php/issues/Mobility/396-student-goeteborg-declaration?format=pdf (31.03.2010)<br />
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich (1990): Über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin, in: Müller, Ernst (Hg.): Gelegentliche Gedanken über Universitäten. 1. Aufl. Leipzig: Reclam. S. 284-290.<br />
Horkheimer, Max (1985): Begriff der Bildung. Soziologisches, Universität und Studium, in ders.: Gesammelte Schriften, Vorträge und Aufzeichnungen. Frankfurt am Main: Fischer. S. 409-419.<br />
Humboldt, Wilhelm von (1964): Bildung des Menschen in Schule und Universität. Heidelberg: Quelle &#038; Meyer.<br />
Humboldt, Wilhelm von (1990): Über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin, in: Müller, Ernst (Hg.): Gelegentliche Gedanken über Universitäten. 1. Aufl. Leipzig: Reclam. S. 273-283.<br />
Kant, Immanuel (1992): Der Streit der Fakultäten. 2., veränd. Aufl. Leipzig: Reclam.<br />
Kant, Immanuel (2004): Was ist Aufklärung?, in Vorländer, Karl (2004): Immanuel Kant. Der Mann und das Werk. Sonderausg. nach der 3. erw. Ausg. von 1992. Wiesbaden: Marix-Verl. S. 326-328.<br />
Leuven-Kommunikee (2009): http://www.bmbf.de/pub/leuvener_communique.pdf (31.03.2010)<br />
London-Kommunikee (2007): http://www.bmbf.de/pub/Londoner_Kommunique_Bologna_d.pdf (31.03.2010)<br />
Prag-Kommunikee (2001): http://www.bmbf.de/pub/prager_kommunique.pdf (31.03.2010)<br />
Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst (1998): Universitätsschriften. Herakleitos. Kurze Darstellung des theologischen Studiums.<br />
Sorbonne-Declaration (1998): http://www.bologna-berlin2003.de/pdf/Sorbonne_declaration.pdf (31.03.2010)<br />
Oelze, Berthold (2010): Für eine kritische Soziologie des Bologna-Prozesses. Soziologie. Forum der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Jg. 39, Heft 2. S. 179-185.<br />
Leopold Ringel, Georg Reischauer, Eva Wimmer, Daniela Suchy  (Universität Wien) </p>
<p><small><strong>Jennifer Ch. Müller</strong>, </small></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fwissenschaft-bildung-professionalisierung%2Fkomplexe-alte-neue-bildungswelt-%25e2%2580%2593-ergebnisse-einer-empirischen-untersuchung-zu-bildung-und-studium-in-den-sozialwissenschaften%2F&amp;title=Komplexe%20alte%20neue%20Bildungswelt%20%E2%80%93%20Ergebnisse%20einer%20empirischen%20Untersuchung%20zu%20Bildung%20und%20Studium%20in%20den%20Sozialwissenschaften" id="wpa2a_58"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deprofessionalisierung der Wissenschaft durch Evaluationen?</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/wissenschaft-bildung-professionalisierung/deprofessionalisierung-der-wissenschaft-durch-evaluationen-2/</link>
		<comments>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/wissenschaft-bildung-professionalisierung/deprofessionalisierung-der-wissenschaft-durch-evaluationen-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 10:33:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sandra.matthaeus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft, Bildung, Professionalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[Professionalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wissenschaft [steht] unter Beobachtung&#8221; (Matthies/Simon 2007) und leidet mittlerweile möglicherweise sogar an &#8220;Evaluitis&#8221; (Frey 2007), denn innerhalb der letzten Jahre sind Wissenschaftsevaluationen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Fast jede deutsche Wissenschaftseinrichtung führt inzwischen eigene Evaluationen durch, der Bund verteilt via Evaluation in der Exzellenzinitiative Geld an die Hochschulen, Universitätsrankings sind zur Normalität geworden, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wissenschaft [steht] unter Beobachtung&#8221; (Matthies/Simon 2007) und leidet mittlerweile möglicherweise sogar an &#8220;Evaluitis&#8221; (Frey 2007), denn innerhalb der letzten Jahre sind Wissenschaftsevaluationen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Fast jede deutsche Wissenschaftseinrichtung führt inzwischen eigene Evaluationen durch, der Bund verteilt via Evaluation in der Exzellenzinitiative Geld an die Hochschulen, Universitätsrankings sind zur Normalität geworden, in Großbritannien hängt gar die Grundfinanzierung der Universitäten von einem solchen Ranking-Platz ab, Ratings sind eine durch den Wissenschaftsrat derzeit erprobte Alternative, und auch die Zukunft von NachwuchsgruppenleiterInnen oder JuniorprofessorInnen hängt von Evaluationen ab. Wissenschaft scheint also Teil der &#8220;Audit Society&#8221; (Power 1997) geworden zu sein.<br />
<span id="more-951"></span></p>
<p><strong>von Sandra Matthäus</strong></p>
<p>Aufgrund dieser neuen Steuerungsinstrumente werden mehrheitlich die tief greifenden Veränderungen betont, die Evaluationen in der Wissenschaft auslösen. Es komme zu einer Einschränkung der Autonomie der Wissenschaft, da wissenschaftsfremde, ökonomische und/oder bürokratische Handlungslogiken in das wissenschaftliche Feld eindrängen und dort unkritische und opportunistische Mainstreamforschung sowie eine stärkere Gewichtung von Quantität statt Qualität beförderten. Letztlich drohe also eine Ökonomisierung und damit eine Deprofessionalisierung der Wissenschaft (Münch 2007, Espeland/Sauder 2009, Oevermann 2005, Schimank 2005, Gläser 2003, Frey 2006 &amp; 2007).</p>
<p>Die bisherige Forschung zu diesem Thema ist jedoch durch eine gewisse Empirie- und Theorielosigkeit geprägt. Selten wird sich auf empirische Daten bezüglich der Effekte von Evaluationen gestützt. Wird dies doch getan, dann handelt es sich entweder um die statistische Messung einzelner Variablen deren Veränderungen auf Evaluationen zurückgeführt wird. Oftmals handelt es sich um Untersuchungen auf der Mesoebene der wissenschaftlichen Organisationen, womit also nicht das Handeln und die Orientierungen von WissenschaftlerInnen sondern lediglich von AdministratorInnen erfasst werden. Typisch ist außerdem, dass der Mehrheit dieser Studien kein trennscharfes Konzept professionell-wissenschaftlichen Handelns zugrunde liegt, so dass nur schwer tatsächlich deprofessionalisierende Tendenzen in der Wissenschaft festgestellt werden können.</p>
<p>Wir wissen also wenig über die eigentlichen Effekte von Evaluationen auf der Ebene des wissenschaftlichen Handelns, der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit. Wie nehmen Wissenschaftler Evaluationen wahr? Welche handlungsleitenden Signale senden Evaluationen eigentlich? Und vor allem, verändern &#8216;betroffene&#8217; Wissenschaftler ihr Handeln aufgrund bevorstehender oder bereits durchgeführter Evaluationen? Wenn ja, was genau verändern sie? Ihre Themen, die Publikationsorte, ihre Zeiteinteilung, ihre grundsätzliche Einstellung zur Wissenschaft? Schließlich, inwiefern kann dies als deprofessionalisiert bezeichnet werden? Wie also gestaltet sich die Beziehung zwischen Evaluationen und professionellem wissenschaftlichen Handeln?</p>
<p>Diese Fragen sollen anhand empirischen Materials beantwortet werden. Grundlage sind dabei Ergebnisse einer explorativen Studie zu JuniorprofessorInnen in Bezug auf deren Zwischenevaluationsverfahren, welches über den Verbleib in diesem Amt entscheidet, also einschneidende Konsequenzen nach sich ziehen kann. Zum einen wurde dabei eine Analyse der offiziellen Verfahrensdokumente durchgeführt, um feststellen zu können, inwiefern wissenschaftsfremde Kriterien und Handlungslogiken bereits im Verfahren angelegt sind. Zum anderen wurden qualitative Interviews mit JuniorprofessorInnen aus Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, vor und nach ihrer Evaluation durchgeführt. Thema dabei war ihre allgemeine Wissenschaftsorientierung, sowie ihre Erfahrungen mit dieser Evaluation. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage inwiefern diese Evaluation ihre wissenschaftliche Orientierung und/oder ihr wissenschaftliches Handeln beeinflusst hat. </p>
<p><strong>Sandra Matthäus</strong>, </p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von sandra.matthaeus.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fwissenschaft-bildung-professionalisierung%2Fdeprofessionalisierung-der-wissenschaft-durch-evaluationen-2%2F&amp;title=Deprofessionalisierung%20der%20Wissenschaft%20durch%20Evaluationen%3F" id="wpa2a_60"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dawn of Sociology &#8211; Postessentielle Naturen komplexer Gesellschaften</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 10:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wutzler</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultursoziologie]]></category>
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		<description><![CDATA[„Damit nun kehren die Menschen in die Welt zurück […]. War sie früher unser Herr, später dann unser Sklave, jedenfalls immer unser Wirt, ist sie heute unser Symbiont.“ Michel Serres Natur wird meist als das angesehen, was dem Sozialen gegenüber steht, ein menschenleerer Raum. Natur beschreibt gerade das, was nicht zur Gesellschaft gehört, das was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Damit nun kehren die Menschen in die Welt zurück […]. War sie früher unser Herr, später dann unser Sklave, jedenfalls immer unser Wirt, ist sie heute unser Symbiont.“ Michel Serres Natur wird meist als das angesehen, was dem Sozialen gegenüber steht, ein menschenleerer Raum. Natur beschreibt gerade das, was nicht zur Gesellschaft gehört, das was nicht menschlich bzw. sozial ist. Von einem solchen Verständnis ausgehend, zeigen uns dagegen Ereignisse in 2010 und 2011, wie der Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko oder das Erdbeben und der Tsunami von Japan, die Verstrickung von Natur und Sozialem. Dabei geht es nicht nur um Katastrophen. Populär diskutiert ist der Zusammenhang von Klimawandel, Politik und Gesellschaft.<br />
<span id="more-949"></span></p>
<p><strong>von Michael Wutzler</strong></p>
<p>Natur und das Soziale sind, durch ihre Abgrenzung und Gegenüberstellung, zwei aufeinander verweisende Begriffe. Was unter Sozialem in Abgrenzung zur Natur verstanden werden kann, kann nur durch den Bezug auf die Differenz natürlicher und soziale Prozesse beschrieben werden. Dem folgend ist Natur ebenso Gegenstand der Soziologie. Es fragt sich nur in welcher Weise. Das stellt die Soziologie, als die Wissenschaft der Gesellschaft oder des Sozialen, vor eine Herausforderung.</p>
<p>Dabei ist die Frage nach der Bedeutung von Natur für die Gesellschaft, so alt wie die Disziplin Soziologie selbst. Aus historischen und philosophischen Gründen entstand, mit der Etablierung der Soziologie als selbstständige Disziplin, ein Verständnis des Sozialen, welches Natur als Gegenüber konzipiert und sich durch Eigengesetzlichkeit und Unabhängigkeit von Natur abgrenzt. Lange Zeit war die Soziologie von den Postulaten Durkheims und Webers bestimmt, Soziales mit Sozialem zu erklären und das Soziale als eine Realität sui generis aufzufassen oder eine klare Grenzziehung über diverse Grundkategorien wie z.B. das „sinnhafte Handeln“ zu konstituieren. Dies führte zu einer Verengung der disziplinären Ausrichtung und einer (partiellen) Entnaturalisierung der Soziologie. Mit Aufkommen der gesellschaftlichen Umweltdiskurse in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, wandelte sich das Naturverständnis auch innerhalb der Soziologie.</p>
<p>Spätestens seit den 90er Jahren des letzten Jh. hat sich die schematische Dreiteilung von Naturalismus, Sozialkonstruktivismus und dialektischen Theorien etabliert, um die Debatte über das Verhältnis von Natur und Gesellschaft zu fassen. Konzepte des Naturalismus versuchen das Soziale auf natürliche Prozesse zurückzuführen. Hierbei ist Natur das umfassende Moment, das Soziale ist Natur. Sozialkonstruktivistische Ansätzefassen den Einfluss des Natürlichen auf das Soziale als eher gering. Hierbei ist das Soziale umfassendes Moment, Natur ist ein Soziales Konstrukt. Dialektische Konzepte versuchen dieses Verhältnis über eine dialektische Vermittlung dieser zwei ontologischen Pole zu konzipieren, d.h. Natur und Soziales verweisen konstitutiv aufeinander. Natur in Soziologie einzubinden endete darin, die Polarisierung aufzunehmen und Natur und Soziales als zwei gegensätzliche Fixpunkte zu begreifen. </p>
<p>„Dämmerstunden“: In den letzten Jahrzehnten scheint die Unterscheidung zwischen Natürlichem und Sozialem zunehmend zu verschwimmen. In vielen Praxisfeldern wird die Grenzziehung zwischen Natur und Sozialem immer schwieriger. Die Gesellschaft überformt immer mehr Bereiche dessen, was eigentlich als Natur verstanden wird. Gerade innovative Techniken haben das Verständnis über Natur immer wieder verschoben. Dies umfasst nicht nur die natürliche Umwelt, sondern auch: Körper-Geschlecht, Bio-Politik, Medizin, Gefühle oder Tierrechten, um nur einiges zu nennen.</p>
<p>Mittels verschiedener Konzepte wurde zunächst versucht das Verhältnis von Natur und Gesellschaft zu beschreiben. Dabei changiert die Diskussion weitestgehend zwischen einer harten, deterministischen Natur und dem weichen, unabhängigen Sozialen. Es entwickelten sich, vor allem aus der Wissenschafts- und Technikforschung kommende, Denkungsarten, die diese ontologische Grundannahme/Trennung aufbrechen und versuchen den Beitrag des Natürlichen bzw. die Relevanz von Dingen/Artefakten für die soziale Wirklichkeit<br />
herauszustellen. Natur wird als integraler Bestandteil des Sozialen gesehen. Integral in heterogenem Sinne, d.h. Natur kann bspw. konstitutiv, festigend, stabilisierend oder spirituell, aber auch störend oder zerstörerisch wirken. Vermehrt wird der Blick auf Verwicklungen oder Vernetzungen („Dämmerstunden“) gelegt, in denen die Scharfe Unterscheidung zwischen Natur und Sozialem unwichtig oder unbrauchbar geworden ist.</p>
<p>Der Fokus auf „Dämmerstunden“ ermöglicht zu untersuchen, aus welchen Prozessen heraus etwas als Natur oder Soziales gesehen wird und das Wirken natürlicher Dinge in soziologische Analysen zu integrieren, ohne eine Welt der Gesetzmäßigkeiten und eine Welt der Freiheit gegenüberzustellen. Die Unterscheidung in Natur und Soziales ist keine starre, sondern eine aus der Praxis der Dämmerstunden hervorgehende, fließende und wandelbare Verortung. Den Blick auf die „Dämmerstunden“ zu legen heißt, dass Kategorisierungen und Grenzziehungen der wandelnden sozialen Wirklichkeit folgen müssen. Dies ermöglicht soziologische Analysen mit situations- und gegenstandsbezogenen Beschreibungen der sozialen Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts.</p>
<p>Dämmerung oder Aufbruch der Soziologie: Verschiedene Aspekte bzw. Tendenzen dieser Ansätze bietet die Chance die starre Polarisierung zu umgehen, die Bedeutung von natürliche Dinge für Gesellschaft betrachten zu können und Kritik an herkömmlichen soziologischen Begriffen zu üben, ohne damit zugleich Besonderheiten oder die Soziologie aufgeben zu müssen. Im Kern sollen Konturen eines postessentiellen Verständnisses von Natur herausgearbeitet werden, welches sich grundlegend gegen die Polarisierung und Fixierung von Natur und Sozialem richtet und die komplexen Verwicklungen von Naturen und Gesellschaften adäquat beschreiben kann. Ein solches Konzept legt den Fokus nicht nur dauerhaft auf „Dämmerstunden“, sondern befinden sich auch dauerhaft in einer „Dämmerstunde“, da es den eigenen Analysen immer wieder folgen muss: „Irgendwann wechselt die Farbe: die Bedeutung der unreflektiert verwerteten Gesichtspunkte wird unsicher, der Weg verliert sich in der Dämmerung. Das Licht der großen Kulturprobleme ist weiter gezogen. Dann rüstet sich auch die Wissenschaft, ihren Standort und ihren Begriffsapparat zu wechseln.</p>
<p><small><strong>Michael Wutzler</strong>, studiert seit 2005 in Jena Soziologie sowie Geschichte auf Magister und beschäftigt sich vor allem mit soziologischer Theorie, Umweltsoziologie und Familiensoziologie. Seit 2008 ist er HiWi und Tutor am Lehrstuhl für Sozialisationstheorie und Mikrosoziologie. Zudem setzt er sich für eine nachhaltige Entwicklung der FSU Jena ein und ist Mitglied der Sektion Umweltsoziologie der DGS.&#8221;</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Michael Wutzler.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fuber-die-kategorien-hinaus%2Fdawn-of-sociology-postessentielle-naturen-komplexer-gesellschaften%2F&amp;title=Dawn%20of%20Sociology%20%26%238211%3B%20Postessentielle%20Naturen%20komplexer%20Gesellschaften" id="wpa2a_62"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gibt es wirklich eine fundamentale kognitive Differenz zwischen Menschen und Tieren? Aktuelle Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für das gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnis</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 10:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit der medialen Debatte um die ethischen und ökologischen Konsequenzen des Fleischverzehrs, angeregt vor allem durch das Buch „Tiere essen“ des US-Autors Jonathan Safran Foers, zeichnet sich eine Verschiebung in den öffentlichen Diskursen über die gesellschaftliche Mensch-Tier-Beziehung sowie über die Haltung und Tötung von Tieren für menschliche Zwecke ab. Sollte sich dieser Trend verstetigen, könnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der medialen Debatte um die ethischen und ökologischen Konsequenzen des Fleischverzehrs, angeregt vor allem durch das Buch „Tiere essen“ des US-Autors Jonathan Safran Foers, zeichnet sich eine Verschiebung in den öffentlichen Diskursen über die gesellschaftliche Mensch-Tier-Beziehung sowie über die Haltung und Tötung von Tieren für menschliche Zwecke ab. Sollte sich dieser Trend verstetigen, könnte dies angesichts der immensen ökonomischen und kulturellen Bedeutung der gesellschaftlichen Tiernutzung zu einem fundamentalen Wandel der Strukturen westlicher Gesellschaften führen.<br />
<span id="more-947"></span></p>
<p><strong>von Sonja Buschka</strong></p>
<p>Theoretischer Hintergrund<br />
Seit der Antike war es für europäische Gesellschaften üblich und nahezu selbstevident, eine harte Trennlinie zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Tieren zu propagieren. Die Begründung einer solchen Trennlinie basiert in wissenschaftlichen, philosophischen und Alltagsdiskursen üblicherweise auf der Annahme, dass Tiere grundsätzlich nicht über ‚Geist’ verfügen während dies bei Menschen grundsätzlich der Fall ist. Auf diese Weise wurden Tiere als vom Menschen vollständig verschiedene Lebewesen konstruiert, wobei Menschen als Besitzer von ‚Geist’ gegenüber den Nichtbesitzern von ‚Geist’ (den Tieren) als höherwertig eingestuft wurden. Diese behauptete Höherwertigkeit ist bis heute eine Hauptprämisse in der Legitimierung menschlicher Macht, Herrschaft und Gewalt gegenüber Tieren und für den Ausschluss von tierlichen Individuen aus der moralischen Gemeinschaft.</p>
<p>Forschungsfragen und Ergebnisse<br />
Das Hauptanliegen des Papers ist die Konfrontation der Annahme einer fundamentalen kognitiven Differenz zwischen Menschen und Tieren mit den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Studien zum Tierverhalten. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass eine solche Differenz sozial konstruiert ist und nicht durch gegenwärtige naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse belegt werden kann. Es werden die Ergebnisse eines Forschungsprojekts vorgetragen, das an der Universität Hamburg durchgeführt wurde.  Dabei stellte sich heraus, dass die gegenwärtige Konstruktion einer fundamentalen kognitiven Differenz zwischen Menschen und Tieren nicht haltbar ist. Das zweite Anliegen des Papers ist aufzuzeigen, in welcher Weise diese Ergebnisse den menschlichen Herrschaftsanspruch über Tiere und den institutionellen Hintergrund westlicher Gesellschaften. </p>
<p>Methodischer Ansatz<br />
Die durchgeführte Forschung basiert auf der Textanalyse philosophischer Diskurse mit Tierbezug von der Antike bis heute sowie auf der Meta-Analyse biologischer und verhaltenswissenschaftlicher Studien der letzten zehn Jahre zu den kognitiven Fähigkeiten von Tieren.</p>
<p><small><strong>Sonja Buschka</strong>, hat Philosophie und Soziologie an der Universität Hamburg studiert. Aktuell promoviert sie in Soziologie auf dem Feld des gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnisses. Sie ist Mitherausgeberin und Mitautorin zweier Aufsätze des im Winter 2011 erscheinenden Buches &#8220;Gesellschaft und Tiere. Soziologische Analysen zu einem ambivalenten Verhältnis&#8221;. Ihre Forschungsinteressen liegen neben der Erforschung des gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnisses insbesondere im Bereich der Analyse sozialer Ungleichheiten und der Ethik.“</small></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fuber-die-kategorien-hinaus%2Fgibt-es-wirklich-eine-fundamentale-kognitive-differenz-zwischen-menschen-und-tieren-aktuelle-forschungsergebnisse-und-ihre-bedeutung-fur-das-gesellschaftliche-mensch-tier-verhaltnis%2F&amp;title=Gibt%20es%20wirklich%20eine%20fundamentale%20kognitive%20Differenz%20zwischen%20Menschen%20und%20Tieren%3F%20Aktuelle%20Forschungsergebnisse%20und%20ihre%20Bedeutung%20f%C3%BCr%20das%20gesellschaftliche%20Mensch-Tier-Verh%C3%A4ltnis" id="wpa2a_64"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sorry, we’re closed: Endlich wächst zusammen, was auseinander gehören will!</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 09:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im aktuellen soziologischen Globalisierungsdiskurs ist es ein Gemeinplatz das Verschwinden des Nationalstaates zugunsten einer Öffnung der Gesellschaft zu attestieren. Diese Diagnose ist im Lichte neuer Kommunikationsformen, sowie wirtschaftlicher und politischer Integration sicher nicht unangemessen und stellt nicht nur die Akteure, sondern auch die Soziologie vor neue Aufgaben. von Dominik Döllinger Die Agonie der geschlossenen Räume [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im aktuellen soziologischen Globalisierungsdiskurs ist es ein Gemeinplatz das Verschwinden des Nationalstaates zugunsten einer Öffnung der Gesellschaft zu attestieren. Diese Diagnose ist im Lichte neuer Kommunikationsformen, sowie wirtschaftlicher und politischer Integration sicher nicht unangemessen und stellt nicht nur die Akteure, sondern auch die Soziologie vor neue Aufgaben.<br />
<span id="more-945"></span></p>
<p><strong>von Dominik Döllinger</strong></p>
<p>Die Agonie der geschlossenen Räume tritt allgemein dort in den Vordergrund, wo sich Fragen der Identifikation und Sicherheit von Gemeinschaften stellen. Den Bedrohungen für das Selbstverständnis einer Gemeinschaft wird dementsprechend häufig mit Tendenzen zur Raumschließung begegnet, wie sie sich im neuen europäischen Nationalismus oder auch religiösem Fundamentalismus äußern. Es scheint daher angebracht dem Öffnungsmechanismus der Globalisierung einen Schließungsmechanismus verschiedener Vergemeinschaftungen dialektisch gegenüber zu stellen.</p>
<p>Für ein solches Unterfangen bietet sich die Einnahme einer raumsoziologischen Perspektive an. Mit Georg Simmel wissen wir, dass sich Gemeinschaften in den Raum einschreiben und dieser wiederum auf die Gemeinschaft zurückwirkt. Einer der wichtigsten soziologischen Tatbestände ist in diesem Zusammenhang die Grenze, die gleichsam dasjenige Phänomen ist, dem im Zuge der Globalisierung immer weniger Bedeutung beigemessen wird. Dies geschieht, obwohl die Möglichkeiten der Abgrenzung nach außen, sowie der Homogenisierung nach innen explizit auf einer Grenzziehung durch die jeweiligen Gemeinschaften beruhen. Dementsprechend ist die Suche nach dem geschlossenen Raum nicht zuletzt aucheine Suche nach Identifikation. Raum und Grenze sollten somit heute mehr denn je im Fokus soziologischer Untersuchungen stehen.</p>
<p>Bemüht man nun zunächst die von Simmel genannten Raumqualitäten um die Notwendigkeiten des geschlossenen Raumes soziologisch zu erfassen, drängt sich sodann eine strukturalistische Lesart dieser Ideen auf, die einige Verbindungsmöglichkeiten zu den Foucaultschen Begriffen der Heterotopie und Utopie anbieten. In meinem Vortrag werde ich versuchen zu zeigen, dass die Verknüpfung von Simmel und Foucault auf dem Gebiet der Raumsoziologie einen differenzierten Blick auf das Spannungsfeld zwischen offenen und geschlossenen Räumen in der globalisierten Welt ermöglicht.</p>
<p>Es wird zu zeigen sein wie sich die Verwendung raumsoziologischer Perspektiven für das Verständnis der Globalisierungsdynamiken und deren Folgen fruchtbar machen lässt und wie die Suche nach Identität einer Gemeinschaft zur Suche nach einem geschlossenen Raum umgedeutet werden kann. Mittels verschiedener Illustrationen aus der sozialen Wirklichkeit (deren Auswahl sich an den zum Zeitpunkt des Vortrages aktuellen Brennpunkten orientieren wird) kann dann diskutiert werden, ob gesellschaftlicher Wandel jemals vom Raum losgelöst begriffen werden kann und ob nicht die Grenze gerade jetzt, wo sie als Modell der territorialen Abgrenzung obsolet zu werden scheint, als Beispiel soziologischer Wechselwirkungen besonderer Aufmerksamkeit bedarf.</p>
<p><small><strong>Dominik Döllinger</strong>, ist 25 Jahre alt, studiert Soziologie im Hauptfach (Diplom) und Psychologie und Philosophie im Nebenfach an der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Dazu ist er am Lehrstuhl von Professor Richard Münch angestellt (Hiwi und Tutor) und arbeitet dort an einigen Projekten mit.<br />
Seine soziologische Orientierung ist eher theoretisch und dabei stark geprägt vom französischen (Post-)Strukturalismus und dessen Vorläufern (Mauss, Halbwachs, Durkheim), der Lebensphilosophie von Nietzsche und Bergson, und soziologischen Klassikern wie Simmel und Weber. An seinen Nebenfächern dürfte auch noch deutlich werden, dass er großes Interesse an Subjekttheorien hat, von der Psychoanalyse (Freud, Jung, Fromm, Lacan, Zizek) bis Mead, sowie verschiedenen kognitivistischen Ansätzen der Psychologie. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt für ihn noch auf dem Bereich der Kunstsoziologie (v.a. Film). Das Thema Raum hat wurde vor allem im Rahmen verschiedener Arbeiten an seinem Lehrstuhl inspiriert und begann als Arbeit um das Verschwinden des Nationalstaates. Mittlerweile hat er seine Ideen weiter abstrahiert und versucht die Raumsoziologie sowohl von Seiten der Makro- als auch der Mikroebene zu denken.</small></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fuber-die-kategorien-hinaus%2Fsorry-we%25e2%2580%2599re-closed-endlich-wachst-zusammen-was-auseinander-gehoren-will%2F&amp;title=Sorry%2C%20we%E2%80%99re%20closed%3A%20Endlich%20w%C3%A4chst%20zusammen%2C%20was%20auseinander%20geh%C3%B6ren%20will%21" id="wpa2a_66"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Konstruktion religiöser Identität im Spannungsfeld von Tradition und Bruch. Eine empirisch explorative Studie bei der Priesterbruderschaft St. Pius X.</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 09:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirca Lotz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben, Lieben, Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Fundamentalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Systemtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>

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		<description><![CDATA[The second Vatican Council changed the form of the Catholic mass through changing the liturgy as well as theological concerns. In the centre of this paper is the religious practice of the Society of St. Pius X. who, with reference to the Catholic tradition has decided to act up against the very same thing therefore [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The second Vatican Council changed the form of the Catholic mass through changing the liturgy as well as theological concerns. In the centre of this paper is the religious practice of the Society of St. Pius X. who, with reference to the Catholic tradition has decided to act up against the very same thing therefore creating their own identity through this deferral. While communication opens situations to reinterpretation, rituals as a special form of communication provide a certain closure. Tradition characterized as a nonreflexive and ritualized behavior has to become reflexive in order to legitimize their identity as “the tradition”. Once a tradition is questioned it loses its stabilizing quality and constantly refers to contingency: if one thing is being questioned, others might follow, therefore threatening the social order as a whole. We will see how they in their everyday religious life manage to resolve this problem and stabilize their identity through shared orthopraxis.<br />
<span id="more-943"></span></p>
<p><strong>von Mirca Lotz</strong></p>
<p><small><strong>Mirca Lotz</strong>, hat Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Arbeits- &#038; Organisationspsychologie an der LMU München studiert. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation über die Piusbruderschaft am Lehrstuhl Nassehi (LMU München). Sie interessiert sich für Wissens-/Kultur- sowie Religionssoziologie.</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Mirca Lotz.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fleben-lieben-sterben%2Fdie-konstruktion-religioser-identitat-im-spannungsfeld-von-tradition-und-bruch-eine-empirisch-explorative-studie-bei-der-priesterbruderschaft-st-pius-x%2F&amp;title=Die%20Konstruktion%20religi%C3%B6ser%20Identit%C3%A4t%20im%20Spannungsfeld%20von%20Tradition%20und%20Bruch.%20Eine%20empirisch%20explorative%20Studie%20bei%20der%20Priesterbruderschaft%20St.%20Pius%20X." id="wpa2a_68"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>SAPV in Berlin &#8211; eine soziologische Untersuchung zum organisierten Sterben zu Hause</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 09:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska.kopitzsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben, Lieben, Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Institution]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
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		<category><![CDATA[Rollen]]></category>
		<category><![CDATA[Thanatossoziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gesellschaft und die Politik in Deutschland steht vor der Aufgabe, die verschiedenen Ansätze zur Gestaltung eines humanen Sterbens in Würde wahrzunehmen. Angesichts der entstandenen Vielfalt differenzierter und spezialisierter Konzeptionen zur Begleitung und Versorgung schwer-kranker und sterbender Menschen in den vergangenen Jahren, vertrete ich die These eines institutionalisierten Sterbens in Deutschland. Mein Vortrag beschäftigt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesellschaft und die Politik in Deutschland steht vor der Aufgabe, die verschiedenen Ansätze zur Gestaltung eines humanen Sterbens in Würde wahrzunehmen. Angesichts der entstandenen Vielfalt differenzierter und spezialisierter Konzeptionen zur Begleitung und Versorgung schwer-kranker und sterbender Menschen in den vergangenen Jahren, vertrete ich die These eines institutionalisierten Sterbens in Deutschland.<br />
Mein Vortrag beschäftigt sich hierbei mit der Frage, wie sich das institutionalisiertes Sterben in Deutschland speziell in der ambulanten Versorgung organisiert und welche Institutionalisierungskonflikte dabei zu beobachten sind. Dabei werde ich die Vielfalt moderner Kommunikation und Organisation in Bezug auf Sterben und Tod als wichtigen Bereich sozialwissenschaftlicher Forschung darstellen.<br />
<span id="more-936"></span></p>
<p><strong>von Franziska Kopitzsch</strong></p>
<p>Soziologen sehen den Tod eines Individuums im Hinblick auf die Veränderung von Gruppenstrukturen und setzen die Art und Weise, wie Menschen mit Tod und Sterben umgehen, in Beziehung zu gesamt-gesellschaftlichen Gegebenheiten und Veränderungen.<br />
Trotzdem scheint die wissenschaftliche &#8211; soziologische Beschäftigung mit Tod und Sterben im deutschsprachigen Raum nur schwerfällig in Gang zu kommen.<br />
Nur sehr zaghaft lassen sich Bemühungen um die Erforschung todbezogenen Erlebens und Verhaltens erkennen, obwohl sich doch in den letzten Jahren eine Teildisziplin innerhalb der Soziologie etabliert hat, die unter der Bezeichnung Thanatosoziologie arbeitet.<br />
Innerhalb der Thanatosoziologie lassen sich – obwohl vielfältig miteinander verknüpft und einander überschneidend – verschiedene relativ eigenständige Themenkreise unterscheiden. In theoretischer Hinsicht wird thematisch unterschieden, trotz ihrer Untrennbarkeit bei Sterben und Tod.<br />
In den empirischen Forschungen zur Thanatosoziologie werden Krankenhäuser, Hospize, selten Heime, aber fast gar nicht der private Bereich des Sterbens gewählt.<br />
Für die meisten Menschen findet die Endphase des Sterbens schon seit Jahren in Krankenhäusern und Heimen statt. Um diesen Zustand aus altruistischer und ökonomischer Sicht zu ändern, verabschiedete 2007 der Deutsche Bundestag das Gesetz zur SAPV (Spezielle Ambulante Palliativversorgung). Dadurch erhalten sterbende Menschen den gesetzlichen Anspruch einer medizinischen und pflegerischen Versorgung zu Hause.<br />
Thanatosoziologie, die Soziologie des Todes, befasst sich nicht nur mit Forschungen zu sozialen Todesbildern, mit der Erfahrung von Endlichkeit des Lebens, mit dem kulturellen Stellenwert von Tod und Sterben in der Gesellschaft, sondern auch mit den sozialen Definitionen des Sterbevorgangs.<br />
Im Rahmen dieses Verständnisses von Thanatosoziologie behandelt meine Diplomarbeit, die ich Form eines Vortrages darstellen möchte, das Sterben zu Hause innerhalb der SAPV. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem institutionalisierten Sterben. Meine Äußerungen beruhen auf Interpretationen einer ethnographischen Einzelfallstudie und zahlreichen Experteninterviews mit Palliativärzten, Palliativpflegepersonal und Angehörigen.<br />
Faktisch gesehen, ist „das Sterben“ die Vorraussetzung für die SAPV. Der Umfang dieser Versorgung wird vom Sterbenden, der Komplexität seiner Krankheit, dessen Angehörigen und den finanziellen Möglichkeiten festgelegt. Der Umfang kann sich auf medizinische, pflegerische und psycho-soziale Belange ausdehnen.<br />
Dadurch steigert sich wieder die Relevanz, die der Erwartung des Todes und der an sie geknüpften Verhaltensprogramme im Einzelfall zukommt. Die Tatsache des absehbaren Todes hat einen beträchtlichen Einfluss auf die Art und Weise, wie diese Versorgung im konkreten Fall organisatorisch gelöst wird. Neben der medizinischen Grundlage, welches Sterben definiert, gibt es eine Reihe von gesellschaftlichen Punkten, die bei der Feststellung und der Verwendung des Begriffes Sterben eine Rolle spielen.<br />
Die ganze Art und Weise der medizinischen, wie pflegerischen Versorgung spiegelt die begrenzte zeitliche Perspektive des Sterbenden wieder. Damit legt die Institution  SAPV professionelle und organisatorische Bedingungen für eine Sterberolle fest. Diese wird durch die Einschätzungen der Ärzte, des Pflegepersonals aber auch durch die Angehörigen hervorgerufen.<br />
Gerade zu der Erwartung des Ablebens gab es während meiner Untersuchungszeit ein signifikantes Ereignis. Ein Patient aus der SAPV konnte seinen gesundheitlichen Zustand so gut stabilisieren, dass er aus der SAPV wieder heraus genommen wurde.<br />
Dieses Beispiel zeigt sehr eindrucksvoll, dass das Vorliegen einer tödlichen Krankheit oder einer Krankheit mit tödlichem Ausgang noch längst nicht in allen Fällen hinreicht, um jemanden als Sterbenden zu bezeichnen oder zu behandeln.<br />
Gerade diese Versorgungsunterscheidung, auf die sich die Medizin und Pflege zu einem bestimmten Zeitpunkt bei der Organisation der therapeutischen Maßnahmen stützen, ist immer ein Produkt des gegenwärtigen Stands des medizinischen Wissens und sozial konstruiert.<br />
Die SAPV dient nicht nur als Orientierungshilfe für die Zukunft, wenn es um Aktivitäten geht, die in Hinblick auf den zu erwartenden Tod des Patienten organisiert werden müssen. Der gesetzliche Anspruch auf ein würdevolles Sterben zu Hause bestimmt auch Symptome, Krankheiten oder körperliche Vorgänge, und auch eine bestimmte Form der Fürsorge und des medizinischen und pflegerischen Verhaltens gegenüber Personen, die durch die SAPV als Sterbende gekennzeichnet sind. </p>
<p>Die Institutionalisierung des Sterbens betrifft also nicht nur spezielle Organisationen, wie Krankenhäuser, Heime oder Hospize, sondern auch die individuelle und familiäre Planung eines menschenwürdigen Sterbens zu Hause. Die Institutionalisierung des Sterbens findet damit folglich nicht nur in Organisationen, sondern auch in Familien und bei Individuen statt. Dadurch entstehen Institutionalisierungskonflikte, die sich lohnen näher zu untersuchen und die ich in meinem Vortrag aufzeige.</p>
<p><strong>Franziska Kopitzsch</strong>, geboren 1981 in Leipzig; Studium der Soziologie mit technikwissenschaftlicher Ausrichtung und Psychologie an der Technischen Universität in Berlin.</p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von franziska.kopitzsch.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fleben-lieben-sterben%2Fsapv-in-berlin-eine-soziologische-untersuchung-zum-organisierten-sterben-zu-hause-2%2F&amp;title=SAPV%20in%20Berlin%20%26%238211%3B%20eine%20soziologische%20Untersuchung%20zum%20organisierten%20Sterben%20zu%20Hause" id="wpa2a_70"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Bedeutung des Nationalstaats als Denkkategorie der Sozialwissenschaft. Kritische Anmerkungen zum „methodologischen Nationalismus“</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 09:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Triebe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über die Kategorien hinaus]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Bias]]></category>
		<category><![CDATA[Methodologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstruktur]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Vortrag thematisiert die Ursachen und Auswirkungen des methodologischen Nationalismus, worunter die oft unbewusste Verwendung des Nationalstaats als sozialwissenschaftliche Untersuchungseinheit und seine Gleichsetzung mit Gesellschaft verstanden wird. Anhand von Beispielen wird dabei gezeigt, wie der unreflektierte Umgang mit dem Nationalstaat in den Sozialwissenschaften dazu führt, dass die nationalstaatliche Perspektive auf soziale Phänomene normalisiert, legitimiert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vortrag thematisiert die Ursachen und Auswirkungen des methodologischen Nationalismus, worunter die oft unbewusste Verwendung des Nationalstaats als sozialwissenschaftliche Untersuchungseinheit und seine Gleichsetzung mit Gesellschaft verstanden wird. Anhand von Beispielen wird dabei gezeigt, wie der unreflektierte Umgang mit dem Nationalstaat in den Sozialwissenschaften dazu führt, dass die nationalstaatliche Perspektive auf soziale Phänomene normalisiert, legitimiert und reproduziert wird. Um damit verbundene Verzerrungen in der sozialwissenschaftlichen Beobachterperspektive erkennen und vorbeugen zu können, plädiert der Vortrag für eine stärkere Reflektion der Bedeutung des Nationalstaats als Denkkategorie.<br />
<span id="more-928"></span></p>
<p><strong>von Benjamin Triebe</strong></p>
<p>In den Sozialwissenschaften wird bereits seit geraumer Zeit darüber diskutiert, dass der Nationalstaat, dessen Existenz vielen Menschen oft wie eine ontologische Selbstverständlichkeit erscheint, in den letzten Jahrzehnten stark unter Druck geraten ist. So haben seit dem Ende des Kalten Krieges insbesondere wahrgenommene Prozesse der Globalisierung, Europäisierung und Denationalisierung dazu beigetragen, die Zukunft des Nationalstaats als bestimmende politische und soziale Organisationsform unserer Zeit kritisch zu hinterfragen und den Wandel von Staatlichkeit sozialwissenschaftlich stärker zu untersuchen. </p>
<p>Dass der Nationalstaat nicht für die Ewigkeit gemacht ist und genauso sozialem Wandel unterliegt wie andere Phänomene menschlichen Zusammenlebens, ist dabei weder eine überraschende noch eine neue Erkenntnis. Allerdings bezog sich diese Erkenntnis in der Sozialwissenschaft lange Zeit vor allem auf den Staat und weniger auf die Nation. So gab es bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die verschiedensten Theorien zum Staat, während Nation, Nationalität und Nationalgefühl in der frühen Sozialwissenschaft weitgehend als selbstverständlich galten und kaum reflektiert wurden. Eine wirklich kritische Reflektion dieser Annahmen vollzog sich in der Nationen- und Nationalismusforschung erst in den 1980er Jahren durch Anderson, Gellner und Hobsbawm. Die dabei gewonnene Erkenntnis, dass es sich bei Nationen hauptsächlich um moderne Phänomene und Konstrukte des menschlichen Denkens handelt, war zwar für die Nationalismusforschung sehr bedeutend, hat in der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung und Forschungspraxis jedoch kaum Konsequenzen nach sich gezogen. </p>
<p>Die mangelnde Konsequenz beim Umgang mit dem Nationalstaat als sozialwissenschaftlicher Untersuchungseinheit wird heute allgemein mit dem Begriff des methodologischen Nationalismus beschrieben, der in 1970er Jahren geprägt wurde und im Zuge der jüngsten Diskussion über Globalisierung und den Wandel von Nationalstaatlichkeit eine stärkere Verbreitung erfahren hat. Dazu hat im deutschsprachigen Bereich insbesondere Ulrich Beck beigetragen, der die Sozialwissenschaften generell eines methodologischen Nationalismus verdächtigt und als Alternative einen methodologischen Kosmopolitismus vorschlägt. Mit dem Begriff des methodologischen Nationalismus verbindet sich dabei im Kern die Kritik, dass die Sozialwissenschaften, ausgehend von einer Containertheorie der Gleichsetzung von Staat und Gesellschaft, den Nationalstaat mehr oder weniger ‚naturalisieren‘, Staat und Nation also als naturgegebene Untersuchungseinheiten ansehen. Auf diese Weise werde die soziale Wirklichkeit von Anfang an als nationalstaatlich verfasst wahrgenommen, was letztlich empirische Beobachtungen und theoretische Überlegungen in der Wissenschaft vorstrukturiere, wenn nicht sogar verfälsche – bspw. wenn es um die adäquate Erfassung transnationaler Phänomene geht.</p>
<p>Die Auseinandersetzung mit den aktivsten KritikerInnen des methodologischen Nationalismus – neben Beck insbesondere Daniel Chernilo, Nina Glick Schiller, Andreas Wimmer und Michael Zürn, die den Begriff zum Teil als Kampfbegriff benutzen – legt den Schluss nahe, dass der Nationalstaat eine grundlegende Denkkategorie in der Sozialwissenschaft darstellt. So sind viele sozialwissenschaftliche Untersuchungen oft unbewusst auf den Nationalstaat fokussiert bzw. verwenden ihn unhinterfragt als selbstverständliche Analyseeinheit und verorten in der Folge Gesellschaft hauptsächlich im nationalstaatlichen Container. Dies beruht auf dem sozialen Verständnis des Nationalstaats, das von impliziten, historisch entstandenen und damit kontingenten Annahmen geprägt ist. Dazu zählen die Vorstellung einer territorial gebundenen, begrenzten Gesellschaft und die Idee der Verknüpfung von Nation, Staat und Territorium. Die Übernahme dieser Annahmen trotz ihrer Kontingenz in die wissenschaftliche Beobachterperspektive und die Bedeutung des Nationalstaats als wirkmächtige Kategorie des Denkens lassen sich im Anschluss an Berger und Luckmann über die gesellschaftlichen Prozesse der Wirklichkeits-Konstruktion erklären. Dabei spielen für die Internalisierung nationalstaatlich geprägter Wirklichkeitsvorstellungen insbesondere Institutionen wie Schulen oder Universitäten, die meist selbst staatlich organisiert sind, eine zentrale Rolle.</p>
<p>Der methodologische Nationalismus besitzt aber nicht nur eine soziale Grundlage, sondern entfaltet auch bestimmte Wirkungen. So führt die unbewusste sozialwissenschaftliche Fixierung auf den Nationalstaat als Analyseeinheit zu dauerhafter Reduktion von sozialer Komplexität sowie zur Objektivierung und Normalisierung der nationalstaatlichen Perspektive (bspw. indem nicht-staatszentrierte Forschungsansätze unter besonderem Rechtfertigungszwang gestellt oder einfach marginalisiert werden; indem Geschichte als kontinuierliche und sinnhafte Nationalgeschichte erzählt wird; indem Migration vor allem nationalstaatlich gedeutet wird; indem bei der Sozialstrukturanalyse globale Ungleichheiten gegenüber nationalen vernachlässigt werden). </p>
<p>Der methodologische Nationalismus trägt mit diesen Wirkungen letztlich zur Legitimation und Reproduktion der nationalstaatlichen Perspektive bei – eine Perspektive, die die komplexe soziale Welt nach klaren nationalen Kriterien ordnet und somit Orientierung bietet. Das Paradigma des methodologischen Nationalismus erfüllt damit eine wichtige Funktion für die moderne Gesellschaft, deren Wirklichkeit hauptsächlich als territorial und nationalstaatlich verfasst vorgestellt wird. Zugleich wirft die weitgehend unhinterfragte Verwendung des Nationalstaates aber grundlegende Fragen gegenüber dem Anspruch der Sozialwissenschaft auf, die Welt adäquat und objektiv zu beschreiben und zu analysieren. Ein erster Schritt, um möglichen Verzerrungen und Einseitigkeiten durch den methodologischen Nationalismus vorzubeugen, wäre die stärkere Reflektion der Bedeutung des Nationalstaats für die eigene sozialwissenschaftliche Beobachterperspektive sowie die bewusste Auswahl und explizite Begründung von Untersuchungseinheiten.</p>
<p><small><strong>Benjamin Triebe</strong> hat von 2005 bis 2011 Politikwissenschaft und Soziologie (Magister) an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena studiert. Seit 2007 war er als Tutor und studentische Hilfskraft sowohl am Soziologie- als auch am Politikwissenschafts-Institut tätig. Seine thematischen Schwerpunkte sind der Nationalstaat &#038; Nationalismus, Globalisierung, Weltpolitik, Wissenssoziologie sowie politische und soziologische Theorie im Allgemeinen.</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Benjamin Triebe.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fuber-die-kategorien-hinaus%2Fdie-bedeutung-des-nationalstaats-als-denkkategorie-der-sozialwissenschaft-kritische-anmerkungen-zum-%25e2%2580%259emethodologischen-nationalismus%25e2%2580%259c%2F&amp;title=Die%20Bedeutung%20des%20Nationalstaats%20als%20Denkkategorie%20der%20Sozialwissenschaft.%20Kritische%20Anmerkungen%20zum%20%E2%80%9Emethodologischen%20Nationalismus%E2%80%9C" id="wpa2a_72"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Postkolonialismus und politischer Mythos. Das Beispiel des „Bolivarianismo“ in Hugo Chávez Venezuela</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 09:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Drewski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Staat und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Postkolonialismus]]></category>
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		<description><![CDATA[In meiner Bachelorarbeit &#8211; an die sich thematisch mein Vortragsthema angliedert &#8211; beschäftige ich mich mit dem Zusammenhang von Populismus und politischem Mythos am Beispiel der &#8220;Bolivarianischen Revolution&#8221; in Venezuela unter Hugo Chávez. Meine Interessen bzw. Studienschwerpunkte sind Kultursoziologie, politische Soziologie, politische Theorie und Kritische Theorie. von Daniel Drewski In den Jahren 2010/2011 feiern eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Bachelorarbeit &#8211; an die sich thematisch mein Vortragsthema angliedert &#8211; beschäftige ich mich mit dem Zusammenhang von Populismus und politischem Mythos am Beispiel der &#8220;Bolivarianischen Revolution&#8221; in Venezuela unter Hugo Chávez. Meine Interessen bzw. Studienschwerpunkte sind Kultursoziologie, politische Soziologie, politische Theorie und Kritische Theorie.<br />
<span id="more-925"></span></p>
<p><strong>von Daniel Drewski</strong></p>
<p>In den Jahren 2010/2011 feiern eine Reihe lateinamerikanischer Staaten ihre 200-jährige Unabhängigkeit (den sog. „Bicentenario“) von der Kolonialmacht Spanien. Wichtiger als diese staatspolitischen Ereignisse von 1810/1811 sind für das nationale Bewusstsein aber meist die großen Befreierfiguren: José de San Martín im Süden und Simón Bolívar im Norden des Kontinents. Gerade Bolívar &#8211; der „Libertador“ &#8211; spielt als Feldherr, Staatengründer, Verfassungsgeber, Politiker und Präsident eine herausragende Rolle im kollektiven Gedächtnis insbesondere Venezuelas, seines Geburtslandes. Die Zivilreligion, die sich schon kurz nach seinem Tode um diesen „Nationalhelden“ gebildet hat, ist zum ordnungspolitischen Instrument zahlreicher Regierungen und Diktaturen des Landes geworden. Aus dem umfangreichen Fundus an Reden, Korrespondenzen, symbolträchtigen Handlungen und Anekdoten ließ sich über die letzten ca. 170 Jahre je nach politischem Belieben ein konformes Bild des Befreiers schustern. Simón Bolívar kann deshalb als Paradebeispiel eines politischen Mythos gelten, durch den das politische Feld diskursiv strukturiert ist.</p>
<p>Neben konservativen und liberalen Interpretationen ist aber das wohl umfangreichste Projekt der „Bolivarianisierung“ nationalstaatlicher Politik dasjenige, welches durch Hugo Chávez seit seiner Wahl zum Präsidenten Venezuelas (1998) – nach seiner Verfassungsreform „Bolivarianische Republik Venezuela“ genannt &#8211; vorangetrieben wird. Die egalitaristischen, panamerikanischen und anti-imperialistischen (bzw. anti-US-amerikanischen) Komponente der Bolívar-Doktrin betonend, wird – im Laufe zunehmender Radikalisierung der Regierung &#8211; die sog. „Bolivarianische Revolution“ gegen Neoliberalismus und repräsentative Demokratie, sowie später als eine Erneuerung des Sozialismus für das 21. Jahrhundert in Anschlag gebracht. Chávez versteht sich als Erbe Simón Bolívars, der das Land in einer zweiten Unabhängigkeitsbewegung von den „imperialistischen“ Bestrebungen vor allem der Vereinigten Staaten befreien will.</p>
<p>Welche Rolle spielt und kann der Bolívar-Mythos als Identitätsmodell Venezuelas spielen? Am Beispiel einer Fallstudie des „Chavismo“ soll in dem Vortrag der Versuch unternommen werden, theoretisch den Zusammenhang von politischem Mythos und postkolonialer Konstellation herauszuarbeiten.</p>
<p>Da sie zumeist im Kontext der Erfahrungen des britischen Empires formuliert wurden, sind allerdings die Prämissen und Erkenntnisse der „postkolonialen Studien“ nicht ohne weiteres auf Lateinamerika übertragbar. Im Gegensatz zu den britischen Kolonien hatten sich die lateinamerikanischen Staaten nämlich schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts unabhängig gemacht. Doch die ökonomische und kulturelle Abhängigkeit der „Peripherie“ von der „Metropole“ zog sich laut der (in Lateinamerika formulierten) „Dependenztheorie“ auf andere Weise bis weit in das 20. Jahrhundert hinein. Die postkolonialen Studien bewirkten dann erst in den 90er Jahren ein radikales Umdenken bezüglich der Beziehungen Lateinamerikas zum „Westen“. Aufgrund dieser unterschiedlichen intellektuellen Traditionslinien und historischen und geographischen Bedingungen steht die Rezeption des Postkolonialismus im lateinamerikanischen Raum deshalb unter anderen Vorzeichen und formuliert ein eigenes Verhältnis von „Konstruktionen des Anderen“ und „Okzidentalisierung“. Der Vortrag soll sich deshalb explizit an der postkolonialen Erfahrung und Theoriebildung aus Lateinamerika orientieren.</p>
<p>Ist die Betonung des bolivarianischen Erbes lediglich eine nationalistische, antikoloniale (-imperiale) Abwehrhaltung eines populistischen Präsidenten? Oder gelingt es Chávez, über den „leeren Signifikanten“ (i.e. Bedeutungsträger) Bolívar ein offenes Identitätsmodell zu konstruieren, dass lokale Traditionen und unterdrückte Wissensbestände in sich aufnehmen kann? Diese Doppeldeutigkeit politischer Mythen sowohl als ideologisches Verschleierungsinstrument und Exklusionsmechanismus als auch als Identitäts- und Innovationsressource stellt sich im Falle des chavistischen Bolivarianismus besonders deutlich heraus. Spätestens seit der Präsidentschaftswahl 1998 international kontrovers diskutiert, könnte das postkoloniale Identitätsprojekt Venezuelas als Abschied von der „westlichen“ Hegemonie interpretiert werden – oder lediglich als eine neue Etappe tragisch gescheiterter Experimente. Diese Widersprüchlichkeit der „Bolivarianischen Revolution“ spiegelt nicht zuletzt die Schwierigkeiten, sich in einer „komplexen neuen Welt“ zu orientieren und zu positionieren.</p>
<p><small><strong>Daniel Drewski</strong>, studiert zurzeit Sozialwissenschaften im Bachelor an der HU (ist aber zum Zeitpunkt des Kongresses mit großer Wahrscheinlichkeit fertig) und hat davor an der Universidad de Chile in Santiago de Chile ein Jahr Jura studiert.</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Daniel Drewski.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fstaat-und-politik%2Fpostkolonialismus-und-politischer-mythos-das-beispiel-des-%25e2%2580%259ebolivarianismo%25e2%2580%259c-in-hugo-chavez-venezuela%2F&amp;title=Postkolonialismus%20und%20politischer%20Mythos.%20Das%20Beispiel%20des%20%E2%80%9EBolivarianismo%E2%80%9C%20in%20Hugo%20Ch%C3%A1vez%20Venezuela" id="wpa2a_74"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von links nach rechts zur Mitte? Auswirkungen von cross-pressures auf die Links-Rechts-Selbstpositionierung</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 09:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jasmin Fitzpatrick, Gloria Remlein und Regina Renner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Staat und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Methodologie]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
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		<description><![CDATA[In den Theoriemodellen der Wahlforschung geht es immer darum, wie ein Wähler zu seiner Wahlentscheidung kommt. Dabei wird in der Regel impliziert, dass seine ideologische Selbstpositionierung auf der Links-Rechts-Skala als grober Richtwert – sprich als Parteisurrogat – herangezogen werden kann. Im mikrosoziologischen Modell der Wahlentscheidung wird ein Fokus auf Wähler gelenkt, die unter so genannten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Theoriemodellen der Wahlforschung geht es immer darum, wie ein Wähler zu seiner Wahlentscheidung kommt. Dabei wird in der Regel impliziert, dass seine ideologische Selbstpositionierung auf der Links-Rechts-Skala als grober Richtwert – sprich als Parteisurrogat – herangezogen werden kann. Im mikrosoziologischen Modell der Wahlentscheidung wird ein Fokus auf Wähler gelenkt, die unter so genannten cross-pressures, also psychologischen Widersprüchen stehen. Wir analysieren mit eigenen Daten aus dem Bayernbarometer (Erhebungszeitraum Mai-September 2011) wie hoch der Anteil der Befragten ist, die unter solchen cross-pressures stehen und fokussieren dabei auf die ideologische Verortung des Befragten selbst, sowie seines unmittelbaren, persönlichen Umfelds. Das ermöglicht es zu betrachten welche Personen –Familienmitglieder oder Freunde – den größten Einfluss auf die Befragten haben.<br />
<span id="more-922"></span></p>
<p><strong>von Jasmin Fitzpatrick, Gloria Remlein und Regina Renner</strong></p>
<p>Seit der Französischen Revolution wird die politische Topographie (Laponce) mit den Dimensionen Links-Rechts erfasst. Dies reduziert im systemtheoretischen Sinne die Komplexität der politischen Welt und ermöglicht gemäß des Rational-Choice Ansatzes (Downs) short-cuts zum Beispiel bei der Wahlentscheidung. Die Links-Rechts-Skala gilt dabei seit 1976 als etabliert (Inglehart/Klingemann). Im wissenschaftlichen Diskurs wird immer wieder die Mehrdimensionalität des Links-Rechts-Skala betont, die sowohl Aussagen über die soziale Lage, Werte und auch eine Einordnung ins politisch e Spektrum erlaubt. Dies impliziert also, dass das persönliche Umfeld entscheidenden Einfluss auf die Selbstpositionierung eines Befragten auf der Skala hat. Durch die Prozesse der Individualisierung und des sozialen Wandels gestaltet sich dieses persönliche Umfeld komplexer denn je, man spricht dabei von Heterogenität der sozialen Kreise (Columbia School). Wenn jemand in einem heterogenen Umfeld lebt, ist er auch bei seiner Selbstpositionierung auf der Links-Rechts-Skala einem Spannungsfeld ausgesetzt, auf ihn wirken cross-pressures (Columbia School). </p>
<p>Die Würzburger Wahlstudien, die maßgeblich von Studierenden mitgestaltet werden, erfassen nicht nur die Daten der Befragten. Mittels einer im Fragebogen integrierten Haushaltsmatrix ist es auch möglich Rückschlüsse auf das Umfeld der Befragten zu ziehen. Diese Matrix wurde um die Links- Rechts-Skala erweitert. Wir haben untersucht, wie sich Befragte unter Einwirken von cross-pressures bei ihrer Einordnung auf der Links-Rechts-Skala verhalten.</p>
<p><small><strong>Jasmin Fitzpatrick, Gloria Remlein und Regina Renner</strong>, sind Mitglieder einer studiengangsübergreifenden Forschungsgruppe, die an der Universität Würzburg Wahlverhalten und politische Einstellungen in Würzburg und Bayern untersucht. Regina Renner studiert Politikwissenschaft und Soziologie im 10. Semester auf Magister und zählt zu den Gründungsmitgliedern der AG Wahlforschung in Würzburg, ebenso wie Jasmin Fitzpatrick, die Politikwissenschaft und Soziologie im 2. Semester Masterstudiengang studiert und ihre Bachelor-Thesis zur Links-Rechts-Skala verfasst hat. Gloria Remlein ergänzt als Bachelorstudentin (4. Semester, Politikwissenschaft und Soziologie) das Trio und ist seit 2011 am Bayernbarometer beteiligt.“</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Jasmin Fitzpatrick, Gloria Remlein und Regina Renner.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fstaat-und-politik%2Fvon-links-nach-rechts-zur-mitte-auswirkungen-von-cross-pressures-auf-die-links-rechts-selbstpositionierung%2F&amp;title=Von%20links%20nach%20rechts%20zur%20Mitte%3F%20Auswirkungen%20von%20cross-pressures%20auf%20die%20Links-Rechts-Selbstpositionierung" id="wpa2a_76"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>The Impact of the strategies and policies of the state of Israel on the popularity of Hamas</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 08:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Staat und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost-Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Politikberatung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fokus konventioneller Terrorismusbekämpfung ist die militärische Bekämpfung von Terrororganisationen. Ein Beispiel ist die Bekämpfung der Hamas durch Israel, die aus Sicht Israels einige Erfolge erzielt hat, jedoch die Situation der palästinensischen Bevölkerung verschlechtert. Diese radikalisiert sich zunehmend. Die Bekämpfung vergrößert die Unterstützung für terroristische Gruppen, was die Bedrohung durch diese Gruppen verschärft. Dies zeigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fokus konventioneller Terrorismusbekämpfung ist die militärische Bekämpfung von Terrororganisationen. Ein Beispiel ist die Bekämpfung der Hamas durch Israel, die aus Sicht Israels einige Erfolge erzielt hat, jedoch die Situation der palästinensischen Bevölkerung verschlechtert. Diese radikalisiert sich zunehmend. Die Bekämpfung vergrößert die Unterstützung für terroristische Gruppen, was die Bedrohung durch diese Gruppen verschärft. Dies zeigt, dass die Bekämpfung von Terrorismus auf der gesellschaftlichen Ebene geschehen muss.<br />
<span id="more-913"></span></p>
<p><strong>von Katharina Kötke</strong></p>
<p>The conventional fight against terror aims at disabling the terrorists&#8217; infrastructure, killing the terrorists and preventing attacks. Israeli Counter-terrorism has shown some success, shown in the decrease of suicide attacks and rocket shootings.</p>
<p>Israel’s strategies are based on the assumptions that</p>
<ul>
<li>Hamas will only be less dangerous when it is combated</li>
<li>Hamas is not going to change</li>
<li>Hamas is independent of the support it gains.</li>
<li>any integrative approach could encourage terrorism further.</li>
<li>belief that Hamas would never truly give up its goal to destroy Israel.</li>
</ul>
<p>Thus, Military action is supposed to destroy the offensive capabilities of terror organisations in orderto show resolve and to deter terrorists. Intelligence activity and physical separation are supposed to prevent future attacks. The measures are implemented throughout the Palestinian territories in order to impede the development of a terrorist infrastructure. Physical separation and political blockade are supposed to increase the security and to deter the Palestinian population from supporting terrorists. Israel uses increasingly unilateral strategies. Among the actions specifically aimed at Hamas are the strategic weakening through arrests, targeted killings and punitive actions. But dealing with Hamas is no longer only a question of counterterrorism by military means because it is meshed into the Palestinian social and political fabric. Reliance on military force neglects the causes of terrorism on the society level. It will be assumed that strategies of the Israeli authorities lead to a change in the level of willingness of the population to support extremists, which in turn influences the extremists&#8217; willingness to attack. This leads to the hypothesis that Israel&#8217;s counterterrorism strategies contribute to the organisation&#8217;s popularity.</p>
<p>The willingness to attack of the weak rival (the non-state actor/terrorist organisation) is determined not only by the estimation of diplomatic prospects, the deterrence credibility of the dominant rival orthe expected efficacy of violence and the actual capabilities of the weak rival. It is also determined by the level of anger or hatred of the population. This implies that a higher level of anger or hatred among the population increases a terrorist organisation&#8217;s willingness to attack. The strong rival faces a dilemma: the same act of repression that instills fear to create deterrence is likely also to increase negative affect and/or the value-rationality of violence. The willingness to attack is also influenced by diplomatic prospects: the smaller the chance for fruitful diplomacy, the more willing is the weaker rival to attack even if he is afraid of the consequences.</p>
<p>Particular elements of the conflict were isolated for the purpose of the paper: the relationship between (a) the strategies and policies Israel chooses to apply, and (b) Hamas&#8217; domestic standing (its level of support) on the other hand. Support by the population is necessary for Hamas (and the other actors) because it supplies them with manpower, resources and protection from persecution. In this paper, &#8216;support for Hamas&#8217; also refers to agreement with the ideology, goals and the conduct of the organisation. Citizens might agree with the Hamas&#8217;s ideology and strategies without participating in the violent acts themselves. This kind of support can be measured in opinion polls. The importance of popular support for terrorist organizations is widely recognized. Experts have stated that organizations such as Hamas are highly responsive to the will of the Palestinian people. This suggests that the most important line of defence against terrorism may be finding ways to reduce popular<br />
support for terrorist organizations and activities.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Theory and opinion polls suggest that frustration and perceived deprivation in combination with lack of law enforcement and official sanctioning or encouragement of civil disobedience increase the support for extremism. Frustration and perceived deprivation are often created by a change of social structures which redistributes different forms of wealth and power. If a disequilibrium exists, the less privileged members of society might violently try to achieve changes. This introduces new and usually similarly imbalanced social ranks.</p>
<p>Palestinian opinion polls seem to confirm the relevance of social changes for the support of extremism. Weak economy and lack of political progress, especially in comparison to Israel&#8217;s situation, seem worrisome. Significant changes occurred: the PA was established and new institutions developed, the education system was expanded, and the relationship with Israel began to change. However, many perceived a decline of their situation since Oslo, especially those who state support for Hamas. Contrary to common belief, not only the poor support extremists and their strategies, also those with a better social standing and education increasingly supported Hamas.</p>
<p>But the polls also show that Hamas becomes less popular when it has to take responsibility because the Palestinians are not driven by blind hatred. The Palestinians want a state and although many of them admire Hamas for its role in the struggle against Israel, they do not all share the leadership&#8217;s Islamist aims. Hamas is popular because people believe Hamas can achieve more for them than others.</p>
<p>Hamas has shown its interest in maintaining its popularity. Hamas&#8217; wish to ensure its growth and survival make access to power and resources necessary, hence it needs to coexist with the PA. Hamas needs to make political and ideological adjustments in order to meet the expectations of the public. The organisation also needs to avoid alienating the important actors in the international community, particularly, Europe and the United Nations. But on the other hand there are good reasons to assume that Hamas will never give up its ideological basis and consider ceasefires as temporary.</p>
<p>When we assume that the organisation&#8217;s popularity is based on the people&#8217;s perception of their own current situation and future, it implies that more relative wealth and better perspectives for the future decrease the support for Hamas.</p>
<p>Implications for strategy planning</p>
<ul>
<li>Hamas is interested in cooperation with others because it has to provide results to its people</li>
<li>More trust could help overcome bigger issues by changing the self-perception and identification as well as that of “the other.” This allows the Palestinian situation to get better without solving the big issues first. Elaborate peace initiatives might not be as helpful because they will always offend some groups or factions that might turn into spoilers.</li>
<li>When spoilers appear, they should not be the ones who define the course of political processes. Actions that look like punishment of the population must be avoided.</li>
<li>Need to give the Palestinians a chance to develop a functioning political system with a monopoly of violence which is able to deal with extremism itself. Offer cooperation with the representatives of the Palestinians, reward cooperation, but avoid interference with their political matters.</li>
<li>There should be no pre-conditions for negotiations, and there should be no clearly defined goal before the negotiations start. The goal does not have to be a complete solution. Success in minor negotiations can create optimism for bigger issues.</li>
</ul>
<p><small><strong>Katharina Kötke</strong>, hat an der HU Berlin Sozialwissenschaften studiert und danach einen Master-Studiengang Politikwissenschaften an der Universität Tel Aviv abgeschlossen.</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von katke.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fstaat-und-politik%2Fthe-impact-of-the-strategies-and-policies-of-the-state-of-israel-on-the-popularity-of-hamas-2%2F&amp;title=The%20Impact%20of%20the%20strategies%20and%20policies%20of%20the%20state%20of%20Israel%20on%20the%20popularity%20of%20Hamas" id="wpa2a_78"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Über Adorno hinaus. Zur Relevanz des Totalitätsbegriffs in kritischen Gesellschaftsanalysen</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 08:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Mohan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik und Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Kritische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<category><![CDATA[Totalität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die heutige Soziologie zeigt sich weitestgehend desinteressiert an der Entwicklung eines Begriffs der Gesellschaft; Gesellschaft zerfällt ihr tendenziell in ein bloßes Nebeneinander verschiedener Kontexte und Sinnwelten. Von dieser Konstellation ausgehend soll im Vortrag mit Adorno argumentiert werden, dass ein Begriff von Gesellschaft als Totalität und als Vermittlungszusammenhang, notwendig ist, um einerseits die soziologischen Gegenstände adäquat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die heutige Soziologie zeigt sich weitestgehend desinteressiert an der Entwicklung eines Begriffs der Gesellschaft; Gesellschaft zerfällt ihr tendenziell in ein bloßes Nebeneinander verschiedener Kontexte und Sinnwelten. Von dieser Konstellation ausgehend soll im Vortrag mit Adorno argumentiert werden, dass ein Begriff von Gesellschaft als Totalität und als Vermittlungszusammenhang, notwendig ist, um einerseits die soziologischen Gegenstände adäquat fassen zu können und andererseits radikale Gesellschaftskritik wiederzubeleben. Die Aufgabe, die im Vortrag in Angriff genommen werden soll, besteht darin, sowohl die Aktualität als auch die Defizite von Adornos Totalitätsbegriff herauszuarbeiten und aufzuzeigen, dass er trotz seiner Defizite das Potential für aktualisierende Weiterführungen bereithält, das auszuschöpfen wäre, um die gegenwartsanalytische Kritik zu schärfen.<br />
<span id="more-908"></span></p>
<p><strong>von Robin Mohan</strong></p>
<p>Die heutige Soziologie zeigt sich weitestgehend desinteressiert an der Entwicklung eines Begriffs der Gesellschaft und will insbesondere vom Totalitätsbegriff, der als spekulativ, metaphysisch und nicht operationalisierbar verschrien wird, nichts mehr wissen; Gesellschaft zerfällt ihr tendenziell in ein bloßes Nebeneinander verschiedener Bereiche, Kontexte und Sinnwelten. Derart aufgestellt kann ihr Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in nicht mehr bestehen als in der Lösung von speziellen gesellschaftlichen „Problemen“, deren gesellschaftshistorische Voraussetzungen unhinterfragt bleiben. Das schreibt sie sich dann, wie im Programmheft des letztjährigen DGS-Jubiläumskongresses zu lesen war, als „Problemlösungskompetenz“ gut, mit der es zu reüssieren gelte.</p>
<p>Von dieser Konstellation ausgehend soll im Vortrag argumentiert werden, dass ein Begriff gesellschaftlicher Einheit, ein Begriff von Gesellschaft als Vermittlungszusammenhang, mindestens in einem doppelten Sinne notwendig ist: zum einen wird Soziologie einer zentralen Dimension ihres Gegenstands nicht gerecht, wo der Begriff des inneren Zusammenhangs der gesellschaftlichen Phänomene fehlt, zum anderen ist das Denken und Forschen über gesellschaftliche Verhältnisse auf ihn angewiesen, um seine Fähigkeit zu radikaler Kritik zurück zu gewinnen. Ausgangspunkt hierfür sollen die Überlegungen Theodor W. Adornos sein. Der Begriff der Totalität galt Adorno als kritische Kategorie und als Voraussetzung für eine begreifende Kritik der Gegenwart.</p>
<p>Allerdings ist der Begriff der Totalität, wie Adorno ihn verwendete, nicht unproblematisch; wo Adorno in expliziert, lässt sich ein tauschtheoretischer Monismus erkennen, in dem Gesellschaft vom Tauschprinzip als dem Principium Synthesis konstituiert zu sein scheint. Dies ist ein zentraler Einwand, der seitens anderer marxistischer und auch feministischer Ansätze zu Recht gegen Adorno angeführt wurde. Im Vortrag soll jedoch gezeigt werden, dass der Totalitätsbegriff Adornos sich nicht auf diesen Monismus reduzieren lässt und ebenso wenig in Ökonomismus und Ableitungsfetischismus landet, sondern vielmehr theoretische Mittel bereitstellt, um die Widersprüchlichkeit und Komplexität von Gesellschaft zu denken – so ist er weiterhin aktuell. Wer jedoch heute an diesen Begriff anschließt, darf sich gegenüber den Einwänden und seitherigen theoretischen Entwicklungen nicht gleichgültig verhalten. In diesem Sinne stellt der Vortrag auch den Versuch dar mit Adornos theoretischen Mitteln über ihn hinauszugehen, um seiner Intention gerecht zu werden, die Gegenwart so zu begreifen, dass der praktische Wille zur Veränderung auch im Denken einen Ort findet, so dass es Teil einer realen Bewegung der Aufhebung der unhaltbaren Zustände wird.</p>
<p><small><strong>Robin Mohan</strong>, Dipl.-Soz., hat Soziologie in Bochum und Frankfurt am Main studiert. Arbeitsschwerpunkte: Kritische Theorie, Kritik der Politischen Ökonomie, Methodologie und Gesellschaftskritik, Nationalismus. </p>
<p>Als Mitglied der Projektgruppe Nationalismuskritik Mitherausgeber des Sammelbandes: Irrsinn der Normalität. Aspekte der Reartikulation des deutschen Nationalismus (Münster 2009); hierin veröffentlicht: „Staat, Nation und Hegemonie“ (mit John Kannankulam).</small></p>
<p>Dieser Beitrag wurde eingereicht von Robin Mohan.</p><p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fkritik-und-emanzipation%2Fuber-adorno-hinaus-zur-relevanz-des-totalitatsbegriffs-in-kritischen-gesellschaftsanalysen%2F&amp;title=%C3%9Cber%20Adorno%20hinaus.%20Zur%20Relevanz%20des%20Totalit%C3%A4tsbegriffs%20in%20kritischen%20Gesellschaftsanalysen" id="wpa2a_80"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abstracts der Vorträge veröffentlicht!</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 10:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richy Bretzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Damit ihr schon einen kleinen inhaltlichen Einblick habt auf die Vorträge, die euch beim Kongress erwarten, sind nun Abstracts der Referentinnen und Referenten zu den Vorträgen, die in 15 verschiedenen Panels stattfinden, hier und im Menü unter Beiträge veröffentlicht. Es folgen bald die Beschreibungen zu den Workshops, Podiumsveranstaltungen und zum Rahmenprogramm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2011/08/Abstract_Auswahl05.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-904" title="Abstracts Vorträge" src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/uploads/2011/08/Abstract_Auswahl05-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Damit ihr schon einen kleinen inhaltlichen Einblick habt auf die Vorträge, die euch beim Kongress erwarten, sind nun Abstracts der Referentinnen und Referenten zu den Vorträgen, die in 15 verschiedenen Panels stattfinden, <a title="Panels" href="http://www.soziologiekongress.de/category/beitrage/panels/">hier</a> und im Menü unter Beiträge veröffentlicht.</p>
<p>Es folgen bald die Beschreibungen zu den Workshops, Podiumsveranstaltungen und zum Rahmenprogramm.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fallgemein%2Fabstracts-der-vortraege-veroeffentlicht%2F&amp;title=Abstracts%20der%20Vortr%C3%A4ge%20ver%C3%B6ffentlicht%21" id="wpa2a_82"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>The Changing Barrio Brasil.Gentrification a la chilena?</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/stadt-und-raum/the-changing-barrio-brasil-gentrification-a-la-chilena/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 09:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadt und Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrification]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsoziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtsoziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[The Barrio Brasil is a historic inner-city neighborhood in Santiago de Chile which has been subject to several changes during the last and present century. Specially the recent developments are interesting to be observed from an urban analytic perspective. The area has been influenced by the action of private investment, city-planning entities and civil movements [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The Barrio Brasil is a historic inner-city neighborhood in Santiago de Chile which has been subject to several changes during the last and present century. Specially the recent developments are interesting to be observed from an urban analytic perspective. The area has been influenced by the action of private investment, city-planning entities and civil movements in such a way that it rises the question about what theoretical umbrella could be span over it, in order to determine this transformation.<br />
<span id="more-854"></span></p>
<p><strong>by Camilo Betancourt</strong></p>
<p>The renewal of built environment and the exchange of population groups is commonly linked to the gentrification theory. There is a controversial debate about what fits in this theoretical frame and what not, nevertheless, it might be possible to get a bit closer to the former aim by means of this theoretical approach. Furthermore, is “western” literature applicable to “non-western” Santiago de Chile city phenomena?</p>
<p>The first part of this work will consist in describing spatially, historically and socio-economically the Barrio Brasil in order to impart a clear image of the studied territory and its characteristics. Continuing from that, I will focus more extensively on the recent changes within the area and refer to the role played by the public and private sector, but also by the (new) inhabitants themselves. Further then, there will be an exposition about different debates and theories around gentrification taking a look at the economic and cultural aspects which I consider relevant for this case-study.</p>
<p>The objective behind this steps is to connect both, the concrete situation in the Barrio Brasil and the available theoretic background around this subject of study in urban sociology. Having in mind that this approach is conceived as an overview about the possible factors involved in an urban transition process like this, the look on each aspect won´t be as deep as if it where a specific analysis on only one of them. In what extent is it possible to talk about gentrification within the framework of the Barrio Brasil´s recent development?<br />
<small><strong>Camilo Betancourt</strong>, wird 1987 in Karlsruhe geboren. Seinen Schulabschluss erlangt er in Chile. 2008 kehrt er zurück in die BRD und nimmt im WS 2009/10 das Studium der Sozialwissenschaften an der HU Berlin auf. Städte haben ihn stets auf eine unerklärliche Weise fasziniert. Neben städteräumlichen Phänomenen interessiert er sich für Migrationsprozesse, Sozialpolitik und Geographie.</small></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.soziologiekongress.de%2Fbeitrage%2Fpanels%2Fstadt-und-raum%2Fthe-changing-barrio-brasil-gentrification-a-la-chilena%2F&amp;title=The%20Changing%20Barrio%20Brasil.Gentrification%20a%20la%20chilena%3F" id="wpa2a_84"><img src="http://www.soziologiekongress.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Multilokales Wohnen. Ein quantitativ erfassbares Phänomen der komplexen neuen Welt?</title>
		<link>http://www.soziologiekongress.de/beitrage/panels/stadt-und-raum/multilokales-wohnen-ein-quantitativ-erfassbares-phanomen-der-komplexen-neuen-welt/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 09:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadt und Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[Empirie]]></category>
		<category><![CDATA[Methodologie]]></category>
		<category><![CDATA[quantitativ]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsoziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Präsentation wird sich mit folgenden Fragestellungen auseinander setzen: Zunächst soll geklärt werden, was der Begriff „multilokales Wohnen“ bedeutet und in wie fern es ein Phänomen darstellt, dass erst in der „komplexen neuen Welt“  Bedeutung erlangt. Davon ausgehend, dass im Zusammenhang von  Modernisierung und Globalisierung immer mehr Menschen ihren Alltag multilokal organisieren, wird auch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Präsentation wird sich mit folgenden Fragestellungen auseinander setzen: Zunächst soll geklärt werden, was der Begriff „multilokales Wohnen“ bedeutet und in wie fern es ein Phänomen darstellt, dass erst in der „komplexen neuen Welt“  Bedeutung erlangt. Davon ausgehend, dass im Zusammenhang von  Modernisierung und Globalisierung immer mehr Menschen ihren Alltag multilokal organisieren, wird auch das Interesse von Kommunen und Forschung  steigen, wie viele Menschen in und aus unserer Gesellschaft multilokale Wohnarrangements unterhalten. In wieweit sich multilokales Wohnen allerdings mit quantitativen Methoden erfassen lassen kann, soll in diesem Vortrag erörtert werden.<br />
<span id="more-849"></span></p>
<p><strong>von Mira Freiermuth</strong></p>
<p>Wo ist das Zuhause eines jeden Individuums in einer komplexen neuen Welt? Mehr Menschen denn je haben mehr als ein Zuhause. Sie wohnen multilokal. Multilokales Wohnen bezeichnet den Zustand, dass der Lebensalltag an mehr als nur einem Ort verbracht wird. Dieses Phänomen findet sich vereinzelt auch in der Geschichte, jedoch scheint es in Zeiten der Globalisierung und der Zweiten Moderne brisanter denn je zu sein. Hohe Mobilität wird den Mitgliedern der globalisierten Welt in einem wesentlich höheren Maße abverlangt. Es sind nicht mehr einige wenige Menschen, die als multilokal Wohnende eine Ausnahme darstellen. Heutzutage finden sich quer durch die Sozialstruktur multilokale Wohnarrangements. Es finden sich Beispiele bei den jüngsten bis zu ältesten Mitgliedern unserer Gesellschaft. Die Gruppen, die uns am ehesten im Bewusstsein sind und somit als Paradebeispiele gelten können, sind zum Beispiel Studierende, Montagearbeiter_innen und „Ost- West- Pendler_innen“. Das Forschungsfeld des Multilokalen Wohnens ist ein relativ junges. Bisherige wissenschaftliche Annäherungen an das Phänomen waren bis dato meist qualitativer Natur. Auf der Ebene der amtlichen Statistiken bilden der Fragenkatalog des „Mikrozensus“, die der „Laufenden Bevölkerungsumfrage“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zur Multilokalität und eine Auswertung von Datensätzen der Kommunalstatistik von Gabriele Sturm und Katrin Meyer aus dem Jahre 2009 die Ausnahmen. Der Schwerpunkt dieses Vortrags sollen Ergebnisse meiner Bachelor-Arbeit sein, deren Fokus auf der methodischen und methodologischen Problematik einer quantitativen Erfassung von Multilokalität liegt. Als Datenbasis wurde der Fragenkatalog zur Multilokalität der „Laufenden Bevölkerungsumfrage“ des BBSR aus dem Jahre 2009 ausgewählt. Die methodischen und methodologischen Probleme, die auftreten und in dieser Arbeit beleuchtet werden, sind allerdings eher als generelle Probleme aufzufassen. Überspitzt formuliert könnte aus diesem Grunde davon gesprochen werden, dass es schwer, vielleicht sogar unmöglich ist, Multilokalität quantitativ zu erheben.</p>
<p><small><strong>Mira Freiermuth</strong>, studiert an der Technischen Universität Chemnitz Soziologie im zweiten Mastersemester. Im Frühjahr 2010 absolvierte sie ein Praktikum am Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung in Bonn, bei dem sie das dem Vortrag zugrundeliegende Datenmaterial zur Verfügung gestellt bekam.</small></p>
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